Montag, 19. Februar 2018

Online-Gestaltung von Trauerkarten

Der Versand von Trauerkarten hat bis heute Tradition. Sie bieten eine sehr gute Möglichkeit, um den Angehörigen eines Verstorbenen das Beileid auszusprechen. Sie können nach der Trauerfeier persönlich übergeben oder auch versendet werden. Wer nicht die Möglichkeit hat, zur Trauerfeier zu gehen, der macht durch eine Trauerkarte deutlich, dass er in Gedanken dennoch bei den Trauernden ist. Seht schön ist es, wenn diese eine persönliche Gestaltung mitbringt. Dies funktioniert gut wenn man bei der Gestaltung selbst aktiv wird.

Die Gestaltung von Trauerkarten als wichtige Trauerarbeit

Es ist immer traurig, wenn ein Mensch geht, der einem nahe gestanden hat oder zu dem man eine Verbindung hat. Die Verarbeitung der entstehenden Trauer kann auf unterschiedlichen Wegen erfolgen. Eine sehr schöne Idee ist es, die persönlichen Gedanken und Wünsche in eine Trauerkarte zu legen. Was möchte ich den Hinterbliebenen mitgeben? Tröstende Worte sind ebenso schwer zu finden, wie ein Motiv, das zu dem Menschen passt, der gehen musste. Sehr schön ist es, wenn man die Trauerkarten online gestalten kann. Hier bleibt viel Raum für die Trauerarbeit und auch für Kreativität und Flexibilität. Aber auch Menschen, die bisher online noch nicht viel aktiv sind oder sich mit der Technik nicht auskennen, können ohne großen Aufwand persönliche Karten erstellen.
Die Anbieter arbeiten mit einer praktischen Technik und führen durch die gesamte Gestaltung. Dies beginnt bereits bei der Auswahl der Karte und dem Motiv und reicht bis hin zur Beschriftung. Hier kann man sich ruhig einen Moment Zeit nehmen.

Motiv und Text finden – die persönliche Note

Sowohl das Motiv als auch der Text bringen eine persönliche Note in die Trauerkarte. Bei der Auswahl über die Gestaltungs-Software ist es daher empfehlenswert, sich die Motive in Ruhe anzusehen und zu entscheiden, was gut passen kann. Teilweise ist es auch möglich, selbst ausgewählte Motive für die Gestaltung der Trauerkarte zu verwenden. So lassen sich beispielsweise Fotos integrieren, die eine Verbindung zum Verstorbenen haben. Auch bei der Auswahl der Texte ist es hilfreich, in sich zu gehen. Es gibt stilvolle und schöne Sprüche, die als letzte Wegbegleiter fungieren. Sehr schön ist es natürlich, wenn sich in der Karte persönliche Worte finden. Diese können über die Gestaltung direkt integriert werden. Eine weitere Möglichkeit ist es, die Worte später selbst noch handschriftlich einzufügen. Gerade die handschriftlichen Akzente sind noch einmal deutlich persönlicher.

Die Trauerkartengestaltung bietet eine Möglichkeit für die Entstehung von hochwertigen Trauerkarten mit einem persönlichen Charakter und einem tiefen Sinn, die den Hinterbliebenen in Erinnerung bleiben.

Arbeit wandelt sich – geht aber nicht aus

Wissenschaftsjahr 2018 – Arbeitswelten der Zukunft ist offiziell eröffnet / 
Wanka: „Der Mensch kann den Wandel der Arbeitswelt gestalten“

Berlin, 19. Februar 2018 – Jetzt richten sich die Blicke auf die Arbeitsplätze von morgen und übermorgen: Bundesforschungsministerin Johanna Wanka hat das Wissenschaftsjahr 2018 – Arbeitswelten der Zukunft eröffnet. Das neue Wissenschaftsjahr bietet viele Gelegenheiten, um sich über die Zukunft der Arbeit auszutauschen, mehr über mögliche Entwicklungen zu erfahren und auch neue Perspektiven zu entdecken. Bildung und Wissenschaft sind auch hier wieder Motoren für neue Entwicklungen und gleichzeitig Anker in einer sich ständig ändernden Welt.

„Wir wollen eine Zukunft, in der der Mensch den Fortschritt beherrscht und lenkt, nicht umgekehrt. Der Mensch kann den Wandel der Arbeitswelt gestalten. Bildung und Forschung sind dafür der Schlüssel“, sagt Wanka. „Es kommt jetzt darauf an, die Menschen für die kommenden Arbeitswelten fit zu machen, indem berufliche Kompetenzen angepasst und ausgebaut werden. Wenn uns das gelingt, ist das Ziel der Vollbeschäftigung in Deutschland machbar.“

Das Wissenschaftsjahr 2018 fördert unter dem Motto „Erleben. Erlernen. Gestalten.“ den Dialog zwischen Zivilgesellschaft, Wissenschaft, Wirtschaft und Politik. Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, an zahlreichen Veranstaltungen und Aktionen rund um die Arbeitswelten der Zukunft teilzunehmen – zum Beispiel an einer Mitsing-Aktion, bei der unter dem Motto „Klingt nach Teamwork“ Kreativität und Kollegialität anstelle musikalischer Fähigkeiten im Vordergrund stehen. Zudem werden die MS Wissenschaft, eine schwimmende Ausstellung zum Wissenschaftsjahr, und der InnoTruck mit Informationen zu den Arbeitswelten der Zukunft auf Deutschlandtour gehen. Es gibt einen Hochschulwettbewerb, in dem junge Forschende aller Fachrichtungen eigene Projekte zu den Arbeitswelten der Zukunft entwickeln können. Das Wissenschaftsjahr 2018 wird allein in der Auftaktwoche in fünf deutschen Städten präsent sein: in Berlin, Hannover, Frankfurt am Main, Dortmund und Bonn.

Henning Kagermann ist Präsident von acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften. Drei Handlungsfelder entscheiden aus seiner Sicht über den Erfolg der Digitalisierung: Agilität, lebenslanges Lernen und eine zukunftsorientierte betriebliche Mitbestimmung. „Wir sollten den Menschen dabei mehr zutrauen und sie als mündige Arbeitskräfte in die Gestaltung ihrer Arbeitswelt einbeziehen.“

Klaus Bengler, Präsident der Gesellschaft für Arbeitswissenschaft (GfA) und Leiter des Lehrstuhles für Ergonomie der Technischen Universität München sagt mit Blick auf die Gestaltung und Bewertung der zukünftigen Interaktion zwischen Menschen und Maschinen: „Innovative Technologien sollen durch ergonomische Gestaltung den Menschen vor allem im Alltag nutzen und Arbeitsprozesse erleichtern. Gerade das kooperative Zusammenwirken gut gestalteter smarter Maschinen und kreativer Menschen kann neue Lebens- und Arbeitsweisen ermöglichen, die ähnliche Horizonte eröffnen wie die Entwicklung vom Telefon zum Smartphone oder der Kutsche zum Automobil.“

Die Vorsitzende des Lenkungsausschusses von Wissenschaft im Dialog (WiD), Antje Boetius, sagt: „Wissenschaftsjahre mit einem Gesellschaftsthema wie der Zukunft der Arbeit zeigen, wie Forschung unseren Alltag betrifft. An Bord des Ausstellungsschiffs MS Wissenschaft werden Besucher in die Zukunft der Arbeit reisen und mit Forschern diskutieren, wie unsere Arbeitswelten aussehen können.“

Qualifizierung und Kompetenzentwicklung sind der Schlüssel, um die Potenziale der Digitalisierung zu heben und faire Zugangschancen für den Arbeitsmarkt der Zukunft zu eröffnen. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert im Programm „Zukunft der Arbeit“ neue Konzepte der Arbeitsgestaltung, um dem Wandel wirkungsvoll zu begegnen und Chancen für Beschäftigte und Unternehmen nutzbar zu machen. Daraus entstehen unter anderem digitale Assistenzsysteme, moderne Lernformate sowie innovative Dokumentationstools für das betriebliche Kompetenzmanagement von morgen. Zudem wurden erfolgreich Präventionsallianzen mit Vertretern der Wirtschaft, Wissenschaft und Sozialpartnern aufgebaut. Somit konnten innovative Maßnahmen zur langfristigen Erhaltung und Stärkung der Kreativität sowie Vitalität der Unternehmen und ihrer Mitarbeiter implementiert werden. Mit der Initiative „Berufsbildung 4.0“ sorgt das BMBF dafür, dass junge Menschen in ihrer Ausbildung sowohl für die Arbeitsplätze von heute und wie auch die Herausforderungen von morgen bestmöglich vorbereitet werden.

Weitere Informationen unter: www.bmbf.de und www.wissenschaftsjahr.de 
Anbei finden Sie die vollständige Pressemitteilung.

Freitag, 16. Februar 2018

Bei Verpackung ist enviropack Spitzenreiter

Effizienz steigern ist das magische Welt vieler Unternehmer. Egal, ob an ein Kleinunternehmen, Mittelständler oder Großkonzern ist, alle haben das Problem, das sie die Effizienz steigern müssen. Gerade beim Verpacken wird einen großen Wert darauf gelegt viel Zeit einzusparen. Keiner möchte sich lange mit diesem Prozess beschäftigen. Kein Wunder, denn das Kerngeschäft ist viel wichtiger.
Aus diesem Grund hat sich auch ein erfahrenes und kompetentes Unternehmen wie enviropack herausgebildet, welches inzwischen zu den führenden Unternehmen für innovative Verpackungen gehört. Mit seinen Effizienz-Analysen, Tests, Beratungen und umfangreichen Angebot, ist das Unternehmen im Bereich Verpackung Spitzenreiter.

Das Unternehmen hat sich seit der Gründung auf die Entwicklung von performanten Klebstoffen für Packbänder, Packband-Systemen, neuen Stretchfolien konzentriert. Die größten Vorteile liegen in der messbaren Effizienzsteigerung. Die gleichbleibend hohe Qualität ermöglicht ein viel besseres Packergebnis. Die Waren kommen auf jeden Fall sicher ans Ziel. Weiterhin wird die Packleistungssteigerung durch einen effizienten Verpackungsprozess gesteigert. Der zeitliche Aufwand kann signifikant reduziert werden.

Nicht zu vernachlässigen ist dabei das enorme Einsparungspotenial in den Kosten. Mit den innovativen Verpackungen von enviropack spart man nicht nur Zeit, sondern auch viel Geld. Und schließlich erwirbt man beim Kauf dieser Verpackungen auch moderne, umweltfreundliche Produkte. Der Anbieter achtet schon bei der Produktion auf einen schonenden Umgang mit der Natur. Das Abfallvolumen kann auf diese Weise enorm reduziert werden.

Das Unternehmen hat sich aus einem kleinen Familienbetrieb zu einem sehr erfolgreichen Unternehmen entwickelt. Eine umfangreiche Produktpalette von innovativen und professionellen Verpackungen und Verpackungsmitteln stehen dem Kunden zur Auswahl. Das Unternehmen wird von einer Dynamik angetrieben, die zu neuen Leistungen führt.

Das Unternehmen berät gerne Unternehmen, die den nächsten Umzug planen oder auf eine Messe gehen wollen. In diesem Fall ist es sehr wichtig die Gegenstände für den Firmenstand richtig zu verpacken. Schließlich sollen die Gegenstände auch unversehrt am Ausstellungsort ankommen.
Das Unternehmen legt einen großen Wert auf Sicherheit. Wer mit enviropack zusammenarbeitet, überlässt nichts dem Zufall. Egal welche Gegenstände man an den Zielort verschicken will, die Gegenstände werden unversehrt ankommen. Kein Wunder, denn die professionellen und hochwertigen Verpackungsgegenstände nehmen jedem Unternehmen sehr viel Arbeit ab. Das Verpacken der Gegenstände wird zu einem überschaubaren und angenehmen Prozess.

Schaut man in den Onlineshop, so stößt man auf bedrucktes Klebeband, Packband Besteller, Handabroller, Faltkartons, Cuttermesser und vieles mehr. Das Angebot von enviropack ist wirklich umfangreich und man sollte ein bisschen Zeit mitbringen sich hier in Ruhe umzusehen. Eines ist sicher. Mit den Verpackungsgegenständen von enviropack wird nichts mehr auseinanderreißen. Es wird keine Frustrationen mehr geben. Viele Kunden bestätigen das und daher ist es kein Wunder, dass sich der Online Shop zur Nummer eins für Verpackungen entwickelt hat.

Die Bestellprozesse werden schnell und effizient abgewickelt. Fachkundige Mitarbeiter beraten mit ihrem umfangreichen Wissen die Kunden. Weiterhin besteht ein 14-tätiges Rückgaberecht. Das Unternehmen berät auch vor Ort und schult Mitarbeiter im richtigen Umgang mit dem Verpacken. Schließlich ist das Unternehmen auch DIN-ISO-zertifiziert. Ein weltweites Team von Experten treibt die Innovationen an und liefert exzellente Leistungen in Umweltschutz und sozialer Verantwortung.
Es lohnt sich auf jeden Fall einen Blick auf den www.enviropack.de werfen.

Donnerstag, 15. Februar 2018

Kombination aus Überwärmung von Tumoren und Chemotherapie verbessert Behandlungserfolg bei Patienten mit Weichteilsarkomen

Neuartiges MRT-Tiefenhyperthermie-Hybridsystem ermöglicht eine nicht-invasive Temperaturmessung bei der Therapie

Die regionale Überwärmung von Tumoren im Temperaturbereich von 40°- 43° Celsius in Kombination mit einer prä- und postoperativen Chemotherapie verbessert im Vergleich zur alleinigen Chemotherapie das Langzeitüberleben von Patienten mit bösartigen Weichgewebstumoren (Weichteilsarkome). Die am heutigen Tag veröffentlichten Ergebnisse in der renommierten Fachzeitschrift Jama Oncology zeigen weltweit erstmals innerhalb einer randomisierten Studie einen eindeutigen Behandlungsvorteil durch Hinzunahme der regionalen Hyperthermie zur Chemotherapie. Die neuartige Therapiekombination führte zu einer Verkleinerung der Tumoren und Verbesserung der operativen Ergebnisse. Der signifikante Überlebensvorteil der Patienten wurde durch die längerfristige Tumorkontrolle am Ort der Überwärmung bestätigt.

Die Ergebnisse wurden an 329 auswertbaren Patienten mit lokal-fortgeschrittenen, bösartigen Weichteilsarkomen in Ergänzung zur bestmöglichen Operation und Bestrahlung erreicht. Unter der Leitung von Prof. Rolf Issels wurde die Studie an der Ludwig-Maximilians-Universität 1997 initiiert und mit Beteiligung mehrerer universitärer Hyperthermie-Zentren im Rahmen der EORTC (European Organization for Research and Treatment of Cancer) sowie der ESHO (European Society of Hyperthermic Oncology) durchgeführt. Die Ergebnisse eröffnen den Patienten mit Hochrisiko-Weichteilsarkomen nach Einschätzung von Prof. Lars Lindner, Koordinator des Zentrums für Knochen und Weichteiltumoren (SarKUM) und Leiter der Hyperthermie am Klinikum der Universität München, einen neuen Behandlungsweg. In wieweit dieser Therapieansatz auch die Behandlungsergebnisse bei anderen bösartigen Erkrankungen verbessern kann, ist offen. In Kooperation mit verschiedenen Fachbereichen wird derzeit multizentrisch in Deutschland und Polen die vergleichende Therapie-Studie HEAT bei Bauchspeicheldrüsenkrebs durchgeführt. Unmittelbar nach operativer Entfernung des Tumors wird eine Chemotherapie mit Zusatz der regionalen Hyperthermie im Vergleich zum derzeitigen Standard überprüft, um die bisher eingeschränkten Möglichkeiten einer Heilung zu verbessern.

Nach erfolgreicher Antragsstellung bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft und nach über zweijähriger Entwicklungs- und Bauphase geht in diesem Frühjahr das weltweit erste voll digitale Magnetresonanztomographiegerät (MRT) in Kombination mit einem neu entwickelten Tiefenhyperthermie-System am Klinikum der Universität München in Betrieb. Bisher erfolgt die Temperaturmessung während der Behandlung über Temperatursensoren, die entweder in den Tumor oder in natürliche Körperhöhlen in der Nähe des Tumors eingeführt werden. „Über die simultane Messung von temperaturempfindlichen MRT-Signalen erhoffen wir uns zukünftig eine möglichst genaue und nicht-invasive Erfassung der Temperatur im gesamten Tumorvolumen während der Behandlung“, erklärt Dr. Bassim Aklan, der als Medizinphysiker das Gerät betreuen wird. Da gezeigt wurde, dass die Behandlungsergebnisse mit der im Tumor erzielten Temperatur korrelieren, wäre durch das neuartige Hybridsystem mit exakter Temperaturkontrolle eine weitere Verbesserung der Behandlungsergebnisse möglich. Durch eine möglichst große Öffnung des MRT-Tunnels, einen aufklappbaren Hyperthermieapplikator sowie eine Videopräsentation am Kopfende des Patienten erhoffen sich die Kliniker zudem einen verbesserten Patientenkomfort.

Die fokussierte Erwärmung von Tumoren ermöglicht zudem den gezielten Transport von Wirkstoffen über wärmeempfindliche Nanopartikel. Diese zirkulieren nach deren Verabreichung solange in der Blutbahn, bis sie das erwärmte Tumorgewebe erreichen und dort schlagartig ihren Wirkstoff freisetzen. „Mit Hilfe dieser Technologie ist es möglich, eine bis zu 15-fach höhere Wirkstoffkonzentration im Tumorgewebe zu erreichen, ohne dabei Nebenwirkungen auf den Körper zu erhöhen. So konnten in Zusammenarbeit mit der Tierklinik der LMU bereits Katzen, die an einem Weichteilsarkom erkrankt waren, erfolgreich behandelt werden“, erklärt Prof. Lindner. Mit Hilfe eines BMBF Förderprojekts soll diese Entwicklung nun in die klinische Erprobung gehen und helfen, die Ergebnisse für Patienten mit Weichteilsarkomen weiter zu verbessern.

Das aktuelle Interesse der Onkologie gilt neben einer Verbesserung der Standardtherapien der Immunonkologie. Durch eine neuartige medikamentöse Aufhebung blockierender Faktoren des Immunsystems konnte bei einigen Krebsarten das Überleben von den betroffenen Patienten verbessert werden. Die in Jama Oncology publizierten Ergebnisse bei Weichteilsarkomen legen nach Meinung der Autoren die Vermutung nahe, dass die regionale Hyperthermie mit Verbesserung des Überlebens auch immunologische Effekte bewirken kann. Offensichtlich führt die regionale Überwärmung am Ort des Tumors zu einer Art akuten Entzündung, die für das Immunsystem des Patienten ein Alarmsignal bedeutet und positive Reaktionen auslöst. Der neue Direktor der Medizinischen Klinik III und Experte im Bereich der Immunonkologie, Prof. von Bergwelt, sieht hier einen Schwerpunkt für künftige klinische Forschungen und Studien an seiner Klinik.

Dienstag, 13. Februar 2018

Auf den Spuren von antiken Töpfern

WWU-Archäologe untersucht Fingerabdrücke auf spätrömischer Keramik

Fingerspuren auf Öllampen und Terrakotten zeigten Forschern nun erstmals, wie Töpfer in einer spätantiken Keramikwerkstatt vor rund 1700 Jahren gearbeitet haben. Prof. Dr. Achim Lichtenberger, Leiter des Instituts für Klassische Archäologie und Christliche Archäologie der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU), untersuchte Fingerabdrücke auf der Innenseite von tönernen Werkstoffabfällen in Beit Nattif im heutigen Israel. Der Archäologe kooperierte dabei mit der US-amerikanischen forensischen Anthropologin Prof. Kimberlee S. Moran von der Rutgers University-Camden. Die Studie ist aktuell in dem englischsprachigen Fachmagazin "Antiquity" erschienen.

Die Töpfer pressten für die Fertigung der keramischen Produkte Ton in Formen, wobei immer wieder plastische Fingerabdrücke im Ton erhalten blieben. Achim Lichtenberger und seine Kollegin erkannten identische Abdrücke auf unterschiedlichen Objekten und fanden so heraus, dass eine Person sowohl Öllampen als auch figürliche Terrakottastatuetten fertigte – bisher ließ sich das in dieser Eindeutigkeit nicht nachweisen. Die Fingerspuren waren zudem oft an einer spezifischen Stelle der Lampe oder der Terrakotte zu finden und veranschaulichen so die Handbewegungen des Handwerkers. "Er verteilte Ton offensichtlich immer auf dieselbe Weise in die Form. Man erkennt daran, dass der Handwerker sehr routiniert arbeitete", erklärt Achim Lichtenberger. Einer der Arbeiter entwickelte offensichtlich sogar einen neuen Öllampen-Typus mit einem charakteristischen Dekor, indem er zwei bestehende Typen vereinte. "Dieser Typus ist sehr selten. Es gibt nur ein bekanntes Exemplar dieser Art", sagt der münstersche Archäologe. "Die Arbeit zeigt den Versuch, Formen weiterzuentwickeln – und das endete manchmal auch in einer Sackgasse."

Die beiden Wissenschaftler widmeten sich rund 700 Objekten, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts in zwei Zisternen gefunden worden waren. Das Material stammte aus einer Werkstatt, die vermutlich um 300 nach Christus in Betrieb war. Das Besondere an der Studie war zum einen die einzigartige Chance, Gegenstände zu untersuchen, die in einem engen Zeitraum von einer überschaubaren Zahl von Arbeitern gefertigt wurden. Zum anderen ermöglichte die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Archäologie und Forensik eine umfangreiche Untersuchung. Während Achim Lichtenberger die Fragmente klassifizierte und interpretierte, analysierte und fotografierte seine Kollegin aus der Forensik die Objekte mit Streiflicht und bestimmte das charakteristische Profil der Fingerabdrücke, die während des Brennens auf der Tonoberfläche konserviert worden waren.

In einer zweiten Untersuchungsstufe soll ab Frühjahr eine Spezial-Software zum Einsatz kommen, um die Fingerspuren zusätzlich EDV-gestützt zu analysieren. Achim Lichtenberger veröffentlichte 2016 bereits ein Buch über die Werkstatt in Beit Nattif. Damals bestimmte er zum Beispiel die Typologie und den Stil der Terrakotten.

Originalpublikation:
Achim Lichtenberger and Kimberlee S. Moran: Ancient fingerprints from Beit Nattif: studying Late Roman clay impressions on oil lamps and figurines; Antiquity; Volume 92, Issue 361, Published online 9 Feb 2018, DOI: 10.15184/aqy.2018.2.

Montag, 12. Februar 2018

Antibiotika richtig einnehmen

Frankfurt am Main (landesapothekerkammer-hessen) – Antibiotika gelten bei vielen Patienten als Wunderwaffe. Der Wirkstoff hilft bei Infektionen, die von Bakterien ausgelöst werden. Betroffene, die zum Beispiel unter einer entzündeten Blase oder einer Atemwegserkrankung leiden, sollten zunächst vom Arzt feststellen lassen, ob überhaupt bakterielle Krankheitserreger im Spiel sind. Wer Antibiotika zum Beispiel gegen eine durch Viren hervorgerufene Erkältung einnimmt, tut nichts für seine Genesung. Im Gegenteil: Eine häufige und unsachgemäße Anwendung von Antibiotika führt zu gefährlichen Resistenzen, weiß Ursula Funke, Präsidentin der Landesapothekerkammer Hessen. Grundsätzlich sollten immer die Einnahmehinweise befolgt werden, damit das verschriebene Antibiotikum seine Wirkung richtig entfalten kann.

Antibiotikaresistenz: So entsteht sie, das ist die Folge
Ein Antibiotikum muss bakterielle Krankheitserreger schnell und stark bekämpfen. Für den Heilungsprozess ist es daher entscheidend, das Präparat so einzunehmen wie vom Arzt verordnet. Die Landesapothekerkammer Hessen rät dazu, sich die vorgegebene Dosierung in der Apotheke vor Ort genau erklären und zusätzlich auf der Packung notieren zu lassen - und die Einnahmevorgabe unbedingt einzuhalten. Nur so wird eine ausreichend hohe Konzentration des Arzneistoffs erreicht. Wird das Antibiotikum unsachgemäß angewendet, kann das weitreichende Konsequenzen haben. Die Bakterien bilden Mechanismen, um das Antibiotikum abzuwehren, werden in der Folge immun und können nicht mehr bekämpft werden: Eine Resistenz entsteht. Betroffene sollten hellhörig werden, wenn die verordnete Arznei nicht anschlägt oder der Infekt wiederkommt. Durch ein sogenanntes Antibiogramm kann der Arzt testen, ob eine Resistenz vorliegt und ob oder auf welche andere Wirkstoffgruppe ausgewichen werden kann.
Soviel wie nötig, so wenig wie möglich
Ob zu niedrig oder zu hoch dosiert: Beides kann für den Patienten Konsequenzen haben. Wer zu häufig zu Antibiotika greift, läuft Gefahr, dass der Arzneistoff Bakterien nichts mehr anhaben kann und der Arzt immer weniger Therapiemöglichkeiten hat. Setzt der Patient das Medikament eigenmächtig zu früh ab, riskiert er durch den zu niedrig dosierten Wirkstoffspiegel, dass die verbliebenen Keime resistent werden oder dass die nicht abgetöteten Keime eine neue Infektion auslösen. Kompetente Unterstützung und Beratung sollten sich Patienten in der Apotheke vor Ort holen. Der Apotheker erläutert die Einnahmehinweise, weist auf eventuelle Unverträglichkeiten mit Nahrungsmitteln oder Multivitamin- und Mineralstoffpräparaten hin, räumt mögliche Bedenken aus, berät zu zusätzlichen Medikamenten gegen Fieber oder Schmerzen – und begleitet so den Patienten zuverlässig auf seinem Genesungsweg.
Der Landesapothekerkammer Hessen gehören rund 5.950 Apothekerinnen und Apotheker an. Der Heilberuf des Apothekers unterliegt einem gesetzlichen Auftrag. Zu den Aufgaben der Landesapothekerkammer gehören die Förderung der Fort- und Weiterbildung und die Überwachung der Einhaltung der Berufspflichten durch ihre Mitglieder. Die Landesapothekerkammer stellt ebenso eine flächendeckende Versorgung der Bevölkerung in ganz Hessen mit Medikamenten sicher.

Vorurteile gegen Kortison in der Selbstmedikation sind unbegründet


Hannover (apothekerkammer-niedersachsen) – Allein der Begriff Kortison ruft bei vielen Patienten Unbehagen oder sogar Angst hervor. Noch immer halten sich hartnäckig Vorurteile gegen den entzündungshemmenden und immunsuppressiven Wirkstoff. Im Gegensatz zu modernen Therapien wurde Kortison früher jedoch oft zu hoch dosiert und zu lange angewendet. Nebenwirkungen wie das Vollmondgesicht waren die Folge. Dabei ist Kortison „Goldstandard“ und kann in der Selbstmedikation als Salbe oder Creme bei entzündlichen Hauterkrankungen wie Neurodermitis oder allergisch bedingten Reaktionen eingesetzt werden, erklärt die Apothekerkammer Niedersachsen. Auch Heuschnupfen-Patienten können die Symptome mit kortisonhaltigen Nasensprays selbst erfolgreich lindern.
Körpereigenes Hormon ist gut verträglich
Kortison ist ein körpereigenes Hormon, das viele Funktionen im Körper steuert und wichtig für die Immunfunktion ist. Bei richtiger Anwendung und in der passenden Dosierung sind verschreibungsfreie kortisonhaltige Salben, Cremes oder Nasensprays aus der Apotheke sehr gut verträglich. Da der Wirkstoff in der Selbstmedikation praktisch nur äußerlich angewendet wird, kann er gar nicht oder in nur geringen Mengen in den Blutkreislauf gelangen.
Kortisonhaltiges Nasenspray bei Heuschnupfen
Nasensprays, die Kortison enthalten, wirken lokal entzündungshemmend und antiallergisch. Deshalb können sie Heuschnupfensymptome lindern. Diese Nasensprays dürfen im Rahmen der Selbstmedikation nur nach vorheriger Diagnose durch einen Arzt angewendet werden. Damit der Sprühstoß auf der Nasenschleimhaut effektiv wirkt, am besten das Spray mit der rechten Hand in das linke Nasenloch und in das rechte Nasenloch mit der linken Hand einsprühen.
Cremes & Co. bringen Linderung von außen
Bei leichten bis mäßig stark ausgeprägten entzündlichen, allergischen, juckenden oder geschwollenen Hauterkrankungen können kortisonhaltige Cremes und Salben eingesetzt werden. Die betroffene Hautfläche sollte in der Selbstmedikation jedoch nicht mehr als ein Zehntel der Körperoberfläche ausmachen. Das entspricht etwa der Fläche eines Arms oder Unterschenkels. Die Zubereitung wird ein- bis zweimal täglich aufgetragen. Der Anwendungszeitraum sollte bei einem 0,25-prozentigen Dermatikum vier Wochen, bei einer höher konzentrierten Zubereitung von 0,5% zwei Wochen nicht überschreiten. Darüber hinaus ist es unbedingt empfehlenswert, sich in der Apotheke die verschiedenen Produkte erklären zu lassen.
Kortison-Therapie unterstützen
Bei mit Kortison behandelten Insektenstichen und leicht juckenden Hauterkrankungen sollten Betroffene zusätzlich vermeiden zu kratzen. Durch Kratzen kann sich die Hautstelle öffnen, Viren, Bakterien und Co. können leichter einzudringen und eine Entzündung verursachen. Im Falle einer Allergie sollten Allergieauslöser unbedingt gemieden werden.
Lieber nicht
Kortisonhaltige Zubereitungen dürfen nicht immer angewendet werden. Das gilt zum Beispiel bei offenen oder infektiösen Wunden, Pilzbefall und Akne. Bei Kindern unter sechs Jahren darf eine Therapie mit kortisonhaltigen Zubereitungen nur wie vom Arzt verordnet durchgeführt werden. Sind Betroffene nicht sicher, ob ein Präparat mit Kortison für die Selbstbehandlung geeignet ist, sollte ein ausführliches Beratungsgespräch in der Apotheke geführt werden.

Der Apothekerkammer Niedersachsen gehören rund 7.000 Mitglieder an. Der Apotheker ist ein fachlich unabhängiger Heilberufler. Der Gesetzgeber hat den selbstständigen Apothekern die sichere und flächendeckende Versorgung der Bevölkerung mit Arzneimitteln übertragen. Der Beruf erfordert ein vierjähriges Pharmaziestudium an einer Universität und ein praktisches Jahr. Dabei erwirbt der Studierende Kenntnisse in pharmazeutischer Chemie und Biologie, Technologie, Pharmakologie, Toxikologie und Klinische Pharmazie. Nach dem Staatsexamen erhält er eine Approbation. Nur mit dieser staatlichen Zulassung kann er eine öffentliche Apotheke führen. Als Spezialist für Gesundheit und Prävention berät der Apotheker seriös und unabhängig. Er begleitet den Patienten fachlich, unterstützt ihn menschlich und hilft ihm so, seine Therapie im Alltag umzusetzen.

Montag, 5. Februar 2018

Optogenetiker erhält Otto-Warburg-Medaille 2018

GBM und Elsevier/BBA ehren Prof. Dr. Peter Hegemann für seine Forschung auf dem Gebiet der lichtinduzierten Ionenkanäle

Frankfurt a. M., 05. Februar 2018 – Die Gesellschaft für Biochemie und Molekularbiologie (GBM) sowie ihre Kooperationspartner Elsevier und Biochimica et Biophysica Acta (BBA), würdigen in diesem Jahr Prof. Dr. Peter Hegemann von der Humboldt-Universität mit der Otto-Warburg-Medaille. Er wird mit dem Preis für seine Forschung auf dem Gebiet der lichtinduzierten Ionenkanäle ausgezeichnet.

Der renommierte Professor für Experimentelle Biophysik gilt als Mitbegründer der Optogenetik, die aktuell in den Lebens- und Neurowissenschaften als eines der dynamischsten Forschungsfelder angesehen wird. Für seine richtungsweisenden Erkenntnisse erhält der Wissenschaftler die Otto-Warburg-Medaille 2018 und ein Preisgeld in Höhe von 25.000 Euro, das für weitere Forschungsprojekte bestimmt ist. Die feierliche Preisverleihung findet am 23. März im Rahmen des 69. Mosbacher Kolloquiums in Mosbach statt. Prof. Hegemann wird die Medaille persönlich entgegennehmen.

Die GBM und Elsevier ehren seit 2012 gemeinsam herausragende wissenschaftliche Leistungen in der biochemischen und molekularbiologischen Grundlagenforschung. Die Otto-Warburg-Medaille gilt als höchste deutsche Auszeichnung in diesem Bereich. Unter den bisherigen Preisträgern sind führende internationale Wissenschaftler wie Prof. Emmanuelle Charpentier und Prof. Stefan Jentsch, der die Medaille im vergangenen Jahr erstmals posthum erhalten hat.

Weitere Informationen zur Auszeichnung finden Sie unter: www.otto-warburg-medaille.org

Sonntag, 4. Februar 2018

Bicoin-Blase als Finanzwort des Jahres gewählt

Interview mit Dr. Hansjörg Leichsenring,
Herausgeber des Bank-Blogs https://www.der-bank-blog.de

Dr. Leichsenring ist Experte rund ums Banking und damit in Verbindung stehende Themen wie Digitalisierung, Innovation, Change Management oder Marketing. Seit 2010 gibt er das Internetmagazin „Der Bank Blog“ heraus und berichtet dort täglich über Aktuelles und Grundsätzliches rund um Banken und Finanzdienstleister.
Vor kurzem hat er seine Leser zur Wahl für das „Finanzwort des Jahres“ ausgerufen.

Frage: Wie kamen Sie auf die Idee zum „Finanzwort des Jahres“?
Antwort: Seit vielen Jahren wählt die Gesellschaft für deutsche Sprache ein „Wort des Jahres“. Auch ein „Unwort des Jahres“ gibt es. Da war es an der Zeit auch ein „Finanzwort des Jahres“ zu finden. Wir wollten einen Begriff finden, der die Finanzbranche im abgelaufenen Jahr besonders geprägt hat und nachhaltig in Erinnerung bleiben wird. Das „Finanzwort des Jahres“ sollte die Diskussion in der Finanzwelt besonders bestimmt haben.

Frage: Wie kam die Wahl zustande?
Antwort: Nach einem Aufruf im „Bank Blog“ erhielten wir über 180 Vorschläge mit mehr als 50 Begriffen. Eine vierköpfige Jury hat daraus dann das „Finanzwort des Jahres“ gewählt. Auswahlkriterien waren nicht Häufigkeit der Nennungen, sondern u.a. Relevanz, Signifikanz und Bedeutung für die Finanzbranche.

Frage: Verraten Sie uns, welches Wort die Wahl gewonnen hat?
Antwort: Unsere Wahl ist auf den Begriff „Bitcoin-Blase“ gefallen. Wie kein anderer Trend hat der Bitcoin in 2017 für Aufmerksamkeit in der Finanzszene gesorgt. Was vor wenigen Jahren nur für Nerds ein Begriff war, hat zwischenzeitlich die breite Öffentlichkeit erreicht. Die Entscheidung der Jury für den Begriff „Bitcoin-Blase“ hat sich am Kursverlauf orientiert: Erst der Trend, dann der Hype und schließlich die Bitcoin-Blase.
Als weitere wichtige Begriffe des Finanzjahrs 2017 haben wir Blockchain, Filialsterben, FinTech-Hype und PSD2 identifiziert. Mehr Informationen finden Sie im Bank Blog unter https://www.der-bank-blog.de/das-finanzwort-jahres2017/trends/32003/ oder unter https://finanzwort-des-jahres.de/

Freitag, 2. Februar 2018

Archäologin erforscht am RGZM griechische Koloniestadt Kasmenai/Monte Casale auf Sizilien

Mainz/Sizilien. Zum 1. Februar 2018 startet am Römisch-Germanischen Zentralmuseum (RGZM) ein neues Forschungsprojekt zur griechischen Koloniestadt Kasmenai/Monte Casale auf Sizilien. Gefördert von der Fritz Thyssen Stiftung, wird sich die Archäologin Dr. Azzurra Scarci den im 20. Jahrhundert entdeckten Metallfunden widmen. Das Projekt soll wichtige Erkenntnisse zum Kulturaustausch zwischen griechischen Kolonisten und der einheimischen Bevölkerung in archaischer Zeit (7./6. Jh. v. Chr.) liefern.


Der Fundkomplex, der im Museo Archeologico Regionale Paolo Orsi in Syrakus aufbewahrt wird, besteht aus einer großen Anzahl eiserner Angriffswaffen, die in dieser Menge bislang an keinem anderen westgriechischen Fundplatz Unteritaliens und Siziliens nachgewiesen wurde. Sie kamen bei den Ausgrabungen von Paolo Orsi zwischen 1922 und 1931 sowie durch Giuseppe Voza 1967 im Bereich des so genannten Arestempels im Westen des Stadtgebiets zutage. Die Analyse dieser Metallfunde wird wichtige Erkenntnisse liefern, inwieweit sich darin griechische oder einheimische Elemente wiederspiegeln und damit erlauben, den militärischen Vorposten der Griechen auf dem Monte Casale und seine Interaktion mit der indigenen Bevölkerung in einem neuen Licht zu sehen.

Das neue Projekt ist am RGZM in das Forschungsfeld »Kulturkontakte« eingebettet. „Wir versprechen uns von den Forschungen auf Sizilien nicht nur wichtige neue Erkenntnisse zur ‚Bergfestung‘ auf dem bis zu 830m hohen Monte Casale, sondern erhoffen darüber hinaus auch Erkenntnisse zur Interaktion zwischen Griechen und Indigenen auf Sizilien in archaischer Zeit“, erläutern PD Dr. Holger Baitinger und Dr. Jörg Drauschke, die Sprecher des Forschungsfeldes. „Die Interaktion zwischen Einzelpersonen, Gruppen und Gesellschaften bildet ein wichtiges Thema in unserer Forschergruppe.“

Die griechische Kolonie Kasmenai wurde 643 v. Chr im Südosten der Insel Sizilien, nahe Syrakus, gegründet. Sie befand sich in einer strategisch bedeutenden Position auf dem Monte Casale in einer Kontaktzone zur indigenen Bevölkerung Siziliens, den Sikulern.

RGZM-Archäologie: Forschungsfeld »Kulturkontakte«

Kulturkontakte prägen in starkem Maße die moderne Welt und unseren Alltag, hatten auf vor- und frühgeschichtliche Gruppen und Gesellschaften tiefgreifende und oftmals nachhaltige Auswirkungen. Die Untersuchung kultureller Kontakte bildet eine wichtige Basis, um Prozesse und Entwicklungen in unserer heutigen Gesellschaft besser verstehen zu können und bietet damit wertvolles Orientierungswissen. Ihre Erforschung innerhalb des Forschungsfelds erleichtert es den Wissenschaftlern des RGZM deshalb, heutige Entwicklungen und Verhaltensweisen besser zu begreifen.

Website des Forschungsfeldes »Kulturkontakte«

Mittwoch, 31. Januar 2018

Atemwegserkrankungen: Worauf bei der Anwendung von Inhalatoren zu achten ist

Hannover (apothekerkammer-niedersachsen) – Mit Hilfe eines Inhalators werden Atemwegserkrankungen wie Asthma, Bronchitis oder COPD behandelt. Doch die verschiedenen Inhalationssysteme, die von den Patienten bedient werden müssen, unterscheiden sich deutlich in ihrer Handhabung. 79 Prozent der Patienten machen mindestens einen Fehler beim Inhalieren. Durch eine einmalige Beratung in der Apotheke konnte diese Quote auf 28 Prozent gesenkt werden. Worauf bei der Anwendung von Inhalatoren zu achten ist, erklärt die Apothekerkammer Niedersachsen.

Medikation wirkt nur lokal
Inhalationssysteme werden dazu verwendet, Aerosole oder pulverförmige Medikamente fein zu verteilen. Da die Arznei aber nur dort richtig wirken kann, wo sie auch tatsächlich ankommt, muss sie tief in die Bronchien eindringen, um sich dort ablagern können. Dabei ist auch die Größe der Partikel entscheidend. Sind diese zu groß, gelangen sie nicht bis in die Bronchien. Zu kleine Partikel erreichen zwar die Lunge, werden allerdings wieder ausgeatmet. Um möglichst tief einatmen zu können, sollte der Körper bei der Inhalation aufgerichtet, der Kopf nach vorne gebeugt und leicht in den Nacken gelegt sein. Es ist außerdem empfehlenswert, bei der Anwendung leicht auf das Mundstück zu beißen, sodass der Sprühstoß nicht von den Zähnen behindert wird, sondern komplett in die Mundhöhle gelangt.
Verschiedene Inhalationssysteme
Bei der Anwendung der unterschiedlichen Systeme gibt es Einiges zu beachten. So liegt das Medikament bei Dosieraerosolen zwar meist gelöst vor, es gibt jedoch Präparate, die vor der Anwendung geschüttelt werden müssen. Apotheker raten daher dazu, vorsorglich alle Dosieraerosole vor Gebrauch zu schütteln. Der Inhalt von Pulverinhalatoren setzt sich dagegen aus einem feinen Pulver zusammen. Dies macht die Arznei sehr feuchtigkeitsempfindlich. Aufgrund der hohen Luftfeuchtigkeit sollten diese Inhalatoren daher nicht im Badezimmer aufbewahrt werden. Das Pulver könnte verkleben oder schon im Gerät an der Oberfläche haften bleiben. Elektrische Inhalationsgeräte sollten übrigens nicht mit spitzen Gegenständen wie einer Nadel gesäubert werden, rät die Apothekerkammer Niedersachsen. Auch Spülmittel und die Spülmaschine sind für die Reinigung ungeeignet. Es besteht die Gefahr, dass sich eine unsachgemäße Säuberung negativ auf die Größe der freigesetzten Partikel und somit die Funktion des Inhalators auswirkt.
Nicht jeder Inhalator geeignet
Welches Gerät der Patient verordnet bekommt, entscheidet der behandelnde Arzt. Diese Entscheidung hängt unter anderem davon ab, inwieweit der Patient motorisch und koordinativ in der Lage ist, das jeweilige System zu bedienen. Zudem ist nicht jedes Gerät für jede Patientengruppe geeignet: Um etwa einen Pulverinhalator verwenden zu können, muss der Patient kräftig genug einatmen können, um erfolgreich zu inhalieren. Dies schließt beispielsweise Kinder, Asthmatiker im Anfall sowie Patienten mit eingeschränkter Lungenfunktion oder COPD aus. Wer Schwierigkeiten hat, das Dosieraerosol auszulösen, kann auf Hilfsmittel wie zum Beispiel einen Spacer zurückgreifen. Dieser fängt den Sprühstoß in einem Reservoir auf. Anschließend kann der Patient die Aerosolwolke ganz einfach einatmen. Um Fehlerquellen bereits im Vorfeld auszuschließen, sollten Betroffene ihren Inhalator im Beisein eines Apothekers ausprobieren. Dieser kann dann feststellen, ob eine Inhalierhilfe nötig ist, die dem Patienten die Handhabung des Gerätes erleichtert. Die Kosten eines Inhalationsgerätes übernehmen in der Regel die Krankenkassen. Da elektrische Inhaliergeräte sowie Spacer als sogenannte Hilfsmittel eingestuft werden, kann vor der Abgabe eine Genehmigung erforderlich sein.
Der Apothekerkammer Niedersachsen gehören rund 7.000 Mitglieder an. Der Apotheker ist ein fachlich unabhängiger Heilberufler. Der Gesetzgeber hat den selbstständigen Apothekern die sichere und flächendeckende Versorgung der Bevölkerung mit Arzneimitteln übertragen. Der Beruf erfordert ein vierjähriges Pharmaziestudium an einer Universität und ein praktisches Jahr. Dabei erwirbt der Studierende Kenntnisse in pharmazeutischer Chemie und Biologie, Technologie, Pharmakologie, Toxikologie und Klinische Pharmazie. Nach dem Staatsexamen erhält er eine Approbation. Nur mit dieser staatlichen Zulassung kann er eine öffentliche Apotheke führen. Als Spezialist für Gesundheit und Prävention berät der Apotheker seriös und unabhängig. Er begleitet den Patienten fachlich, unterstützt ihn menschlich und hilft ihm so, seine Therapie im Alltag umzusetzen.

Online-Petition wegen Citybahn in Wiesbaden

Wiesbaden  (internet-zeitung) - Die Bürgerinitiative Mitbestimmung Citybahn hat unter der Adresse https://www.openpetition.de/petition/online/ermoeglichen-eines-buergerentscheids-ueber-die-citybahn-in-wiesbaden eine Online-Petition gestartet. Darin appelliert sie an die Stadtverordnetenversammlung, im Wege eines Vertreterbegehrens einen Bürgerentscheid zu ermöglichen, bei welchem die Wahlberechtigten in Wiesbaden über das Projekt „CityBahn“ mit Ja oder Nein abstimmen können.

Donnerstag, 11. Januar 2018

Zuzahlungsbefreiung jetzt für das neue Kalenderjahr beantragen oder Quittungen sammeln

Frankfurt am Main (landesapothekerkammer-hessen) – Damit Patienten, die dauerhaft verschreibungspflichtige Arzneimittel benötigen, nicht übermäßig finanziell belastet werden, gilt eine Höchst- bzw. Belastungsgrenzebis zu der die Rezeptgebühr geleistet werden muss. Übersteigt der Eigenanteil diese Grenzen, können sich Betroffene unter bestimmten Voraussetzungen für das laufende Kalenderjahr bei ihrer Krankenkasse von den Zuzahlungen befreien lassen. Solange die Krankenkasse dem Antrag noch nicht zugestimmt hat, muss der Patient die Zuzahlung jedoch leisten, erläutert Ursula Funke, Präsidentin der Landesapothekerkammer Hessen. Wird dem Antrag dann stattgegeben, können geleistete Zuzahlungen, die zum Befreiungszeitpunkt bereits über der Belastungsgrenze lagen, von der Krankenkasse rückwirkend erstattet werden. Für Patienten, die regelmäßig Zuzahlungen über der Belastungsgrenze leisten müssen, ist es auch möglich, den entsprechenden Betrag im Voraus der Krankenkasse zu bezahlen, um dann sofort die Befreiung zu erhalten und sich das Sammeln von Quittungen ersparen.

Voraussetzungen für die Zuzahlungsbefreiung
Einen Antrag auf die Befreiung von Zuzahlungen können Patienten bei der Krankenkasse stellen, wenn sie die sogenannte Belastungsgrenze erreichen. Diese richtet sich u.a. nach dem Bruttoeinkommen einer Familie wie zum Beispiel Gehalt oder Rente und fällt damit individuell aus. Pro Kalenderjahr liegt die Belastungsgrenze bei zwei Prozent der Bruttoeinkünfte aller im Haushalt lebenden Personen. Bei chronisch Kranken liegt die Grenze bei einem Prozent. Informationen, wer als chronisch krank eingestuft wird, erhält man bei seiner Krankenkasse.
Unterstützung durch die Apotheke
Wenn die Zuzahlungen die persönliche Belastungsgrenze erreicht haben, wird bei der Krankenkasse zusammen mit den Einkommensnachweisen und den Belegen über geleistete Zuzahlungen ein Antrag auf Zuzahlungsbefreiung für das laufende Jahr gestellt. Bei der Quittungserstellung muss beachtet werden, dass diese immer den Namen des Versicherten ausweist. Die Krankenkasse stellt nach Prüfung eine Bescheinigung aus. Beim Sammeln der Zuzahlungsbelege ist die Apotheke vor Ort behilflich. „Wenn Patienten eine Stammapotheke vor Ort und dort eine Kundenkarte haben und mit der Speicherung ihrer Arzneimitteldaten einverstanden sind, kann diese Apotheke jederzeit eine Auflistung der Zuzahlungen erstellen“ so Ursula Funke.
Zwischen Aufzahlung und Zuzahlung unterscheiden
Von der Zuzahlung zu unterscheiden sind die sogenannten Aufzahlungen. Liegt der Preis eines Medikaments über dem Festbetrag, der von der Krankenkasse erstattet wird, muss der Patient nicht nur die Zuzahlung entrichten, sondern auch die Differenz zwischen Festbetrag und tatsächlichem Preis. Diese Differenz muss auch bei einer vorliegenden Zuzahlungsbefreiung geleistet werden.
Der Landesapothekerkammer Hessen gehören rund 5.950 Apothekerinnen und Apotheker an. Der Heilberuf des Apothekers unterliegt einem gesetzlichen Auftrag. Zu den Aufgaben der Landesapothekerkammer gehören die Förderung der Fort- und Weiterbildung und die Überwachung der Einhaltung der Berufspflichten durch ihre Mitglieder. Die Landesapothekerkammer stellt ebenso eine flächendeckende Versorgung der Bevölkerung in ganz Hessen mit Medikamenten sicher.

Mittwoch, 10. Januar 2018

Zeitungen online drucken und gestalten

Zeitungen haben verschiedene Vorteile. Schließlich dienen sie als Informationsquelle und können auch für bestimmte Ereignisse ein echter Hingucker sein. Das bedeutet, dass man Zeitungen gerne für das Abitur gestaltet, um die schönen Momente dort einfach festhalten zu können. Es kommt auch dann immer darauf an, für welche Bereiche man sich weiterhin interessiert und wie man die Gestaltung selbst in die Hand nimmt.

Wer daher kurz vor der Planung der eigenen Abizeitung steht kann auf der Webseite abizeitung-druckstdu.de bereits schauen, wie einfach man auch diese Vorstellungen verwirklichen kann. Man darf schließlich nicht vergessen, dass auch dort deutlich mehr dahinter steckt als alleine die Gestaltung der Zeitung. Meistens ist die Planung mit sehr viel Aufwand verbunden, was einer alleine garantiert nicht schaffen kann. Aufgrund dessen sollte man bereits rechtzeitig mit der Planung beginnen und schauen, wie man diese am besten macht.

Die ersten Schritte zur erfolgreichen Abizeitung

Die ersten Schritte, um die Planung der eigenen Abizeitung in die Hand zu nehmen sind wahrscheinlich die schwierigsten. Man muss schließlich dazu sagen, dass man erst einmal schauen muss, was man alles in der Abizeitung haben möchte. Welche Artikel sind wichtig? Wie baut man die Inhalte der Abizeitung auf? Was möchten die anderen Schüler noch in der Zeitung haben? Diese Fragen sind bis heute sehr wichtig und sollten bereits im Vorfeld geklärt werden. Aufgrund dessen sollte man mit der gesamten Abiturzeitungsredaktion planen, was man alles als Inhalt wählen möchte.

Danach kann man weiterhin gehen und die Texte verteilen. Schließlich schafft man es nicht einmal alleine, die kompletten Texte der Abizeitung selbst zu machen. Es ist viel wichtiger, dass man die ein oder anderen Schüler hat, die einem dahingehend helfen. Ob nun das Schreiben der Berichte, der Steckbriefe oder sogar der Beiträge zu bestimmten Veranstaltungen oder Klassenfahrten. Es macht schließlich jederzeit Spaß, solche Artikel auch noch nach vielen Jahren nachzulesen.

Die Gestaltungsmöglichkeiten und bunte Bilder

Hinzu kommt, dass man die Gestaltung ebenfalls gut planen sollte. Hierzu muss man schon in Erfahrung bringen, wie der eigentliche Druck sein sollte. Das bedeutet ob man lieber in schwarz-weiß druckt oder auch in bunt. Oftmals kommt es auf das jeweilige Budget der Schüler an, welches für solche Aktionen immer begrenzt ist. Man sollte daher schauen, welche Maßnahmen man treffen kann und wie man damit umgeht. In den meisten Fällen sollte man sich weiterhin darum kümmern, die ein oder anderen Tipps anzunehmen und in Erfahrung zu bringen.


Man kann daher auch im Internet schauen, welche Tipps und Tricks man annehmen sollte. Schließlich wünscht man sich hierzu noch einige mögliche Hilfen, sodass die Abizeitung die besten Momente im Leben festhalten kann. Man sollte sich dahingehend lediglich an den Aufbau halten und die eigenen Erfahrungen dazu machen, um die besten Zeitungen gestalten zu können.

Ideologische Umerziehung der Wiesbadener Bürger durch die Citybahn

Wiesbaden (internet-zeitung) – Bitte machen Sie jedem in ihrem Umfeld klar, dass die Citybahn kein nettes Beiwerk ist, sondern neben den finanziellen Themen das Stadtbild nachhaltig verändern wird! Diesen eindringlichen Appell richtet das Team der Bürgerinitiative „Mitbestimmung Citybahn“ in einer E-Mail an ihre Mitglieder.

Weiter heißt es: „Es geht also nicht nur um die Errichtung einer Citybahn (anstatt Bussen für eine Linie Nr. 6), es geht auch nicht nur darum, wie argumentiert wird, mehr Passagiere zu befördern, sondern es geht auch um den Grundstein einer ideologischen Umerziehung der Bürger, eine Verdrängung des Individualverkehrs aus der Innenstadt. Weil Wiesbaden eine Autostadt ist und weil die Citybahn alternativlos sei. Nichts ist alternativlos und die Citybahn trennt - und verbindet nicht!“

Was das für Einzelhandel, Handwerk, Logistik, usw. bedeute, brauchen man an dieser Stelle nicht weiter zu vertiefen.

Die Befürchtungen der Bürgerinitiative aus dem Sommer 2017, dass nicht nur die wahren Kosten und viele Details verschwiegen und verschleiert werden, hätten sich (leider) bewahrheitet. Und mehr noch: auch seien bis heute (selbst über die OnlineDialogPlattform von ESWE) zahlreiche Fragen nicht oder nur vollkommen unzureichend beantwortet.

Weder sei klar: was kostet uns Wiesbadener eine Citybahn, bis sie fährt (100 Millionen 200, mehr?), was sind die jährlichen Folgekosten (5 Millionen, 10, mehr?), die Details der NKU lägen angeblich selbst der Stadt nicht vor(!) und könnten daher angeblich deshalb nicht veröffentlicht werden(!). Es würden aber im Gegenzug 60-Meter-Bahnen bei der Berechnung zugrunde gelegt - aber heute stehe schon fest, dass nur zu bestimmten Stoßzeiten in abwechselnder Folge ab und zu dann auch 60-Meter-Bahnen fahren würden (ansonsten immer 30-Meter-Bahnen). Es gebe keine detaillierte Ausarbeitung von Alternativen (Ausbau Busspurnetz, zusätzliche Busse und Busvarianten, Einstiegshilfen zu Stoßzeiten) usw.. Wie entstünden die Reisezeitgewinne (wenn doch fast 50 Prozent der Bushaltestellen entfielen und dadurch der fußläufige Weg bis zur Haltestelle deutlich verlängert werde). Warum wurde die Taktung der Linie 6 im Dezember 2016 von 5 Minuten auf 10 Minuten verschlechtert (wenn doch die Linie 6 immer so irre voll ist und sich in einer „Krise“ befände), usw. ...




Montag, 25. Dezember 2017

Wiesbadener Spotter zeigt seine Fotos



Wiesbaden (internet-zeitung) - Auf der Homepage www.stefanprobst1981.de befindet sich eine Fotodatenbank mit derzeit 771 Flugzeug- und 5 Busfotos. Diese Fotos hat der Wiesbadener Spotter Stefan Probst ab 2014 in Frankfurt/Main und Wien gemacht. Die Homepage wird kontinuierlich erweitert. Es sollen auch Straßenbahn- und Bahnbilder hinzukommen. Auf der Seite „Über mich“ wird geschildert, wie sich der Spotter in den 90er Jahren für die Fotografie von Flugzeugen interessierte und wie es sich mit dem großen Spotterhobby weiterentwickelt hat.

Mittwoch, 20. Dezember 2017

„Plastikpiraten" finden viel Müll an deutschen Flüssen

Im Wissenschaftsjahr 2016*17 – Meere und Ozeane untersuchten Jugendliche die Kunststoffbelastung deutscher Flüsse und Bäche. Das traurige Ergebnis der Citizen-Science-Aktion „Plastikpiraten": Es wurde mehr Müll gefunden als erwartet, darunter vor allem Plastikverpackungen und Zigarettenstummel.

Berlin, 20.12.2017. Die Plastikmüllverschmutzung der Weltmeere stand 2017 immer wieder im öffentlichen Fokus – und war auch Schwerpunkt im Wissenschaftsjahr Meere und Ozeane. Mit der bundesweiten Citizen-Science-Aktion „Plastikpiraten – Das Meer beginnt hier!" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung haben Jugendliche die Müllbelastung ihrer heimischen Bäche und Flüsse erforscht. In Deutschland gibt es dazu erst wenige Untersuchungen, obwohl der Großteil des Plastikmülls im Meer auf dem Wasserweg dorthin gelangt. Die Kieler Forschungswerkstatt hat die Daten der Jungforscherinnen und -forscher in Zusammenarbeit mit der chilenischen Universität Católica del Norte nun ausgewertet. Die traurige Bilanz ist, dass an fast allen untersuchten Gewässern Müll gefunden wurde: im Durchschnitt 0,66 Müllteile pro Quadratmeter Flussufer, umgerechnet entspräche dies 33 Müllteilen pro 50 Quadratmeter Klassenzimmer. Am häufigsten gefunden wurde „Partymüll": Plastik und Zigarettenstummel.

Insgesamt 349 Schulklassen und Jugendgruppen gingen im Herbst 2016 und Frühjahr 2017 mit der Aktion „Plastikpiraten" auf Forschungsexpedition. Die Jugendlichen zwischen 10 und 16 Jahren haben sich dabei aktiv mit der Müllproblematik auseinandergesetzt und gleichzeitig wichtige Daten für die Wissenschaft gesammelt.

Große Flüsse stärker verschmutzt

Die „Plastikpiraten" haben Daten im gesamten Bundesgebiet erhoben. Die meisten beteiligten Gruppen kamen aus den bevölkerungsreichen Bundesländern Nordrhein-Westfalen (88 Gruppen), Bayern (50 Gruppen) und Baden-Württemberg (43 Gruppen). Aber auch in Mecklenburg-Vorpommern und dem Saarland gingen jeweils fünf Gruppen dem Plastikmüll auf die Spur.
Die Ergebnisse zeigen, dass die großen Flusssysteme am stärksten verschmutzt sind. Elbe und Rhein sowie ihre Zuflüsse liegen mit rund 0,80 und 0,75 Müllteilen pro Quadratmeter über dem bundesweiten Durchschnitt. In einem Ausnahmefall wurden an einem Nebenfluss des Rheins sogar bis zu 24,6 Müllteile pro Quadratmeter gefunden. Die Donau lag mit 0,63 Müllteilen pro Quadratmeter Uferfläche etwa im Bundesdurchschnitt. Das Flusssystem Weser und die Zuflüsse der Ostsee waren dagegen mit 0,34 Müllteilen pro Quadratmeter und 0,28 Müllteilen pro Quadratmeter deutlich sauberer.

Plastikverpackungen, Glasscherben und Fahrräder

Zu den häufigsten Fundstücken gehörten Plastikgegenstände wie Verpackungen und -Flaschen, sowie Zigarettenstummel. Auch gefährlicher Müll wie Glasscherben, verrottete Speisereste, benutzte Hygieneartikel und scharfes Metall wurden von fast allen Gruppen gefunden. Unter den teilweise skurrilen Funden waren aber auch alte Fahrräder, Fernseher und ein bemooster Gartenzwerg. Eine alte „Capri-Sonne" konnte eine Jugendgruppe mithilfe des Haltbarkeitsdatums ungefähr datieren: Seit fast 20 Jahren war die Verpackung demzufolge schon unterwegs und damit älter als deren Finder.
Achtloses Liegenlassen ist Hauptursache des Mülls

Einzelne Müllteile und Müllansammlungen (mehr als drei Teile in unmittelbarer Nähe) führten die Jugendlichen in den meisten Fällen auf Flussbesucherinnen und -besucher zurück. Statt den Müll beispielsweise nach Partys oder Picknicks ordnungsgemäß zu entsorgen, wurde er wohl einfach liegengelassen. Aber auch Müllsäcke und anderer Haushaltsmüll wurden in einigen Fällen illegal am Flussufer entsorgt. Die Funde zeigen anschaulich, dass auch die Menschen im umweltbewussten Deutschland zur Plastikmüllverschmutzung der Meere beitragen, auch wenn sie weit im Binnenland wohnen.
Bei den teilnehmenden Jugendlichen hat der persönliche Einsatz bereits in vielen Fällen zum Umdenken im Alltag geführt. „Beim Einkaufen mit den Eltern achten viele nun sehr darauf, Plastik soweit es geht zu vermeiden," berichtet Ellen Flemisch, Lehrerin an der Integrativen Montessori Schule an der Balanstraße München. Einen nachhaltigen Effekt konnte auch Lehrerin Karin Loritz von der Erich-Kästner-Realschule Offenburg bei ihren Schülerinnen und Schülern beobachten: „Aus eigenem Antrieb haben sie ein ‚Green Team‘ gegründet. Sie verabreden sich privat und sammeln Plastikmüll ein."

Weitere Informationen zu den „Plastikpiraten", den Gesamtergebnissen und den Funden der einzelnen Gruppen gibt es unter: www.wissenschaftsjahr.de/2016-17/jugendaktion.

Wissenschaftsjahr 2016*17 – Meere und Ozeane


Die Meeresforschung ist Thema des Wissenschaftsjahres 2016*17. Zu 71 Prozent bedecken Ozeane und Meere unseren Planeten. Sie sind Klimamaschine, Nahrungsquelle, Wirtschaftsraum – und sie bieten für viele Pflanzen und Tiere Platz zum Leben. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler untersuchen die Ozeane seit Jahrhunderten; und doch sind sie noch immer geheimnisvoll und in weiten Teilen unerforscht. Im Wissenschaftsjahr 2016*17 – Meere und Ozeane geht es um die Ergründung der Gewässer, ihren Schutz und eine nachhaltige Nutzung. Die Wissenschaftsjahre sind eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) gemeinsam mit Wissenschaft im Dialog (WiD). Sie tragen als zentrales Instrument der Wissenschaftskommunikation Forschung in die Öffentlichkeit. Das Wissenschaftsjahr 2016*17 wird vom Konsortium Deutsche Meeresforschung (KDM) als fachlichem Partner begleitet.

Montag, 11. Dezember 2017

Jahresprogramm 2018 - Ausstellungen im LVR-LandesMuseum Bonn

Die Zisterzienser - Das Europa der Klöster
Bis 28.1.2018
650 Klostergründungen der Zisterzienser in 150 Jahren: mit über 200 kostbaren Ausstellungsobjekten aus ganz Europa erzählt die Ausstellung die Erfolgsgeschichte dieses außergewöhnlichen Ordens.
Die Ausstellung konzentriert sich auf die mittelalterliche Blütezeit des Ordens. Zahlreiche Objekte wurden eigens für die Ausstellung restauriert und machen zusammen mit Modellen, CAD-Rekonstruktionen, Medien- und Mitmachstationen die Klosterwelt Raum für Raum mit allen Sinnen erlebbar. Ein Höhepunkt der Ausstellung ist das Scriptorium, die Schreibwerkstatt: Hier werden die in Zisterzienserklöstern entstandenen, oft aufwändig geschmückten Handschriften im Original präsentiert. Sie können nicht nur die Originale bewundern, sondern auch eigens für die Ausstellung hergestellte originalgetreue Faksimiles. Diese bieten die einmalige Gelegenheit, die Bücher durchzublättern und nicht nur die aufgeschlagenen Seiten der Originale anzusehen. Übersetzungen der Texte, Musik und Erläuterungen lassen Sie tief in die faszinierende Geisteswelt des Mittelalters eintauchen.
Die Ausstellung wird unterstützt durch die NRW-Stiftung, die Ernst von Siemens-Stiftung, die Renate-König-Stiftung, Wilhelm-Dorow-Gesellschaft e.V. und Dr. Karl Albrecht, Mülheim.


Im Meer versunken – Sizilien und die Unterwasserarchäologie
Bis 11. März 2018
Für die alten Ägypter war es das „Große Grün“, für die Juden das „Große Meer“ und die Römer nannten es „Unser Meer: Im Mittelmeer wird seit über 3000 Jahren Kulturgeschichte geschrieben, mit Sizilien im Zentrum. Hier begegnen sich, wie sonst nirgends in dieser Dichte, die Kulturen Europas, Asiens und Afrikas. Ob Phönizier, Griechen, Römer, Araber oder Normannen, sie alle prägten die Welt des Mittelmeeres. Die Ausstellung stellt nicht nur die Hochkulturen selbst, sondern auch die Hauptdarsteller in den Mittelpunkt, die den vielbeschworen Dialog der Kulturen im Mittelmeer überhaupt erst ermöglichten: Die Seefahrer und ihre Schiffe.
Sie präsentiert mehr als 150 in den letzten Jahren aus dem Meer geborgene Objekte: Handelsgüter, Statuen, Münzen, Keramik und Waffen. Die meisten Funde sind erstmals außerhalb Italiens zu sehen. Höhepunkt sind drei bronzene Rammsporne, faszinierende Zeugnisse antiker Kriegskunst, die erst vor wenigen Jahren in einer Tiefe von über 80 Metern gefunden wurden. Sie waren die tödlichen Waffen der Galeeren; die am 10. März 241 v. Chr. vor den ägäischen Inseln im Meer versanken. An diesem Tag siegten die Römer in einer Schlacht von welthistorischer Bedeutung über die vereinigte Streitmacht der Punier und versenkten oder erbeuteten 120 feindliche Schiffe. Dieser Sieg beendete den ersten Punischen Krieg und legte die Grundlage für das zukünftige Römische Weltreich. Eine eigens angefertigte aufwendige CAD-Rekonstruktion schildert in packenden Bildern das Aufeinanderprallen der über 100 Kriegsschiffe.
So lässt die Ausstellung Geschichten und Geschichte von weltumspannender Bedeutung lebendig werden, illustriert durch Schiffsmodelle und moderne Medien. Am Nachbau einer römischen Galeere können Sie selbst zum Ruder greifen, angefeuert durch einen Schlagmann, natürlich in Latein (mit Untertiteln!).
Die Ausstellung ist ein internationales Kooperationsprojekt mit der Soprintendenza del Mare Palermo und des COBBRA Museumskonsortium: der Ny Carlsberg Glyptothek Kopenhagen, dem Ashmolean Museum, University of Oxford, dem LVR-LandesMuseum Bonn, dem Königlichen Museum für Kunst und Geschichte Brüssel sowie dem Allard Pierson Museum Amsterdam.


Bernd Schwering - Leuchtende Steine
Ein Maler an den Orten der Zisterzienser
Bis 18. Februar 2018
Der 1945 geborene Maler und Grafiker Bernd Schwering befasst sich in seiner Serie „Leuchtende Steine“ seit elf Jahren in intensiven Recherchen und Reisen mit dem Orden der Zisterzienser, dem auch das LVR-LandesMuseum Bonn noch bis zum 28. Januar 2018 eine eigene Ausstellung widmet. Schwering besucht bereits vergangene und heute noch erhaltene Zisterzienserklöster in ganz Europa, dokumentiert die jeweiligen Abteien in unzähligen Fotografien und erstellt auf deren Basis in realistischer Malerei eine ganz neue Ansicht der zisterziensischen Architektur – da werden Bänke, die sich eigentlich im Mittelschiff befinden, zugunsten des Lichtspiels weggelassen, oder ein Ausblick gewählt, den man in der Realität wegen des dichten Baumbestands so niemals sähe. Schwerings feinmalerische Technik führt zu einem faszinierenden Realismus, der seine Wirkung auch bei näherer Betrachtung nicht einbüßt. Ergänzend zu den Malereien zeigen zahlreiche Fotografien den Zustand der Zisterzienserklöster vor Ort und dokumentieren die Entstehung der jeweiligen Werke.


Aus den Archiven III: Konrad Helbig. Am Mittelmeer.
Fotografische Erkundungen 1954-1965
1.3.2018 - 10.6.2018
In Zusammenarbeit mit der Deutschen Fotothek Dresden und der Stiftung F.C. Gundlach Hamburg

Sizilien war für den Fotografen, Publizist und (Vortrags-)Reisenden Konrad Helbig (1917-1986) ein Sehnsuchtsort. Er besuchte die Insel seit einem ersten Aufenthalt 1954 bis zu seinem Tod immer wieder und hielt Land und Leute sowie Kunst und Kultur Siziliens in mehr als 17.000 Fotografien fest. Die Bilder publizierte er ab 1956 in verschiedenen Büchern und Artikeln. Außerdem dienten sie ihm als Grundlage für sehr erfolgreiche Lichtbildvorträge, die er in unzähligen Städten Deutschlands hielt. Neben faszinierenden Aufnahmen der antiken und mittelalterlichen Monumente und Kunstwerke Siziliens, entstanden zahlreiche Aufnahmen von Land und Leuten. Die Bilder dokumentieren das alltägliche Leben der Menschen und zeigen Orte und Landschaften eines Sizilien, das sich seit Konrad Helbigs letzten Besuchen teils drastisch verändert hat. Die Ausstellung ergänzt in idealer Weise die den antiken Kulturen Siziliens und des Mittelmeerraumes gewidmete Ausstellung des LVR -LandesMuseums Bonn „Im Meer versunken. Sizilien und die Unterwasserarchäologie“.


Masoud Sadedin
Preisträger des Rheinischen Kunstpreises des Rhein-Sieg-Kreises 2016
28.6.2018 - 30.9.2018
Der achte Rheinische Kunstpreis des Rhein-Sieg-Kreises geht an Masoud Sadedin.
Masoud Sadedin wurde 1956 in Semnan im Iran geboren und lebt und arbeitet seit 30 Jahren im Rhein-Sieg-Kreis. Neben den Zeichnungen, die ihn lebenslang begleiteten, sind es seine Ölgemälde, die die Jury überzeugten und die in der Bonner Ausstellung neu zu entdecken sind, denn Sadedin war bislang eher zurückhaltend mit Präsentationen zu seinem Werk. Sadedins Thema ist der Mensch und sind die Spuren, die er hinterlässt. „Das entnommene Motiv aus der Alltäglichkeit verwandelt sich zu einem Moment der Malerei.“ sagt er selbst über sein Werk. Es sind Themen aus seiner eigenen Lebensgeschichte, die ihn beeinflussen. Masoud Sadedin mag keine Kunst, die andere belehrt oder – wie die politische Kunst – den Zeitgeist bedient. Für ihn ist Kunst das Mittel zum Begreifen und damit zeitlos.
Der Rheinische Kunstpreis ist eine Initiative des Rhein-Sieg-Kreises in Kooperation mit dem Landschaftsverband Rheinland. Er wird alle zwei Jahre verliehen. Die Anerkennung, die dabei ausgesprochen wird, gilt einer künstlerischen Position der zeitgenössischen Kunst. Bereits zum achten Mal hatte der Rhein-Sieg-Kreis den Rheinischen Kunstpreis ausgeschrieben. 361 Künstlerinnen und Künstler bewarben sich um den mit einem Preisgeld in Höhe von 20.000 Euro dotierten Preis.


Bauer, Mönch und Edelmann. Leben im Mittelalter
Eine Mitmachausstellung
27.9.2018 - 25.8.2019
Könige und Ritter, Prinzen und Prinzessinnen, edle Kämpfer und Schurken, Burgen mit prächtigen Rittersälen und uneinnehmbaren Mauern und Türmen – in Filmen und Fernsehserien, in Büchern und Märchen ist das Mittelalter allgegenwärtig. Auch in unseren Städten und Landschaften gibt es viele Spuren dieser fernen Zeit: Burgen, Klöster, Kirchen und Städte. Aber wie lebten die Menschen wirklich vor 1000 Jahren? Was wissen die Wissenschaftler darüber? Und was verraten uns die originalen Objekte aus dem Mittelalter dazu?
Entdecke in der Ausstellung sieben Menschen aus dem Mittelalter: Natürlich den Ritter und die Burgherrin, aber auch die Händlerin, den Spielmann, den Handwerker, den Mönch und den Bauern. An 35 Mitmachstationen kannst du ausprobieren, wie das Leben im Mittelalter wirklich war: Reite ein Turnier und schmiede ein Schwert, kleide dich wie eine Edelfrau, entdecke eine mittelalterliche Stadt, bewege dich in einem höfischen Tanz, komponiere mittelalterliche Musik, lerne wie schwer es ist, ein erfolgreicher Bauer zu sein oder entdecke die Geheimnisse der Kräutermedizin.
Zahlreiche originale Objekte verraten dir viele Geschichten aus dieser Zeit. Manche Probleme, die die Menschen im Mittelalter mit ihren Möglichkeiten gelöst haben, werden dir sehr bekannt vorkommen, manches wird dich sicher überraschen!
Die Ausstellung ist ein internationales Kooperationsprojekt des LVR-LandesMuseums Bonn mit dem Museon Den Haag, dem Museum Het Valkhof Nijmegen und Bruns B.V. Bergeijk.


Heinz-Günter Prager
11.10.2018 - 27.1.2019
Heinz-Günter Prager (geb. 19.12.1944 in Herne, Westfalen) ist ein bekannter deutscher Bildhauer, Zeichner, Grafiker der konkreten Kunst. Seine Skulpturen sind an vielen öffentlichen Orten präsent, etwa vor der Berliner Nationalgalerie oder dem Bonner Kunstmuseum. Weniger bekannt sind Pragers Arbeiten auf Papier die diese Ausstellung zeigt. Sie teilen mit Pragers Plastik Stringenz und Systematik, sind ihrem freien Spiel mit der Variation und Veränderung jedoch eine ganz eigene Werkgruppe. Im Zusammenhang der Ausstellung kehrt seine Skulptur Achse mit drei Scheiben von 1986 an ihren angestammten Platz vor dem LVR-LandesMuseum Bonn zurück.


Europa in Bewegung.
Reisen durch das frühe Mittelalter
15.11.2018 - 12.5.2019
Unter dem Ansturm der Völkerwanderung endete 476 n. Chr. das Weströmische Reich. In unserer Vorstellung markiert dieses Datum den Beginn der „Dark Ages“, des dunklen Mittelalters mit dem Niedergang der antiken Kultur in Wirtschaft, Handel und Bildung. In ganz Europa, dem Vorderen Orient und Nordafrika folgte auf das verbindende Römische Imperium das politisch zersplitterte Frühmittelalter mit den germanischen Nachfolgereichen von Franken, Westgoten und vielen anderen. Im Osten der mediterranen Welt lebte dagegen das kulturelle Erbe der Antike im Byzantinischen Reich über Jahrhunderte weiter.
Die Ausstellung präsentiert ein überraschend vielschichtiges und facettenreiches Bild der spätantiken und frühmittelalterlichen Regionen zwischen Irland und Spanien im Westen und Ägypten und Ungarn im Osten. Trotz aller Unterschiede im Umgang mit dem Erbe der Antike ist diese Epoche von faszinierenden Verbindungen zwischen den unterschiedlichen Lebenswelten mit ihrer geradezu überbordenden kulturellen Vielfalt geprägt. Ca. 150 kostbare Objekte aus den bedeutendsten europäischen Museen legen beredtes Zeugnis für den regen Austausch von Ideen, Glauben, Traditionen und Handelsgütern ab. In der Ausstellung begegnen ihnen bemerkenswerte Persönlichkeiten, die als Pilger, Wissenschaftler, Händler und Reisende diese für uns so fernen Welten bereisten, erkundeten und zwischen ihnen vermittelten.

Die Ausstellung ist das Ergebnis einer internationalen Zusammenarbeit im Rahmen des von der Europäischen Union geförderten Projektes CEMEC (Connecting Early Medieval European Collections). Museen in Amsterdam, Athen, Bonn, Brüssel, Budapest, Dublin, Jaén und Rom sowie zahlreiche wissenschaftliche und technische Partner aus Deutschland, Italien, den Niederlanden und Irland haben es ermöglicht, herausragende Objekte in Verbindungen mit innovativen Medien- und Vermittlungstechniken gemeinsam zu präsentieren. So entsteht das spannende und vielfach neue Bild einer uns zu Unrecht so fern erscheinenden Welt. Mit ihren Ideen, Religionen und Kulturen prägt sie Europa und den mediterranen Raum bis heute.

Hausarzt 360° - Das LMU-Leadership-Programm für die ambulante Medizin startet

In Bayern stehen rund 600 Hausarztpraxen leer. Aber auch Führungskräfte für die ambulante Versorgung in Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Verwaltung fehlen. Ein neuartiges Weiterbildungs-Programm für angehende Ärzte soll nun Abhilfe schaffen: Bislang einmalig startete im November das Institut für Allgemeinmedizin am Klinikum der Universität München das LMU-Führungskräfte-Programm. Junge Ärztinnen und Ärzte erhalten eine klinische Ausbildung zum Facharzt für Allgemeinmedizin sowie Leitungskompetenzen für ihre späteren Aufgaben.

Mit einem umfassenden Leadership-Programm im Fach Allgemeinmedizin stellt die Ludwig-Maximilians-Universität und das Klinikum der Universität München neue Weichen für die ambulante Versorgung: Im November 2017 starteten die ersten jungen Ärztinnen und Ärzte auf ihrem Weg zu exzellenten Führungskräften für ihr Fachgebiet. Darüber hinaus wurde in Kooperation mit dem LMU-Center for Leadership and People Management eine neuartige Leadership-Ausbildung auf internationalem Top-Niveau aufgelegt. Professor Dr. Jochen Gensichen, seit letztem Jahr Direktor des Instituts für Allgemeinmedizin und Leiter des Programms, „will die besten der nächsten Ärztegeneration für die ambulante Medizin gewinnen. Sie sollen es in die Hand nehmen, weil sie es dann können“. So wurden unter zahlreichen Bewerbern die ersten fünf Assistenzärztinnen und -ärzte ausgewählt. Benedikt Lenzer ist einer: „Wir können Menschen helfen, uns wissenschaftlich politisch positionieren und die Zukunft unserer Fachrichtung mitgestalten.“

Prof. Dr. Karl-Walter Jauch, Ärztlicher Direktor des Klinikums der Universität München: „Das LMU-Klinikum bildet jährlich mehr als 150 Fachärzte auf höchstem Niveau aus – v.a. für Krankenhäuser. Nun können wir unseren Beitrag für die ambulante Versorgung leisten.“ Über die kommenden drei Jahre werden die Trainees in viertel- bis halbjährlichen Intervallen über die Stationen des LMU-Klinikums rotieren. Sie werden systematisch zu medizinischen Führungspersönlichkeiten für die ambulante hausärztliche Versorgung ausgebildet. In den anschließenden beiden Jahren werden sie in niedergelassenen Hausarztpraxen arbeiten und dann mit dem Facharzt für Allgemeinmedizin abschließen. Diesen mit dem Potential, die Zukunft der Patientenversorgung, der Wissenschaft und unserer Gesellschaft mitzugestalten.

Das Programm Hausarzt 360° umfasst folgende Aspekte:

·         Strukturierte klinische Qualifizierung auf universitärem Niveau in den wichtigsten medizinischen Fachgebieten
·         Arbeit in wissenschaftlichen oder gesellschaftspolitischen Projekten zur Verbesserung der ambulanten Patientenversorgung in Kooperation mit Partnern aus Wissenschaft, Gesundheitspolitik und -wirtschaft
·         Qualifizierung u.a. in Öffentlichkeitsarbeit, Didaktik, Betriebswirtschaft und Führungskompetenz
·         Einführung in das nationale und internationale Kooperationsnetzwerk des Instituts für Allgemeinmedizin und seiner Partner

Dieses Programm findet großzügige finanzielle Unterstützung:

Dr. Max Kaplan, Präsident der Bayerischen Landesärztekammer (BLÄK), „erwartet sich vom ‚Leadership-Projekt‘ der LMU eine Aufwertung des Fachs Allgemeinmedizin im universitären Kontext und damit langfristig auch in der medizinischen Versorgung.“

Dr. Wolfgang Krombholz, 1. Vorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB), „erhofft sich mit dem Programm die nachhaltige Stärkung der ambulanten Versorgung in Bayern.“

Dr. Dieter Geis, 1. Vorsitzender Hausärzteverband Bayerns, „erkennt die großen Chancen Hausarztmedizin für die Patienten zukunftssicher zu machen.“

Dr. Helmut Platzer, Vorstandsvorsitzender der AOK Bayern, „erhofft sich starke Ärzte für die sichere ambulante Versorgung – nicht nur – der AOK-Versicherten.“<>

Das LMU-Führungskräfteprogramm soll ausgebaut werden.
Interessenten können sich über die Homepage des Instituts für Allgemeinmedizin informieren und bewerben.