Dienstag, 19. September 2017

Die Aussichts- und Informationsplattform an der Rabenlay in Bonn-Oberkassel ist eröffnet

Bonn-Oberkassel - Am 17. September 2017 wurde um 14 Uhr die Aussichts- und Informationsplattform an der Rabenlay in Bonn-Oberkassel feierlich eröffnet. Gefördert wurde das Projekt maßgeblich von der NRW-Stiftung Naturschutz, Heimat- und Kulturpflege, dem Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen und dem Landschaftsverband Rheinland.

Die 24 Quadratmeter große Aussichtsplattform hat eine Länge von etwa neun Metern und ermöglicht einen spektakulären Blick über das Rheintal. Insgesamt 16 Tafeln bieten neben Angaben zur steinzeitlichen Oberkasseler Doppelbestattung zahlreiche Informationen zum Naturschutzgebiet, zur Geologie und verschiedenen Themen der Baukultur. Der für die Region, aber auch ganz Deutschland und Europa bedeutsame Grabfund wird so als Teil der Kulturlandschaft und ihrer Entwicklung neu erlebbar.

Der Rheinische Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz e. V., der Heimatverein Bonn-Oberkassel e. V., der Denkmal- und Geschichtsverein Bonn-Rechtsrheinisch e. V., der Landesbetrieb Wald und Holz NRW, das LVR-LandesMuseum Bonn und das LVR-Amt für Bodendenkmalpflege im Rheinland haben die Plattform gemeinsam geplant. Für die Beteiligten haben Prof. Dr. Barbara Schock-Werner (Vorstand NRW-Stiftung), Prof. Dr. Christoph Zöpel (Vorsitzender Rheinischer Verein), Landesrat Detlef Althoff (Landschaftsverband Rheinland), Jochen Dodt (Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung NRW) und Guido Déus (Bezirksbürgermeister Bonn-Beuel) das neue Angebot für die Besucher freigeben.

Freitag, 15. September 2017

www.apotheker-beruf-mit-zukunft.de geht online


Wohin nach dem Studium? Neue Webseite der Apothekerkammer Niedersachsen und Experten geben Antworten
Hannover (apothekerkammer-niedersachsen) - Am Ende ihres Pharmaziestudiums stehen Absolventen vor der Frage, welchen Karriereweg sie einschlagen sollen. Die Tätigkeit in einer öffentlichen Apotheke bietet jungen Menschen eine gute Perspektive. Auf der neuen Webseite www.apotheker-beruf-mit-zukunft.de bietet die Apothekerkammer Niedersachsen Entscheidungshilfen an und wirbt gezielt um Nachwuchs für die öffentlichen Apotheken.
Filiale oder Einzelapotheke? Dorf oder City-Center? Mentoren helfen Berufsanfängern bei der Arbeitsplatzwahl
Die Apothekerkammer Niedersachsen vermittelt über die Webseite ausgewählte Mentoren, die den Pharmaziestudierenden individuell begleiten. Die Mentoren sind selbst Apotheker in öffentlichen Apotheken und verfügen über stabile Netzwerke. Mit großem Engagement geben sie eigene Erfahrungen aus ihrem „Traumberuf Apotheker“ weiter und unterstützen mit praktischem Know-how aus ihrer Tätigkeit in Stadt- oder Landapotheken.
In der Apotheke lassen sich Beruf und Familie gut vereinbaren
Die Webseite www.apotheker-beruf-mit-zukunft.de gibt Einblicke, wie der Alltag als Apotheken-Eigentümer, insbesondere für Apothekerinnen, mit dem Familienleben vereinbart werden kann. Selbstständige Apotheker können ihre Arbeitszeit zum Beispiel flexibel an Kita-Öffnungszeiten, Ferien und Arzttermine anpassen. Was Studierende für ihre Lebensplanung wissen sollten: Viele Apothekeninhaber erleichtern ihren Mitarbeitern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, indem sie beispielsweise flexible Arbeitszeitmodelle oder eine frühe Rückkehr aus der Elternzeit fördern.
Erfolgsmodell Apotheker
In den Apotheken wird ein besonderer Service angeboten – mit großem Erfolg. „Echte“ Menschen stehen den Patienten als Berater, Seelentröster, Manager, Therapiebegleiter, Organisations- und Improvisationstalente in fast allen Lebenslagen zur Seite. Als Spezialisten und Führungskräfte sind Apotheker zudem zuverlässige Ansprechpartner und Leitbilder für Vorgesetzte und Kollegen. Auf www.apotheker-beruf-mit-zukunft.de gibt es interessante Einblicke in die Arbeit als angestellter Apotheker. Selbständige Apotheker genießen das unabhängige Arbeiten ohne Vorgesetzte und die Gestaltungsspielräume als Chef.
Den Betrieb richtig aufbauen und führen
Betriebswirtschaftliche Kenntnisse werden im Pharmazie-Studium nicht vermittelt, sind aber im eigenen Betrieb unerlässlich. Anschaulich erklärt die Apothekerkammer Niedersachsen auf der neuen Webseite wichtiges Grundwissen zum Apothekenbetrieb von Apothekenfinanzierung über Arbeitsrecht und Buchführung bis zu Qualitätsmanagement und Standortanalyse. Ist die Entscheidung gefallen, eine eigene Apotheke zu übernehmen oder zu gründen, hilft die Rubrik „Offizin-Börse“ auf www.apotheker-beruf-mit-zukunft.de weiter, die Interessenten mit einem Experten bei der Treuhand Hannover verknüpft.
Der Apothekerkammer Niedersachsen gehören rund 7.000 Mitglieder an. Der Apotheker ist ein fachlich unabhängiger Heilberufler. Der Gesetzgeber hat den selbstständigen Apothekern die sichere und flächendeckende Versorgung der Bevölkerung mit Arzneimitteln übertragen. Der Beruf erfordert ein vierjähriges Pharmaziestudium an einer Universität und ein praktisches Jahr. Dabei erwirbt der Studierende Kenntnisse in pharmazeutischer Chemie und Biologie, Technologie, Pharmakologie, Toxikologie und Klinische Pharmazie. Nach dem Staatsexamen erhält er eine Approbation. Nur mit dieser staatlichen Zulassung kann er eine öffentliche Apotheke führen. Als Spezialist für Gesundheit und Prävention berät der Apotheker seriös und unabhängig. Er begleitet den Patienten fachlich, unterstützt ihn menschlich und hilft ihm so, seine Therapie im Alltag umzusetzen.

Montag, 11. September 2017

Bei Medikamenten kommt es auf die richtige Dosierung an

Hannover (apothekerkammer-niedersachen) – Wer Medikamente einnimmt, möchte entweder schnell wieder gesund werden, die Symptome einer bestehenden Krankheit lindern oder den Verlauf verzögern oder stoppen. Damit die Arzneimittel auch wirken und der Krankheitsverlauf nicht verschlimmert wird, ist die richtige Einnahme und Anwendung in der korrekten Dosierung wichtig. Auch Wechselwirkungen müssen für eine erfolgreiche Medikamententherapie möglichst ausgeschlossen werden. Hier hilft eine Beratung in der Apotheke weiter. Nimmt der Patient einen Arzneistoff durch eine falsche Handhabung nicht in der richtigen Konzentration auf, kann die Einnahme mit speziellen Hilfsmitteln oder kleinen Tricks vereinfacht werden, weiß die Apothekerkammer Niedersachen.

Fehldosierungen haben Konsequenzen
Die Gründe für eine fehlerhafte Medikamenteneinnahme sind vielfältig. Mal liegt es daran, dass es Probleme beim Öffnen der Verpackungen und mit der Handhabung gibt. Dies ist häufig bei älteren Patienten aufgrund mangelnder Beweglichkeit der Fall. Manchmal ist es schlicht Unwissenheit. Bei einer Unterdosierung wirkt das Medikament gar nicht oder nur unzureichend. Wird das Arzneimittel überdosiert, kann dies zu verstärkten Nebenwirkungen oder auch zu Folgeerkrankungen führen.  Um das Risiko einer Fehldosierung auf ein Minimum zu beschränken, sollten dem Patienten alle seine einzunehmenden Medikamente mit ihrer Wirkungsweise bekannt sein. Treten unerwartete Nebenwirkungen oder Komplikationen auf, sollten Patienten oder Angehörige sofort den Arzt informieren.
Stammapotheke kann helfen
Wer in einer Stammapotheke betreut wird, hat die Sicherheit, dass alle abgegebenen verschreibungspflichtigen Medikamente und die rezeptfreien Arzneimittel hinsichtlich ihrer Wechselwirkungen überprüft werden. Neue Tabletten oder eine geänderte Dosierung können so direkt mit dem Patienten besprochen und erklärt werden. Es werden zum Beispiel Doppelverordnungen durch mehrere Ärzte schneller erkannt und der Apotheker kann einschreiten, sodass es nicht zu einer Überdosierung kommt.
Apotheker können auch die Medikationspläne des Arztes erklären, auf Wunsch ergänzen oder selbst erstellen. Apotheker erklären alle Arzneimittel mit Wirkstoffen und Anwendungsgebieten in leicht verständlicher Sprache. Sie informieren über die korrekte Dosierung der Medikamente und ergänzen diese durch Einnahmehinweise. Hausapotheken können ebenfalls auf verfallene Medikamente oder Doppelverordnungen hin überprüft werden. Zur Absicherung hält der Apotheker auch Rücksprache mit dem Hausarzt.
Unterstützung bei der Handhabung
Apotheken können Patienten, die motorisch eingeschränkt sind, bei der Handhabung von Arzneimitteln unterstützen und so Fehldosierungen vermeiden. Es gibt in der Apotheke Hilfsmittel wie Entblisterer, Tablettenteiler, Augentropfhilfen oder Tubenausquetscher bis hin zu elektronischen Tropfenzählgeräten, die das genaue Abzählen der Tropfen erleichtern.
Patienten mit einer Sehbeeinträchtigung können die Tropfen in einen leeren Plastikbecher geben und die Tropfenzahl akustisch kontrollieren. Auch Beipackzettel in vergrößerter Schrift oder Unterstützung beim Öffnen von kindergesicherten Verschlüssen werden in der Apotheke angeboten. Wer dazu neigt, die Einnahme seiner Medikamente zu vergessen, dem ist ein Wochen- oder Tagesdispenser zu empfehlen. Eine solche Box gibt dem Patienten einen Überblick darüber, welche Medikamente bereits eingenommen wurden und welche noch eingenommen werden müssen.
Tabletten nicht eigenmächtig teilen
Häufige Fehlerquellen in der Anwendung von Medikamenten liegen bereits bei der Einnahme von Tabletten. So sollten diese niemals eigenmächtig geteilt werden, da eine Tablette immer als Einzeldosierung abgestimmt ist. Soll eine Dosis jedoch langsam gesteigert oder ausgeschlichen werden, gibt es dafür extra teilbare Tabletten, welche durch eine Bruchkerbe in definierte Stücke halbiert werden können. Dies ist je nach Arznei durch Fingerdruck oder nur mit einem Tablettenteiler möglich – das Zerschneiden mit einem Küchenmesser ist hingegen gefährlich und strikt zu unterlassen. Eine Kerbe in der Tablette bedeutet dabei jedoch nicht automatisch, dass eine Tablette auch geteilt werden darf – diese Information muss im Vorfeld unbedingt in der Apotheke eingeholt werden. Tabletten sollten zur weiteren Lagerung zudem nicht bereits im Voraus geteilt werden. Sind die Tabletten Licht und Feuchtigkeit ausgesetzt, kann dies die Wirkstoffqualität und -quantität beeinflussen. Stattdessen sollten die Reste einer bereits geteilten Tablette zurück in den Blister gedrückt oder in einem Tablettenteiler beziehungsweise Dispenser aufbewahrt werden. Hierbei ist es wichtig, das Dispenserfach gleich richtig zu beschriften, damit die Tablettenhälfte zugeordnet werden kann.
Die richtige Anwendung flüssiger Arzneien
Um flüssige Arzneien richtig einzunehmen, kann man Messlöffel mit gut sichtbarer Graduierung oder auch Kolbendosierpipetten verwenden. Kolbendosierpipetten werden mit passenden Steckvorrichtungen in die Flaschenöffnung gesteckt und durch Umdrehen der Flasche befüllt. Flüssige Medikamente sollten grundsätzlich zusammen mit einem Glas Wasser eingenommen werden. Suspensionen, zum Beispiel manche Nasensprays, Augentropfen oder Dosieraerosole müssen vor der Anwendung geschüttelt werden, damit sich die enthaltenen Partikel gleichmäßig verteilen können. Das Medikament muss dann sofort verwendet werden, damit sich die Wirkstoffe nicht wieder am Boden absetzen.
Die Anwendung von Augentropfen kann durch den Gebrauch einer Wimpernzange als Quetschhilfe erleichtert werden. Tropfenapplikationen mit Dosiersystemen, ähnlich der von Nasenspray, schaffen ebenfalls Erleichterung. Patienten sollten sich diese Dosiersysteme genau in der Apotheke erklären lassen und sie auch ausprobieren. Da sie leicht mit Nasensprays verwechselt werden, sollten sie nicht neben diesen aufbewahrt werden.
Der Apothekerkammer Niedersachsen gehören rund 7.000 Mitglieder an. Der Apotheker ist ein fachlich unabhängiger Heilberufler. Der Gesetzgeber hat den selbstständigen Apothekern die sichere und flächendeckende Versorgung der Bevölkerung mit Arzneimitteln übertragen. Der Beruf erfordert ein vierjähriges Pharmaziestudium an einer Universität und ein praktisches Jahr. Dabei erwirbt der Studierende Kenntnisse in pharmazeutischer Chemie und Biologie, Technologie, Pharmakologie, Toxikologie und Klinische Pharmazie. Nach dem Staatsexamen erhält er eine Approbation. Nur mit dieser staatlichen Zulassung kann er eine öffentliche Apotheke führen. Als Spezialist für Gesundheit und Prävention berät der Apotheker seriös und unabhängig. Er begleitet den Patienten fachlich, unterstützt ihn menschlich und hilft ihm so, seine Therapie im Alltag umzusetzen.

Donnerstag, 7. September 2017

Negative Auswirkungen der Citybahn in Wiesbaden


Wiesbaden (internet-zeitung) – Nach Ansicht der Bürgerinitiative „Mitbestimmung Citybahn“ kranken die bisherigen Stellungnahmen der für die Citybahn Verantwortlichen daran, dass keine Ausführungen zu den Wechselwirkungen der Bahn auf andere Nutzer gemacht werden. Es fehle ein integriertes Konzept, das aufzeige, wie sich eine 12 Kilometer lange Citybahn in ein funktionierendes, 650 Kilometer langes Busnetz einfüge.

Die Bürgerinitiative „Mitbestimmung Citybahn“ stellt auf der Internetseite http://bi-citybahn.de/?page_id=24 wichtige Fragen:

Welche Buslinien werden entfallen?
Welche Busse übernehmen nur noch Zubringerfunktion? 
An welchen Haltestellen kann eine 60 Meter lange Bahn halten?
An welchen Haltestellen halten künftig noch die Busse?

Welche Auswirkungen hat die doppelte Gleisführung in der Innenstadt auf den Wegfall von Parkplätzen und auf die Erreichbarkeit der innerstädtischen Parkhäuser?

Wie verändern sich die Umsteigemöglichkeiten, wenn die Busse aus dem Osten nach wie vor in der Friedrichstraße halten, die Citybahn jedoch in der Luisenstraße?
Die Bürgerinitiative erklärt: „ESWE-Verkehr sagt bisher nur, die Citybahn solle die „am stärksten belasteten Buslinien ersetzen“. Aber welche? Es ist zu befürchten, dass viele Busse auf eine reine Zubringerfunktion zur Citybahn reduziert werden, mit der Folge häufigeren Umsteigens und längerer Wartezeiten.
Laut Bürgerinitiative werden voraussichtlich die Schülerinnen und Schüler, die heute mit der Linie 33 von Kostheim zu den innerstädtischen Gymnasien fahren, künftig in Kastel und am Hauptbahnhof zweimal umsteigen müssen. Oder: Könne man heute von Klarenthal ohne Umsteigen nach Bierstadt oder Schierstein fahren, gehe es künftig vielleicht nur noch mit dem Bus zur Hochschule Rhein-Main. Gerade für ältere Menschen sei der Zwang zu häufigerem Umsteigen Gift. Sie würden wieder verstärkt auf das Auto zurückgreifen.
Allerdings verschlechtert sich – laut Bürgerinitiative auch die Situation für Pkw-Fahrer, wenn man bedenke, dass die Klarenthaler Straße, die Dotzheimer Straße, die Luisenstraße und die Bahnhofstraße mit zwei Gleissträngen belegt würden. Die Folge seien längere Staus und noch mehr Luftverschmutzung.
Der negative Umwelteffekt werde noch gesteigert, wenn man an die mehrjährige Bauphase denke mit dramatisch erhöhten Feinstaubwerten, aber auch an den Wegfall vieler innerstädtischer Bäume, etwa in der Klarenthaler Straße.


Eigener Gleiskörper der Citybahn in Wiesbaden hat Nachteil

Wiesbaden (internet-zeitung) – Auf einen wenig bekannten Nachteil der geplanten „Citybahn“ in Wiesbaden weist die Bürgerinitiative „Mitbestimmung Citybahn“ hin:  Diese Stadtbahn soll weitgehend auf einem eigenen Gleiskörper geführt werden. Ein solcher verhindert die Nutzung durch andere Verkehrsteilnehmer und schränkt das Überqueren der Straße durch Fußgänger stark ein.

Die Bürgerinitiative stellt fest: „Da laut Planung die Citybahn über 16 km der in Wiesbaden geplanten 17 km auf einem eigenen Gleiskörper geführt werden soll, handelt es sich um eine Stadtbahn, die für Busnutzer, Auto- und Radfahrer sowie Fußgänger erhebliche Beeinträchtigungen in dem ohnehin knappen Straßenraum bringt.“

Unter der Internetadresse http://bi-citybahn.de/?page_id=24 listet die Bürgerinitiative zahlreiche weitere Nachteile der geplanten „Citybahn“ in Wiesbaden auf. Zeitungsleser wundern sich, dass in der Lokalpresse bisher nur Hofberichterstattung über die „Citybahn“ erfolgt ist.

Bürgerinitiative informiert über Nachteile der Citybahn in Wiesbaden

Wiesbaden (internet-zeitung) – „Die Stadt Wiesbaden und ESWE Verkehr lassen eine offene und ehrliche Auseinandersetzung mit dem Für und Wider des Projekts „Citybahn“ vermissen.“ Dies stellt die Bürgerinitiative „Mitbestimmung Citybahn“ auf ihrer Internetseite fest. Unter anderem werde damit argumentiert, die „Citybahn“ sei ein modernes emissionsfreies Verkehrsmittel. Der ESWE-Busverkehr sei an seine Kapazitätsgrenzen gestoßen. Die Citybahn sei wirtschaftlich zu betreiben und der Bund sowie die Länder Hessen und Rheinland-Pfalz würden bis zu 85 Prozent der Investitionskosten übernehmen. Die Citybahn könne recht schnell bis zum Jahr 2022 realisiert werden.
Diese Aussagen überzeugen die Bürgerinitiative „Mitbestimmung Citybahn“ nicht. Sie hat gegen geplante Straßenbahn („Citybahn“) zwischen Wiesbaden und Mainz erhebliche Bedenken und stellt diese mutig zur Diskussion. Unter der Internetadresse http://bi-citybahn.de/?page_id=24 befasst sich die Bürgerinitiative mit folgenden Themen:
Stichwort Emissionen – Luftqualität, Stickoxide, Umrüstung ESWE-Busflotte, Feinstaub, Lärm und Erschütterungen WEITERLESEN
Stichwort Busse am Limit – Datengrundlage, Verkehrszellen, Nutzungsverhalten, Beförderungskapazität Citybahn, Zeittakt WEITERLESEN
Stichwort Schienensystem – Spurbreite, Gleiskörper, Trennungswirkung Gleiskörper, Bus- und Individualverkehr, Störanfälligkeit, Oberleitungen, Baumbestand, Parkplätze WEITERLESEN
Stichwort Zukunft des Verkehrs – Elektromobilität, Flexibilität, autonomes Fahren, Verkehr „on demand“, Vernetzung von Verkehrsträgern, Technologiebindung WEITERLESEN
Stichwort Kosten-Nutzen-Analyse – Prognose Nutzungsverhalten, Datenbasis, Vorab-Befragungen, Cashflow 30 Jahre, Entwicklung Energiepreise WEITERLESEN
Stichwort Belastung des städtischen Haushalts – Investitionszuschüsse Bund und Land, Erhöhung Baukosten, Kosten der Unterhaltung, Defizite ESWE Verkehr, Haushaltsentwicklung, andere Infrastrukturprojekte WEITERLESEN
Stichwort Zeitabläufe Planung und Realisierung – Vorplanung, Akteurswerkstatt, Bürgerbeteiligung, Entwurfsplanung, Planfeststellungsverfahren, Bauzeit/Inbetriebnahme WEITERLESEN
Stichwort Nadelöhr Theodor-Heuss-Brücke – Tragkraft, Verkehrsaufkommen Individualverkehr, neue Rheinquerung WEITERLESEN
Stichwort notwendige Kooperationspartner – Projektgesellschaft, Haushaltslage MZ-SWA-RÜD, Zustimmungserfordernis WEITERLESEN
Stichwort Alternativen zur Citybahn – E-Busse, Bustypen, Wallauer Spange, P+R Plätze, Autonomes Fahren/Sammeltaxis WEITERLESEN

Mittwoch, 6. September 2017

Alamannenmuseum Ellwangen zeigt neue Sonderausstellung



Wertvolle Goldblattkreuze wie diese alamannischen Grabfunde des 7. Jahrhunderts n. Chr. aus Lauchheim im Ostalbkreis werden ab 16. September in der neuen Sonderausstellung des Alamannenmuseums Ellwangen präsentiert (Foto: Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart, Yvonne Mühleis).


"Goldblattkreuze – Glaubenszeichen der Alamannen" startet am 16. September 2017

ELLWANGEN (pm) – Vom 16. September 2017 bis 8. April 2018 ist im Ellwanger Alamannenmuseum die Sonderausstellung "Goldblattkreuze – Glaubenszeichen der Alamannen" zu sehen. Schirmherr der vom Alamannenmuseum in Kooperation mit dem Archäologischen Landesmuseum Baden-Württemberg konzipierten Ausstellung ist der Bischof der Diözese Rottenburg-Stuttgart, Dr. Gebhard Fürst.

Die Goldblattkreuze des 6. bis 8. Jahrhunderts, von denen bisher mehr als 420 bekannt sind, stellen eine besonders interessante Fundgattung des frühen Mittelalters dar. Bei diesen in Gräbern angetroffenen Kreuzen aus dünner Goldfolie handelt es sich um Beigaben, die eigens für die Bestattung angefertigt wurden. Diese Folienkreuze wurden einst auf einem Leichentuch oder Schleier aufgenäht dem Toten mit ins Grab gegeben. Ihre Verbreitung beschränkt sich fast ausschließlich auf den Bereich der Alamannen und Baiuwaren in Süddeutschland sowie der Langobarden in Italien.

Aufbauend auf den neueren Forschungen zu diesem Thema an der Universität Tübingen beleuchtet die Ausstellung den Grabbrauch der Goldblattkreuze, die als die ersten christlichen Symbole in Süddeutschland zu werten sind, eingebunden in einen Überblick zur Christianisierung der Alamannen. Neu ist etwa die Antwort auf die Frage, wo der Brauch entstanden ist, ebenso die Tatsache, dass dieser offenbar nur in einzelnen Familien üblich war. Anders als bisher gedacht bilden die Goldblattkreuze auch keinen Gegensatz zu gleichzeitig bestehenden Kirchen.

Noch nie waren in einer Ausstellung so viele Goldblattkreuze versammelt, die aus zahlreichen namhaften Museen Süddeutschlands stammen. Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft von Bischof Dr. Gebhard Fürst, dem Bischof der Diözese Rottenburg-Stuttgart: In der von ihm als bischöfliches Würdezeichen getragenen Brustkette befindet sich die künstlerische Nachbildung des 1936 gefundenen Goldblattkreuzes von Tübingen-Derendingen, Grab 5.

Besondere Funde:
Die meisten Goldblattkreuze sind in der Form eines griechischen Kreuzes gestaltet. Dabei wurde entweder das gesamte Kreuz aus einem Stück Blech geschnitten oder das Stück aus zwei oder mehreren Blechstreifen gebildet. Erstaunlicherweise wurde bis heute kein einziges Goldblattkreuz im Siedelgebiet der Franken oder im frühmittelalterlichen Spanien entdeckt und nur einige wenige stammen aus dem ehemals angelsächsischen England und aus byzantinischen Gebieten am Mittelmeer.

Hotspot Lauchheim:
In Lauchheim im Ostalbkreis kamen insgesamt 14 Goldblattkreuze aus sechs Gräbern zutage, so viele wie nirgends nördlich der Alpen. Da zwei Goldblattkreuze aus verschiedenen Gräbern dieselben Modelabdrücke aufweisen, dürften sie vor Ort von derselben Hand angefertigt worden sein.

Neue Forschungen:
Die erneute Untersuchung und Neubewertung der über 400 Exemplare durch Martina Terp-Schunter, welche die Grundlage der Ausstellung bilden, erlauben tiefgreifende Rückschlüsse auf deren rituelle Funktion während des frühmittelalterlichen Bestattungsablaufs. In der Phase eines noch nicht institutionalisierten Christentums vom 6. bis 8. Jahrhundert wurde mit Hilfe der Goldblattkreuze die gesamte Trauergemeinschaft unter das Zeichen des christlichen Glaubens gestellt und die eigene religiöse Überzeugung für alle Anwesenden offensichtlich.

Zur Ausstellung erscheint eine Begleitpublikation. Für die Schulen, die mit dem neuen baden-württembergischen Bildungsplan 2016 verstärkt das Thema Christanisierung der Alamannen behandeln, werden eigene museumspädagogische Programme angeboten. Nähere Informationen sind beim Museum unter Tel. 07961/969747 sowie im Internet unter www.alamannenmuseum-ellwangen.de erhältlich.

Sonderausstellung "Goldblattkreuze – Glaubenszeichen der Alamannen"
16.9.2017-8.4.2018
Eine Ausstellung des Alamannenmuseums Ellwangen in Kooperation mit dem Archäologischen Landesmuseum Baden-Württemberg
Schirmherrschaft: Seine Exzellenz Bischof Dr. Gebhard Fürst, Diözese Rottenburg-Stuttgart

Alamannenmuseum Ellwangen
Haller Straße 9
73479 Ellwangen
Telefon +49 7961 969747
Telefax +49 7961 969749
alamannenmuseum @ ellwangen.de
Öffnungszeiten:
Dienstag bis Freitag 14-17 Uhr
Samstag, Sonntag 13-17 Uhr
sowie nach Vereinbarung
24., 25. und 31.12.2017 geschlossen
Eintritt: 3,00 €, ermäßigt 2,00 €, Familie 7,00 €

Begleitprogramm:

Führungen am
1.10. | 5.11. und 3.12.2017 sowie 7.1. | 4.2. | 4.3. und 1.4.2018
jeweils um 15 Uhr

Kuratorenführungen mit Martina Terp-Schunter M.A.
18.2.2018 und 8.4.2018
jeweils um 15 Uhr

Biographische Führungen zur Christianisierung der Alamannen
mit Jürgen Heinritz
22.10. und 26.11.2017 sowie 14.1. und 18.3.2018
jeweils um 15 Uhr

Aktionstag mit der Goldschmiedin Esther Schneller
Herstellung von Goldblattkreuzen
Goldschmiedevorführungen und Mitmachaktionen
17.9.2017 und 12.11.2017 sowie 28.1. und 25.3.2018
jeweils von 13-17 Uhr

Lichtbildervortrag
Martina Terp-Schunter M.A.
Goldblattkreuze – Zeichen des Glaubens im Frühmittelalter
29.11.2017, 19.30 Uhr

Jeningenheim Ellwangen

Dienstag, 5. September 2017

Wo die geplante Citybahn in Wiesbaden fahren soll

Wiesbaden / Mainz (internet-zeitung) – Auf welchen Straßen die geplante Straßenbahn (Citybahn) zwischen Wiesbaden und Mainz fahren soll, verrät die Bürgerinitiative (BI) „Mitbestimmung Citybahn“ auf ihrer Internetseite. Unter der Adresse http://bi-citybahn.de/?page_id=136 sind Fotos von Straßen auf der im 1. Abschnitt geplanten Strecke zu sehen, die von der Bürgerinitiative abgefahren wurde.

Im 1. Planungsabschnitt ist grundsätzlich eine 2-gleisige Schienenanlage in einem eigenen Gleiskörper mit einer Gesamtbreite von etwa 6 Metern vorgesehen. Nur kurze Streckenabschnitte sind ausnahmsweise 1-gleisig (Teilstück von etwa 400 Metern) oder ohne eigenen Gleiskörper (Luisenstraße in Wiesbaden) geplant, wo die Citybahn straßenbündig die Fahrbahn zusammen mit dem übrigen Verkehr nutzen soll.

Auf der Internetseite der Bürgerinitiative findet man unter dem Stichwort Galerien zahlreiche Fotos der Streckenplanung Citybahn. Die Bildunterschriften lauten: Klarenthaler Str. / Richtung Klarenthal (2-gleisig, eigener Gleiskörper), Klarenthaler Str. / Richtung Innenstadt (2-gleisig, eigener Gleiskörper), Klarenthaler Str. / Richtung Dotzheimer Str. (2-gleisig, eigener Glaskörper), Klarenthaler Str. / Richtung Klarenthal (2-gleisig, eigener Gleiskörper), Klarenthaler Str. / Einmündung Dotzheimer Str. (2-gleisig, straßenbündig), Dotzheimer Str. / Richtung 1. Ring (2-gleisig?Ü straßenbündig?), Dotzheimer Str. / Richtung Schwalbacher Str. (1-gleisig, straßenbündig?), Dotzheimer Str. / Ecke Schwalbacher Str. (Beginn 2-gleisig, straßenbündig), Luisenstr. / Ecke Kirchgasse (2-gleisig, straßenbündig, freier mittiger Fahrstreifen multifunktional), Luisenstraße / Richtung Luisenplatz (2-gleisig, straßenbündig, freier mittiger Fahrstreifen multifunktional), Luisenplatz / Richtung Kirchgasse (2-gleisig, straßenbündig), freier mittiger Fahrstreifen, multifunktional), Luisenstr. / Ecke Bahnhofstr. (2-gleisig – straßenbündig, Eingriff/Erwerb Eckgebäude rechts notwendig), Bahnhofstr. / Richtung Rheinstr. (2-gleisig – Beginn eigener Gleiskörper), Bahnhofstr. / Richtung Bahnhof (2-gleisig, eigener Gleiskörper), Bahnhofsplatz / Kombihaltestelle (2-gleisig, eigener Gleiskörper), Gartenfeldstr. / Richtung Murnaustr. (2-gleisig, eigener Gleiskörper), Gartenfeldstr. / Richtung Murnaustr. (2-gleisig, eigener Gleiskörper), Murnaustr. / Richtung Welfenstr. (2-gleisig, eigener Gleiskörper), Welfenstr. / Richtung Berufsschulen (2-gleisig, eigener Gleiskörper), Welfenstr. / 10 m. Korridor seitl. Hessen Mobil (2-gleisig, eigener Gleiskörper), 10 m Korridor / Richtung Konradinerallee (2-gleisig, eigener Gleiskörper), 10 Meter Korridor / Ecke Hohenstaufenstr. (2-gleisig, eigener Gleiskörper), 10 m Korridor Konradinerallee / Richtung Hohenstaufenstr. (2-gleisig, eigener Gleiskörper), alte Industriegleisstrecke – parallel ESWE-Gelände (2-gleisig, eigener Gleiskörper), alte Industriegleisstrecke / Ecke Siegfriedring (2-gleisig, eigener Gleiskörper), Mainzer Str. / alte Bahnbrücke Richtung Bahnhof Ost (2-gleisig, evtl. Neubau der Brücke), Bahnhof Ost (vor dem Bhf. ca. 400 m 1ä-gleisig, Anpassung an DB-Oberleitungen notwendig), Peter-Sander-Str. / Richtung Anna-Birle-Str. (2-gleisig, eigener Gleiskörper), Anna-Birle-Str. / Richtung Otto-Suhr-Ring (2-gleisig, eigener Gleiskörper), Wiesbadener Str. / Richtung Theodor-Heuss-Brücke (2-gleisig, eigener Gleiskörper), Auffahrt Theodor-Heuss-Brücke (2-gleisig, eigener Gleiskörper), Bus-Terminal Theodor-Heuss-Brücke (Gleisführung, Anbindung Busse und S-Bahn unklar), Theodor-Heuss-Brücke / Richtung Mainz (2-gleisig, straßenbündig).

Betrachter der Fotos von Wiesbadener Straßen, auf denen irgendwann die Citybahn rollen soll, können sich oft nur schwer vorstellen, dass dort noch eine Straßenbahn ausreichend Platz fände. Bereits heute ist es zeitweise vielerorts kein Vergnügen, mit dem Auto in Wiesbaden unterwegs zu sein.

Widerstand gegen die geplante Citybahn regt sich besonders im Wiesbadener Stadtteil Mainz-Kastel, wo am 24. August 2017 die Bürgerinitiative „Mitbestimmung Citybahn“ gegründet wurde. Das Vorhaben einer geplanten Straßenbahn (Citybahn, Stadtbahn) erhitzt seit vielen Jahren die Gemüter der Wiesbadener. Laut BI hat es bisher eine ordentliche Abstimmung und eine detaillierte Auseinandersetzung mit den Fakten und Folgen leider nicht gegeben.

Bei dem Vorhaben „Citybahn“ handelt es sich um eine „Straßenbahn“, die grundsätzlich 2-gleisig auf einem eigenen und baulich von der Straße abgetrennten Gleisbett von etwa 6 Meter Breite mit Doppelzügen von 2 x 30 Meter Länge auf einer so genannten Meterspur fahren soll. Nur kurze Streckenabschnitte sind ausnahmsweise 1-gleisig (Teilstück von 400 Meter) oder ohne eigenen Gleiskörper (Luisenstraße in Wiesbaden), wo die Citybahn straßenbündig die Fahrbahn zusammen mit dem übrigen Verkehr nutzen soll.

Im ersten Baustein mit Gesamtkosten von derzeit angeblich 448 Millionen Euro geht es um eine Gleisstrecke von insgesamt 34 Kilometern zwischen dem Bahnhof Bad Schwalbach und dem Hauptbahnhof Mainz. Der erste Baustein gliedert sich in 4 Planungsabschnitte.

Der 1. Planungsabschnitt betrifft eine Strecke von 12,19 Kilometern zwischen der Hochschule Rhein Main und dem Brückenkopf der Theodor-Heuss-Brücke in Mainz-Kastel. Der 2. Planungsabschnitt betrifft eine Erweiterung der Strecke zwischen der Hochschule Rhein Main und der Wiesbadener Stadtgrenze in Klarenthal und dem Kohlheck von 4,73 Kilometern. Der 3. Planungsabschnitt betrifft die Wiederbelebung der Aartalbahnstrecke zwischen der Wiesbadener Stadtgrenze und dem Bahnhof in Bad Schwalbach mit 15,01 Kilometern. Der 4. Planungsabschnitt betrifft die Herstellung einer Verbindung zwischen dem Brückenkopf der Theodor-Heuss-Brücke und dem Mainzer Hauptbahnhof.

Autofahrer, die oft auf der Theodor-Heuss-Brücke über den Rhein zwischen Wiesbaden und Mainz fahren, sind wegen der Citybahn besonders besorgt. Es heißt nämlich, die Straßenbahn habe Vorfahrt vor dem Autoverkehr und könnte zwischen den Autos auf der Brücke rollen. Schon heute kommt es zeitweise auf der Theodor-Heuss-Brücke in beiden Richtungen zu riesigen Autoschlangen, die bis weit nach Wiesbaden und Mainz zurückreichen. Der Ortsbeirat in Mainz-Kastel hat deswegen den Bau einer eigenen Rheinbrücke für die Citybahn empfohlen. Wie breit die Theodor-Heuss-Brücke tatsächlich ist, scheint ein Lokalpolitiker aus Wiesbaden nicht zu wissen, der dort noch einen 3 bis 4 Meter breiten Radschnellweg unterbringen will.

Ein lokaler Skeptiker der Citybahn-Pläne in Mainz-Kostheim befürchtet, die Theodor-Heuss-Brücke über den Rhein könne die bis zu 60 Tonnen schwere Citybahn gar nicht tragen. Seit den 1990er Jahren dürfen nämlich Lastwagen mit einem Gewicht von mehr als 7,5 Tonnen nicht über diese Brücke fahren.

Wie die geplante Citybahn von der Theodor-Heuss-Brücke über den Rhein bis zum Mainzer Hauptbahnhof fortgeführt werden soll, steht noch nicht fest. Wenn die Anlieger der betroffenen Straßen in Mainz dies wüssten, würden sie vielleicht nicht mehr so ruhig schlafen wie jetzt. Bei der Bürgerinitiative „Mitbestimmung Citybahn“ freut man sich über weitere Mitglieder. Siehe http://bi-citybahn.de/?page_id=98










Montag, 28. August 2017

Meeresforschung hautnah erleben – virtueller Spaziergang über das Forschungsschiff SONNE

Das Bundesforschungsministerium und Google Arts & Culture präsentieren im Wissenschaftsjahr 2016*17 – Meere und Ozeane erstmals eine digitale Ausstellung mit 360-Grad-Rundgang über das Forschungsschiff SONNE.

Berlin - Einmal über das Deck eines Forschungsschiffs spazieren, einen Blick in die Labore werfen und dem Kapitän auf der Brücke über die Schulter schauen – das blieb bis jetzt zumeist Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern vorbehalten. Nun erhält jeder dazu die Gelegenheit, ganz bequem von der Couch zu Hause: In Zusammenarbeit mit Google Arts & Culture präsentiert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Wissenschaftsjahr 2016*17 – Meere und Ozeane eine digitale Ausstellung mit 360-Grad-Rundgang durch das FS SONNE, eines der modernsten Forschungsschiffe weltweit.

„Von Forschungsschiffen geht immer eine ganz besondere Faszination aus – für Laien wie für Techniker und Wissenschaftler. Die SONNE ist ein außergewöhnliches Aushängeschild der deutschen Meeresforschung, das als internationale Forschungsplattform genutzt und geschätzt wird. Der Natur der Sache ist es geschuldet, dass sie fast immer im Einsatz ist. Hafenaufenthalte, zumal in Deutschland, sind rar. Mit dem virtuellen Rundgang können Interessierte das Forschungsschiff SONNE jetzt immer und überall besichtigen", sagt Bundesforschungsministerin Johanna Wanka. Beim Tag der offenen Tür der Bundesregierung am vergangenen Wochenende in Berlin wurde das Angebot im BMBF erstmals einem breiten Publikum präsentiert.

Die digitale Ausstellung, die man seit heute bequem per Computer oder Smartphone via www.wissenschaftsjahr.de/sonne bzw. über die Google Arts & Culture App erleben kann, besteht aus drei Teilen. Das Herzstück ist eine „Virtual-Reality-Tour": Der moderierte Rundgang über die SONNE macht es möglich, mittels Smartphone- und Virtual-Reality-Brille hautnah zu erfahren, wie an Bord eines Forschungsschiffs gelebt und gearbeitet wird. Aber auch ohne spezielle Brille kann man das Schiff erkunden. Angelehnt an das Prinzip von Google Street View haben Neugierige die Gelegenheit, per Mausklick einen 360-Grad-Rundgang über und durch das Schiff zu machen. Zudem können sich Besucherinnen und Besucher der Website durch eine multimediale Ausstellung zum Forschungsschiff SONNE klicken. Dazu gehören ein Porträt des 2014 gebauten Schiffes sowie Einblicke in die faszinierende Tiefseeforschung an Bord.

„Wir freuen uns, dass wir mit dem FS SONNE erstmals ein modernes Forschungsschiff auf unserer Plattform haben", so Amit Sood, Direktor von Google Arts & Culture anlässlich des Livegangs. „Durch virtuelle Realität und Online-Ausstellungen kann das FS SONNE, das oft tausende Kilometer entfernt auf Reisen ist, von Menschen auf der ganzen Welt erkundet werden."

Die Aufnahmen wurden während eines Hafenaufenthalts des FS SONNE in Yokohama, Japan im September und Oktober 2016 gemacht und im Nachgang digital für die Virtual-Reality-Tour bearbeitet. Einen großen Beitrag hat das Konsortium Deutsche Meeresforschung (KDM) für dieses außergewöhnliche Projekt geleistet: Das KDM gestaltete die Ausstellung inhaltlich und ergänzte sie mit zusätzlichem Foto- und Videomaterial. Die digitale Ausstellung ist vollständig in Deutsch und Englisch verfügbar.
 
Wissenschaftsjahr 2016*17 – Meere und Ozeane


Die Meeresforschung ist Thema des Wissenschaftsjahres 2016*17. Zu 71 Prozent bedecken Ozeane und Meere unseren Planeten. Sie sind Klimamaschine, Nahrungsquelle, Wirtschaftsraum – und sie bieten für viele Pflanzen und Tiere Platz zum Leben. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler untersuchen die Ozeane seit Jahrhunderten; und doch sind sie noch immer geheimnisvoll und in weiten Teilen unerforscht. Im Wissenschaftsjahr 2016*17 – Meere und Ozeane geht es um die Ergründung der Gewässer, ihren Schutz und eine nachhaltige Nutzung. Die Wissenschaftsjahre sind eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) gemeinsam mit Wissenschaft im Dialog (WiD). Sie tragen als zentrales Instrument der Wissenschaftskommunikation Forschung in die Öffentlichkeit. Das Wissenschaftsjahr 2016*17 wird vom Konsortium Deutsche Meeresforschung (KDM) als fachlichem Partner begleitet.

Straßenbahn zu schwer für Rheinbrücke zwischen Wiesbaden und Mainz?

Wiesbaden/Mainz (internet-zeitung) – Wie schwer sind die Wagen der geplanten Citybahn, die zwischen Wiesbaden und Mainz fahren soll? Von der Antwort auf diese Frage hängt es ab, ob die geplante Straßenbahn auf die über den Rhein führende Theodor-Heuss-Brücke rollen kann. Seit den 1990-er Jahren ist diese vielbefahrene und dementsprechend schwer belastete Rheinbrücke – von Ausnahmen abgesehen – für den Schwerlastverkehr ab 7,5 Tonnen gesperrt. 

Ein Blick auf eine Internetseite über die in Frankfurt am Main verkehrenden Straßenbahnen zeigt, dass dort teilweise Niederflurfahrzeuge bis zu 40 Tonnen Leergewicht eingesetzt sind. Die Wagen der in Mainz eingesetzten „Mainzelbahn“ wiegen leer 38 Tonnen und mit Fahrgästen vollbesetzt rund 57 Tonnen! Besorgte Bürger fragen sich: Kann die Rheinbrücke zwischen Wiesbaden und Mainz, auf der momentan keine Lastwagen über 7,5 Tonnen fahren dürfen, eine bis zu insgesamt 57 Tonnen schwere Straßenbahn schadlos verkraften?

Mit dem Für und Wider einer geplanten Straßenbahn zwischen Wiesbaden und Mainz befasst sich die Homepage der Bürgerinitiative „Mitbestimmung Citybahn“ unter der Adresse http://bi-citybahn.de

Samstag, 26. August 2017

Wiesbadener Bürgerinitiative "Mitbestimmung Citybahn"

Mainz-Kastel (internet-zeitung) - Im Wiesbadener Stadtteil Mainz-Kastel wurde am 24. August 2017 die Bürgerinitiative "Mitbestimmung Citybahn" gegründet. Damit soll eine offene und ehrliche Auseinandersetzung über das Für und Wider des Projekts „Citybahn“ erreicht werden. Auf der optisch und inhaltlich gelungenen Homepage http://bi-citybahn.de kann man der BI beitreten und sich umfassend in Wort und Bild über die geplante Straßenbahn informieren. Die Bürgerinitiative ist von den Argumenten für eine Citybahn nicht überzeugt und stellt folgende Themen zur Diskussion:
Stichwort Emissionen
Stichwort Schienensystem
Stichwort Verkehrsplanung und Zukunftsaussichten
Stichwort Kosten-Nutzen-Analyse
Stichwort Belastung des städtischen Haushalts
Stichwort Zeitabläufe Planung und Realisierung
Stichwort Kooperationspartner Mainz und Bad Schwalbach
Stichwort Alternativen zur Citybahn

Zahlreiche Fotos auf der Homepage der Bürgerinitiative informieren darüber, auf welchen Straßen in Wiesbaden die Citybahn fahren soll und wie eng es dort zugeht. Im Textteil erfährt man, dass die geplante Straßenbahn weitgehend zweispurig sein soll. In Lokalzeitungen waren oft irreführende Fotos mit nur einem Gleis und einer Straßenbahn darauf zu sehen.

Mittwoch, 16. August 2017

Aktuelles forscher-Magazin geht Meereswellen auf den Grund

In der aktuellen Ausgabe von „forscher – Das Magazin für Neugierige" im Wissenschaftsjahr 2016*17 stehen spannende Geheimnisse aus den Tiefen der Ozeane im Fokus.

Berlin, - Ab sofort ist die vierte und zugleich letzte Ausgabe von „forscher – Das Magazin für Neugierige" im Wissenschaftsjahr 2016*17 kostenfrei erhältlich. Kinder von acht bis zwölf Jahren können darin wieder die erstaunliche Welt der Meere und Ozeane entdecken. Im Wissenschaftsjahr 2018 wird sich das forscher-Magazin in zwei Ausgaben den Zukunftswelten der Arbeit widmen.

Unter dem Titel „Wellenalarm!" können die jungen Leserinnen und Leser in der aktuellen Ausgabe Monsterwellen auf den Grund gehen. Sie erfahren, wie Wellen entstehen, wie wir unsere Küsten vor ihnen schützen oder uns ihre enorme Kraft zunutze machen können. Und es geht auf Expedition in den Hafen: Warum sind Häfen seit jeher so wichtig für die Menschen und wie sieht der Seehandel von morgen aus? Außerdem tauchen die Kinder in die faszinierende Lebensweise von Seepferdchen ein und gewinnen einen Einblick in Mythen, die sich in fernen Ländern wie Japan oder Brasilien um einige Meeresbewohner ranken.

Wer beim Lesen Lust auf Meer bekommt, findet im Magazin zahlreiche Tipps, wo Familien im Wissenschaftsjahr 2016*17 Meeresforschung in Deutschland hautnah erleben können. Neben der Lektüre vieler spannender und anschaulich illustrierter Beiträge können die jungen Leserinnen und Leser auch selbst aktiv werden. Rätsel und Experimente mit Bastelanleitung wecken den Forschergeist.

„forscher – Das Magazin für Neugierige" wird seit 2011 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung herausgegeben und kostenlos von mehr als 1.000 Partnern vertrieben, darunter das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), Jugendherbergen, Sea Life Centren, Museen, Zoos sowie Natur- und Freizeitparks. Mit einer Auflage von 280.000 zählt es zu den auflagenstärksten Kindermagazinen Deutschlands.

Hier gibt es das Heft:

Als E-Paper im Internet: www.forscher-online.de
Per Post: Publikationsversand der Bundesregierung, Postfach 48 10 09, 18132 Rostock
Per Telefon: 030 18 272 272 1, per Fax: 030 18 10 272 272 1
 
Wissenschaftsjahr 2016*17 – Meere und Ozeane


Die Meeresforschung ist Thema des Wissenschaftsjahres 2016*17. Zu 71 Prozent bedecken Ozeane und Meere unseren Planeten. Sie sind Klimamaschine, Nahrungsquelle, Wirtschaftsraum – und sie bieten für viele Pflanzen und Tiere Platz zum Leben. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler untersuchen die Ozeane seit Jahrhunderten; und doch sind sie noch immer geheimnisvoll und in weiten Teilen unerforscht. Im Wissenschaftsjahr 2016*17 – Meere und Ozeane geht es um die Ergründung der Gewässer, ihren Schutz und eine nachhaltige Nutzung. Die Wissenschaftsjahre sind eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) gemeinsam mit Wissenschaft im Dialog (WiD). Sie tragen als zentrales Instrument der Wissenschaftskommunikation Forschung in die Öffentlichkeit. Das Wissenschaftsjahr 2016*17 wird vom Konsortium Deutsche Meeresforschung (KDM) als fachlichem Partner begleitet.

Freitag, 11. August 2017

Homo Sapiens auf neuen Wegen - Neues Buch von Alexander Binsteiner



Neumarkt/Oberpfalz (internet-zeitung) - Die Menschen der Steinzeit waren keine Stubenhocker. Das steht spätestens seit der Entdeckung des Ötzi fest, der auf einem Alpenpass auf über 3000 Meter Höhe starb. Anatomisch gesehen ist der Mensch ein Langstreckenläufer und muss daher ständig in Bewegung sein.

Der Autor Alexander Binsteiner nimmt in seinem Buch „Homo Sapiens auf neuen Wegen“ mit auf eine spannende Reise durch die Steinzeit. An prominenten Beispielen mangelt es ihm dabei nicht, wenn er die Wanderbewegungen der Steinzeitmenschen nachzeichnet. Die Ursprünge weiträumiger Rohstofftransporte führen ihn zurück bis in die Zeit der Venus von Willendorf vor rund 30.000 Jahren.

Danach verfolgt er die Spuren von Grenzgängern über die Alpenpässe in der Ötzi-Ära ebenso wie die ersten sicher nachweisbaren Handelswege Europas, die über den Böhmerwald bis in das heutige Prag verliefen.

Das Unterwegssein über die Fernwege und Pfade der Steinzeit zeichnet sich in all seinen Projekten ab. Hinter all dem stecken für ihn aber auch die Begegnungen von Menschen mit ihren persönlichen Schicksalen.

Das Sachbuch erscheint am 1.9. 2017 zunächst als EBook zu 8,30 Euro; dann eine Woche später als Paperback zu 10,75 Euro. Umfang 150 Seiten.

Das EBook ist in den EBook-Shops von lokalen Buchhandlungen (ca. 1200 Shops) erhältlich.

Das gedruckte Buch kann beim Bogner-Verlag, Berg/Neumarkt/Oberpfalz, www.bogner-verlag.de bestellt werden.

Der Autor Alexander Binsteiner wurde 1956 in Wasserburg am Inn geboren. Nach einem Grundstudium der Vor- und Frühgeschichte in Mün­chen arbeitete er zunächst als örtlicher Grabungsleiter am Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege. Danach studier­te er Geologie, Paläontologie und Mineralogie in Würzburg. Diese Fächer schloss er mit der Diplomprüfung ab. In den Jahren 1993 bis 1996 arbeitete er unter Konrad Spindler als Chef­geologe im Ötzi-Projekt an der Universität Innsbruck. Heute lebt Alexander Binsteiner als freiberuflicher Geoarchäologe im Böhmischen Hochland an der Grenze zu Österreich.

Donnerstag, 10. August 2017

Wer war der größte Dinosaurier?

















Wiesbaden (internet-zeitung) – „Der größte bekannte Dinosaurier der Welt hat endlich einen Namen: Patagotitan mayorum“. Mit dieser Nachricht überraschten am 10. August 2017 zahlreiche deutschsprachige Tageszeitungen ihre Leser und Leserinnen. Der Rekord-Dinosaurier lebte in der Kreidezeit vor etwa 100 Millionen Jahren im heutigen Patagonien im südlichen Argentinien, war 37 Meter lang und rund 70 Tonnen schwer.

Der zu den Titanosauriern zählende Patagotitan ist nach der Region Patagonien benannt, in der ein Bauer 2013 imposante Skelettreste entdeckt hatte. Es handelt sich um einen pflanzenfressenden Elefantenfuß-Dinosaurier mit kleinem Kopf, langem Hals, elefantenförmigen Beinen und langem peitschenartigem Schwanz. Eine deutsche Zeitung berichtete sogar irrtümlich, Patagotitan sei 122 Meter lang gewesen. Offenbar hatte der bearbeitende Redakteur die Maßangabe 122 Fuß mit 122 Metern verwechselt. In Argentinien ist ein Fuß 28,9 Zentimeter lang, in den USA 30,48 Zentimeter.

Ob Patagotitan mayorum der Ruhm gebührt, der größte bekannte Dinosaurier zu sein, ist nach Ansicht des Wiesbadener Wissenschaftsautors Ernst Probst nicht sicher. In seinem Buch „Dinosaurier von A bis K“ (Grin-Verlag) bezeichnet er den Elefantenfuß-Dinosaurier Argentinosaurus aus der Kreidezeit vor etwa 110 bis 95 Millionen Jahren mit einer Länge von schätzungsweise 40 Metern und einer Schulterhöhe von rund acht bis neun Metern als einen der größten Dinosaurier.

Vom gigantischen Argentinosaurus („Argentinische Echse“) wurden 1988 in der argentinischen Provinz Neuquén einige fossile Knochen entdeckt, anhand deren man die beachtliche Größe dieses Tieres errechnen konnte. Jener Gigant hätte bequem in ein Fenster im dritten oder vierten Stock eines heutigen Hauses schauen können. Das Gewicht dieses langhalsigen und langschwänzigen Kolosses wird auf etwa 80 bis 100 Tonnen geschätzt. Sein massiver Körper wurde von vier säulenförmigen Beinen getragen. Argentinosaurus wurde 1993 durch die argentinischen Paläontologen Rodolfo Coria und José F. Bonaparte erstmals wissenschaftlich beschrieben. Innerhalb der Echsenfüßer-Dinosaurier bzw. Elefantenfuß-Dinosaurier (Sauropoda) rechnet man Argentinosaurus zu den Titanosauriern. Das einzige Tier, das Argentinosaurus gefährlich werden konnte, dürfte der bis zu 13 Meter lange Raub-Dinosaurier Giganotosaurus gewesen sein.

Als größter bekannter Raub-Dinosaurier gilt heute Spinosaurus aegyptiacus („Ägyptische Dornen-Echse“), der in der Kreidezeit vor rund 100 Millionen Jahren in Nordafrika lebte. Laut dem Buch „Dinosaurier von L bis Z“ war die „Dornen-Echse“ etwa 16 bis 18 Meter lang und übertraf damit die Maße des bis zu 13 Meter langen Tyrannosaurus rex (König der Tyrannen-Echsen). 1912 entdeckte der Münchener Paläontologe Ernst Stromer von Reichenbach (1871–1952) in der ägyptischen Bahariyya-Oase neben anderen Dinosauriern auch Reste eines großen Raub-Dinosauriers, den er 1915 erstmals wissenschaftlich beschrieb und Spinosaurus aegyptiacus nannte. Der Gattungsname Spinosaurus besteht aus dem lateinischen Wort spina (Dorn) und dem griechischen Begriff sauros (Echse).

Allein der krokodilartige Schädel von Spinosaurus erreichte eine Länge von ca. 1,75 Metern. Damit war er einer der größten Schädel fleischfressender Dinosaurier. Die Wirbelsäule trug mannshohe, etwa 1,75 Meter lange Dornfortsätze (daher der Gattungsname Dornen-Echse), zwischen denen sich vermutlich ein Hautsegel befand. Spinosaurus jagte vermutlich kleine und mittelgroße pflanzenfressende Dinosaurier sowie große Fische.

Dinosaurier von A bis K

Dinosaurier von L bis Z



Sonntag, 6. August 2017

Zum Tod von Chefredakteur Karl Heinz Hock
















Karl Heinz Hock (1930-2017) - KNA-Bild, Frankfurt am Main


Von Ernst Probst


Nachrufe bekannter Persönlichkeiten haben oft ein Manko: In ihnen werden Verstorbene  häufig als wahre Heilige und Helden gerühmt, obwohl sie teilweise starke charakterliche Mängel besaßen. Ganz anders liegt der Fall beim kürzlich verstorbenen deutschen Publizisten Karl Heinz Hock. Der ehemalige Chefredakteur der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) und zeitweilige stellvertretende Chefredakteur der Allgemeinen Zeitung (Mainz) war nicht nur als Journalist, sondern auch als Vorgesetzter und Mensch in jeder Hinsicht stets ein Vorbild.

Der großgewachsene Hock mit kräftiger Statur strahlte auch in kritischen Momenten immer Ruhe aus. Bei Diskussionen mit widerspenstigen Mitarbeitern beispielsweise blieb er stets fair. Er schoss nicht schnell aus der Hüfte, sondern dachte jeweils erst nach, bevor er etwas mit sonorer Stimme sagte oder mit spitzer Feder schrieb. Wenn man einen guten Christen beschreiben möchte, könnte man dies mit den löblichen Charaktereigenschaften des Katholiken Hock tun.

Hock stammte aus dem Rheingau, wo er am 13. Dezember 1930 in Rüdesheim (Hessen) zur Welt kam. Sein Sternkreiszeichen war Schütze. Diesen Menschen sagt man Optimismus, Weltoffenheit, Fröhlichkeit und Direktheit als positive Eigenschaften nach. Sorglos, angeberisch, taktlos und chaotisch, wie mancher Schütze auch sein soll, war er sicherlich nicht.

Die journalistische Laufbahn von Hock begann im Rheingau. Danach leitete er 27 Jahre lang von 1963 bis 1980 das Büro der Nachrichtenagentur Deutsche Presse-Agentur (DPA) in Mainz. Er wirkte als landespolitischer Korrespondent für Rheinland-Pfalz und kannte viele Persönlichkeiten aus Politik, Kirche, Kultur, Wissenschaft und Wirtschaft. Vier Jahre lang fungierte er als Sprecher der Landespressekonferenz.

Von 1980 bis 1986 war Hock stellvertretender Chefredakteur der Allgemeinen Zeitung (Mainz) im alten und heute nicht mehr existierenden Pressehaus an der Großen Bleiche. Dort residierte er im 3. Stock in einem kleinen Büro zwischen zwei Zimmern der von ihm geleiteten Politikredaktion. In seinem Büro gab es drei Türen, von denen zwei in die angrenzenden Zimmer und eines auf den Flur führte. Luxus war dort ein Fremdwort.

1986 avancierte Hock zum Chefredakteur der Katholischen Nachrichten-Agentur in Bonn. Dieses verantwortungsvolle Amt bekleidete er bis 1996. Während seiner Zeit als KNA-Chefredakteur hatte er den Vorsitz des von Nachrichtenagenturen aus Deutschland (KNA), Österreich (Kathpress) und der Schweiz (Kipa), den Niederlanden (KNP) und Belgien (CIP) getragenen Centrum informationis catholicum (CIC) in Rom inne.


Laut Katholischer Nachrichten-Agentur hatte Hock einen direkten Draht zum Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Karl Lehmann, und zu Bundeskanzler Helmut Kohl. Dies habe dazu beigetragen, dass sich die KNA auf dem westdeutschen Medienmarkt als seriöse Quelle behaupten konnte. Mit dem Aufbau der Ost-Berichterstattung und dem Ausbau des Berliner Büros der KNA habe Hock die Basis für die neue Rolle der Agentur im vereinten Deutschland und seiner veränderten konfessionellen Landschaft gelegt.

Hock wurde wiederholt bescheinigt, den Anliegen der Kirche in der Gesellschaft große Aufmerksamkeit verschafft zu haben. Der damalige Bundeskanzler Helmut Kohl lobte Hock anlässlich seines 65. Geburtstages, daran mitgewirkt zu haben, dass die Stimme der Kirche in unserer pulsierenden Welt Gehör findet.

Nach seinem altersbedingten Ausscheiden als KNA-Chefredakteur Mitte 1996 arbeitete Hock als freier Journalist. Unter anderem verfasste er zahlreiche Titelgeschichten für die Wochenendbeilage Journal der Allgemeinen Zeitung (Mainz).

Für seine Verdienste hat der katholische Publizist Hock hohe Auszeichnungen erhalten. 1986 verlieh man ihm das Bundesverdienstkreuz Erster Klasse. Von der Weltunion der Katholischen Presse (UCIP) wurde er 1996 zum Ehrenmitglied ernannt. Papst Johannes Paul ernannte Hock 1997 für seine Verdienste um die Publizistik zum Ritter des Gregoriusordens.

2001 erschien das Buch „Am liebsten heiter“ von Hock mit Gedanken über Humor‚ Liebe, Schönheit, Treue, Lüge, Arbeit, Einsamkeit, Glück, Geschenke und den Sonntag im Verlag Ernst Probst (Mainz-Kostheim). Verleger war ein ehemaliger Redakteur der Allgemeinen Zeitung (Mainz), der sich immer gern an den verständnisvollen Chef Hock erinnerte. Unverständlicherweise wurde dieses von Lesern und Leserinnen sehr gelobte Werk von den Zeitungen im Rhein-Main-Gebiet, wo Hock seinen Lebensabend verbrachte, totgeschwiegen. Aber die Katholische Nachrichten-Agentur wusste, was sich gehört, und verbreitete eine wohlwollende Rezension, die in vielen Zeitungen zu lesen war.

Hock lebte nach dem zu frühen Tod seiner Ehefrau Hilde allein in seinem Haus in Mainz-Gonsenheim. Am Montag, 31. Juli 2017, ist Hock im Alter von 86 Jahren in Mainz gestorben. Seine Töchter, Söhne und Enkelkinder trauern um ihn. Auf dem Friedhof seines Geburtsortes Rüdesheim fand er die letzte Ruhe.