Montag, 26. September 2016

Der jüngste Pilot der Welt flog im Rheinland

Duisburg (internet-zeitung) – Der jüngste Flieger der Welt und seine Mutter stehen im Mittelpunkt des Taschenbuches „Tony und Bruno Werntgen – Zwei Leben für die Luftfahrt“ (GRIN Verlag, München). Der in Duisburg-Beeck geborene Bruno Werntgen (1893-1913) erwarb mit 17 Jahren in Berlin-Johannisthal den Pilotenschein und war der Held zahlreicher Flugveranstaltungen im Rheinland und in Westfalen. Seine aus Duisburg-Ruhrort stammende Mutter Antoinette (Tony) Werntgen (1875-1954) galt als erste Frau in Deutschland, die Flugzeuge konstruierte und hat sich um die Anfänge des Flughafens Bonn-Hangelar verdient gemacht. Bruno stürzte im Alter von 19 Jahren in Bonn-Hangelar mit einer Eigenkonstruktion tödlich ab. Autoren des Taschenbuches sind Paul Wirtz aus Jülich und Ernst Probst aus Wiesbaden.

Von Ernst Probst stammen unter anderem folgende Taschenbücher über Themen aus der Luftfahrt: Drei Königinnen der Lüfte in Bayern. Thea Knorr, Christl-Marie Schultes, Lisl Schwab (zusammen mit Josef Eimannsberger), Königinnen der Lüfte in Deutschland – Königinnen der Lüfte in Frankreich – Königinnen der Lüfte in England, Australien und Neuseeland – Königinnen der Lüfte in Europa – Königinnen der Lüfte in Amerika – Königinnen der Lüfte von A bis Z – Frauen im Weltall – Christl-Marie Schultes. Die erste Fliegerin in Bayern (zusammen mit Theo Lederer), Sturzflüge für Deutschland. Kurzbiografie der Testpilotin Melitta Schenk Gräfin von Stauffenberg (zusammen mit Heiko Peter Melle), Theo Lederer. Ein Flugzeugsammler aus Oberbayern. Außerdem veröffentlichte er zahlreiche Broschüren über berühmte Fliegerinnen wie Pancho Barnes, Mellie Beese, Elly Beinhorn, Amelia Earhart, Angelika Machinek, Hanna Reitsch, Lisl Schwab, Melitta Schenk Gräfin von Stauffenberg, Thea Rasche und Beate Uhse.




Bruno und Tony Werntgen. Foto: Paul Wirtz, Jülich

Samstag, 24. September 2016

Wenn Riesen-Eier auf die Reise gehen



München / Wiesbaden (internet-zeitung) – Auf ungewöhnliche Weise sind zwei Riesen-Eier des bis zu 3 Meter großen Elefantenvogels Aepyornis maximus von der Insel Madagaskar vor Ostafrika über Tausende von Kilometern hinweg nach Australien gelangt. Nach Ansicht von Experten dürften jene Riesen-Eier auf Madagaskar nahe der Meeresküste in den Indischen Ozean geraten und vom Wasser weit transportiert worden sein. Nachzulesen ist dies in dem Taschenbuch „Vogelriesen in der Urzeit“ (GRIN-Verlag, München) des Wiesbadener Wissenschaftsautors Ernst Probst.

In den 1930-er Jahren entdeckte der zehnjährige Victor („Vic“) Roberts in einer Sanddüne südlich des Scott River bei Augusta in Western Australia ein riesiges Vogel-Ei. Der Fundort liegt etwa 200 Kilometer südlich von Perth und ist rund 100 Meter von der Meeresküste entfernt. Als „Vic“ bemerkte, wie schwer dieses Ei war, machte er ein Loch in der Schale und entleerte den Inhalt, der ihm wie Sand erschien. Der Fossiliensammler Harry Butler erblickte 1962 in einem Farmhaus in Nannup diesen ungewöhnlichen Fund und informierte darüber das „Western Australian Museum“ in Perth. Großzügigerweise überließ der  Entdecker „Vic“ Roberts das seltene Fossil dem Museum als Leihgabe. Das so genannte „Scott River-Ei“ ist 27,6 Zentimeter lang, maximal 20,7 Zentimeter hoch und hat eine bis zu 4 Millimeter dicke Schale.

1968 erzählte der 46-jährige „Vic“, der inzwischen ein angesehener Viehzüchter und Lokalpolitiker war, einer Zeitung in Western Australia, nur „einen Katzensprung“ von dem Vogel-Ei entfernt, habe er damals zumindest einen Teil eines Skeletts mit seinem sehr großen Schädel und Schnabel gesehen. Weil sich die Sanddünen durch Wind ständig verschoben und verändert hätten, habe er die Skelettreste später nicht mehr finden können.
Drei australische Schüler stießen Weihnachten 1992 in einer Sanddüne, etwa 7 Kilometer nördlich von Cervantes in Western Australia sowie rund 300 Meter von der Meeresküste entfernt, auf ein noch größeres Vogel-Ei. Jenes Ei ist 31,7 Zentimeter lang und hat eine bis zu 3,45 Millimeter dicke Schale.

Ein Artikel in der Zeitung „The Sunday Times“ vom 21. März 1993 über diesen Fund erregte großes Aufsehen. Es folgten Versuche der Entdecker, das Riesen-Ei zu verkaufen, und Diskussionen über die Eigentümerrechte, weil das Fossil auf Regierungsland geborgen worden war. Schließlich zahlte die Regierung von „Western Australia“ freiwillig 25.000 Dollar an die Familien der Entdecker und das Riesen-Ei kam in das „Western Australian Museum“ in Perth, wo es unter der Fundnummer „WAM93.9.1“ aufbewahrt wird.
John A. Long berichtete 1993 in der wissenschaftlichen Publikaton „Australian Natural History“ über das „Cervantes-Ei“.

1998 befassten sich John A. Long, Patricia Vickers-Rich, Karl F. Hirsch, Emily Bray und Claudio Tuniz mit den 1930 und 1992 in Western Australia entdeckten Riesen-Eiern. Größe und Struktur dieser Riesen-Eier deuten nach ihrer Ansicht darauf hin, dass es sich um fossile Eier des Elefantenvogels Aepyornis maximus auf der Insel Madagaskar im Indischen Ozean vor Ostafrika handelt. Datierungen mit der Radiokarbon-Methode ergaben ein Alter von etwa 2.000 Jahren für das „Cervantes-Ei“. Die Forscher Long, Vickers-Rich, Hirsch, Bray und Tuniz vermuteten, das „Scott River-Ei“ und das „Cervantes-Ei“ seien auf dem Indischen Ozean von Madagaskar nach Australien geschwemmt und nicht durch Menschen dorthin gebracht worden.

Auch Eier heute lebender Vögel werden zuweilen von weit her auf dem Ozean nach Western Australia transportiert. Auf diese Weise sind im Januar 1974 und im März 1991 Eier des auf subarktischen Inseln brütenden Königs-Pinguins (Aptenodytes patagonicus) aus riesiger Entfernung nach Western Australia gedriftet. Ein Ei von einem Afrikanischen Strauß (Struthio camelus) wurde in den frühen 1990-er Jahren beim Fischfang in der Timor-See nordwestlich der Küste von Western Australian im Netz geborgen.

Dem Buch von Ernst Probst zufolge beträgt der Umfang vollständiger Elefantenvogel-Eier bis zu einem Meter, eine Länge bis zu 35 Zentimetern, eine Höhe von maximal 25 Zentimetern. Die Schalendicke reicht bis zu vier Millimetern. In einer 2003 erschienenen Publikation wurde die Größe von 43 Elefantenvogel-Eiern aus Madagaskar beschrieben. Das größte dieser Eier hat ein Volumen von 10,7 Litern, was einem Gewicht von etwa 12,5 Kilogramm und rund 210 Hühnereiern mit einem Durchschnittsgewicht von 60 Gramm entspricht.
Die ausgestorbenen Riesen-Moa Dinornis novazealandiae und Dinornis robustus von Neuseeland, die mit einer maximalen Höhe von 3,60 Metern als größte Vogel aller Zeiten gelten, legten „nur“ Eier mit einem Volumen von vier Litern. Die größten heutigen Straußen-Eier bringen es auf ein Volumen von zwei Litern.

Sollten Ureinwohner auf Madagaskar jemals das Ei eines lebenden Elefantenvogels gefunden haben, wäre ihnen ein Festmahl möglich gewesen. 

Freitag, 23. September 2016

Schweigen ist nicht immer Gold - Zitate von Ernst Probst


Autor Ernst Probst, Zeichnung: Antje Püpke


München / Wiesbaden (internet-zeitung) - Das Internet bietet unvorstellbar viel Mist, aber der Rest ist gar nicht übel. Dinosaurier erbrachten den Beweis: Selbst mit kleinem Hirn bringt man es erstaunlich weit. Das Wichtigste beim Fußballspiel ist der Gegner. Keiner mag ihn, aber ohne ihn geht es nicht los. Wo ständig reformiert wird, drängt sich der Verdacht auf, dass dort nie etwas Bleibendes geschaffen wurde. Zeitungsleser sind Menschen, die bei der Lektüre ihres Blattes hoffen, dass gestern etwas Interessantes passiert ist. Das sind einige der selbst verfassten Zitate des Wiesbadener Journalisten und Autors Ernst Probst aus seinem Taschenbuch „Schweigen ist nicht immer Gold“.

Probst schrieb die ersten Zitate für die 2001 von seiner Ehefrau Doris Probst herausgegebene zehnbändige Reihe „Weisheiten und Torheiten“ über die Themenbereiche Alter, Arbeit, Ehe, Frauen, Fußball, Kinder, Liebe, Männer, Medien und Mütter. Im Laufe der Zeit entstanden immer mehr Zitate, die zunehmend in Tageszeitungen (z. B. Hamburger Abendblatt, taz, Financial Times Deutschland, Schwäbische Zeitung), mitunter sogar auf der Titelseite, im Internet und in Büchern anderer Verlage erschienen. Wegen seines Zitats „Männer sind Kinder, die nicht mehr weinen dürfen“ wurde er von einem Rundfunksender interviewt.

Im Sommer 2010 hat sich Ernst Probst dazu entschlossen, eine Auswahl von mehr als 500 Zitaten von A bis Z (genauer gesagt von Affe bis Zuschauer) in einem Taschenbuch zu veröffentlichen. Darin kritisiert er vor allem Bedenkliches in der Gesellschaft, der Arbeitswelt, den Medien, der Wissenschaft und der Kunst. Das Werk „Schweigen ist nicht immer Gold“ umfasst 175 Seiten und ist beim GRIN Verlag (München) als gedrucktes Taschenbuch und preiswertes elektronisches E-Book im PDF-Format erschienen. Bestellungen bei: http://www.tvnow.de/rtl2/der-troedeltrupp-das-geld-liegt-im-keller/leidenschaftlicher-sammler/player

„Leider interessieren sich heute nicht mehr viele Menschen für Zitate“, bedauert der Wiesbadener Journalist und Autor. Erstaunlich schwach ist beispielsweise die Nachfrage bei  den Taschenbüchern „Der Ball ist ein Sauhund. Weisheiten und Torheiten über Fußball“ sowie „Worte sind wie Waffen. Weisheiten und Torheiten über Fußball“. Können Fußballspieler und Journalisten nicht über sich lachen?

Ernst Probst hat von 1986 bis heute etwa 300 Bücher, Taschenbücher und Broschüren sowie rund 300 E-Books veröffentlicht. Er schrieb vor allem populärwissenschaftliche Werke aus den Themenbereichen Paläontologie, Zoologie, Kryptozoologie, Archäologie, Geschichte, Luftfahrt sowie Biografien über berühmte Frauen und Männer.

Lesetipps:
Der Ball ist ein Sauhund. Weisheiten und Torheiten über Fußball

Weisheiten und Torheiten über das Alter
Weisheiten und Torheiten über die Arbeit
Weisheiten und Torheiten über die Ehe
Weisheiten und Torheiten über die Liebe
Weisheiten und Torheiten über Frauen
Weisheiten und Torheiten über Kinder
Weisheiten und Torheiten über Männer
Weisheiten und Torheiten über Mütter
Worte sind wie Waffen. Weisheiten und Torheiten über die Medien
Zeitgenossen im Visier. 25 Glossen<ü>



Dienstag, 20. September 2016

Kurioses über Fliegerinnen



München / Wiesbaden (internet-zeitung) - Die amerikanische Fliegerin Jacqueline Cochran (1906-1980) erzählte das Märchen, sie sei als Findelkind in großer Armut bei Pflegeeltern aufgewachsen und habe ihren Namen selbst aus dem Telefonbuch ausgewählt. In Wirklichkeit waren ihre angeblichen Pflegeeltern ihre echten Eltern, wegen denen sie sich schämte.

Die englische Fliegerin Amy Johnson-Mollison (1903-1941) trug bei ihrer ersten Flugstunde einen geliehenen, viel zu großen Helm, hörte alle Anweisungen wie durch Watte, machte deswegen vieles falsch und wurde deswegen von ihrem Fluglehrer angeblich für eine Idiotin gehalten. Ungeachtet dessen galt sie bald als die berühmte Pilotin Englands.

Die deutsche Fliegerin Hanna Reitsch (1912-1979) wollte als Kind im Alter von vier Jahren mit ausgebreiteten Armen vom Balkon des Elternhauses springen und auf diese Weise fliegen. Als ihre Mutter dies verhinderte und sagte "Kind, dann wärst du ja tot", fragte Hanna "Wär ich dann beim lieben Gott. Tät er mich dann fragen: Hannerl, woll’n wir"s hageln lassen?"

Das sind drei Begebenheiten aus dem Taschenbuch "Königinnen der Lüfte von A bis Z" des Wiesbadener Autors Ernst Probst. In diesem nahezu 700 Seiten umfassenden Werk werden mehr als 200 Fliegerinnen, Ballonfahrerinnen, Luftschifferinnen, Fallschirmspringerinnen und Astronautinnen in Wort und oft auch mit Bild vorgestellt.

Ein Wildfang war die legendäre amerikanische Fliegerin Amelia Earhart (1897-1937). Sie wollte all das tun, was Jungs machten, nur besser. Amelia spielte Football, kletterte auf Bäume, baute Baumhäuser und schoss mit dem Gewehr, das ihr der alkoholkranke Vater anstelle von Puppen geschenkt hatte, auf Ratten. Einmal raste sie im Winter zum Entsetzen von Zuschauern mit einem Schlitten unter einer die Straße entlang fahrenden Pferdekutsche hindurch. 

Besonders kurios war die Ursache eines Flugzeugabsturzes der amerikanischen Fliegerin Dorothy Rice Peirce (1889-1960): Sie und ihr Fluglehrer stürzten während eines Liebesaktes wegen eines technischen Missgeschicks ab, das dem Liebhaber unterlaufen war. Entenjäger, die Augenzeugen des Unfalls gewesen waren, ruderten zur Absturzstelle und sahen zu ihrer großen Überraschung, dass die zwei verunglückten Flugzeuginsassen nackt im Wasser schwammen.

Mehr Glück mit verliebten Männern hatte die neuseeländische Fliegerin Jean Batten (1909-1989). Sie fand immer wieder Verehrer oder andere Gönner, die ihre kostspieligen Flugzeugkäufe und -reparaturen sowie Langstreckenflüge finanzierten. Wenn bei einem Mann nichts mehr zu holen war, wandte sich attraktive Jean schnell und skrupellos einem anderen "Finanzier" zu.

Das Taschenbuch "Königinnen der Lüfte von A bis Z" ist beim "GRIN Verlag" (München) erschienen. Dort sind auch die Taschenbücher "Königinnen der Lüfte in Deutschland", "Königinnen der Lüfte in Frankreich", "Königinnen der Lüfte in England, Australien und Neuseeland", "Königinnen der Lüfte in Europa", "Königinnen der Lüfte in Amerika", "Frauen im Weltall" und "Drei Königinnen der Lüfte in Bayern" erhältlich.

Bestellungen des Taschenbuches "Königinnen der Lüft von A bis Z" bei:

http://www.grin.com/e-book/153394/koeniginnen-der-luefte-von-a-bis-z

Montag, 19. September 2016

Die ersten Bauern in Deutschland



Wissenschaftsautor Ernst Probst schrieb Taschenbuch über die Bandkeramiker

München / Wiesbaden (internet-zeitung) - Vor etwa 7500 Jahren wanderten Menschen aus dem Balkan entlang der Elbe und der Donau in das Gebiet von Deutschland ein. Diese Pioniere standen kulturell bereits auf dem Niveau der Jungsteinzeit, für die Ackerbau, Viehzucht, Töpferei und Sesshaftigkeit kennzeichnend sind. Die frühen Bauern trafen in einem relativ dünn von Jägern, Fischern und Sammlern der späten Mittelsteinzeit besiedelten Gebiet ein. Bevorzugt ließen sie sich in Landschaften nieder, deren fruchtbare Böden sich besonders gut für Ackerbau eigneten. Jene Kolonisatoren lichteten die damaligen Eichenmischwälder durch Fällen von Bäumen mit Steinbeilen oder durch Brandrodung mit Feuer. Das Holz der Bäume verwendeten sie für den Bau von bis zu 40 Meter langen Wohnhäusern. Ihre Siedlungen lagen anfangs wie kleine Inseln im riesigen Waldmeer. Wegen der bänderartigen Verzierung ihrer Tongefäße bezeichnet man diese Bauern als Bandkeramiker, Linearbandkeramiker oder Linienbandkeramiker. Ihre Hausbauweise, ihr Keramikstil, ihr Schmuck, ihr Kunststil, ihre Bestattungsweise und ihre Religion unterscheiden sich auffällig von den Errungenschaften der vorhergehenden mittelsteinzeitlichen Jäger, Fischer und Sammler.

Die Bandkeramiker schufen eine völlig neue Welt, in der eine neue Wirtschafts- und Lebensweise, aber auch neue Werte und Glaubensvorstellungen alles verdrängten, was über Jahrtausende gewachsen war. Funde der Linienbandkeramischen Kultur (etwa 5.500 bis 4.900 v. Chr.) kennt man aus Baden-Württemberg, Bayern, dem Saarland, Rheinland-Pfalz, Hessen, Nordrhein-Westfalen, dem südlichen Niedersachsen, aus Thüringen, Sachsen-Anhalt, Sachsen, Brandenburg und aus dem unteren Odergebiet. Mit diesen Einwanderern befasst sich das Taschenbuch „Die ersten Bauern in Deutschland“ (GRIN-Verlag, München) des Wiesbadener Wissenschaftsautors Ernst Probst. Er hat sich durch seine Werke „Deutschland in der Urzeit“ (1986), „Deutschland in der Steinzeit“ (1991) und „Deutschland in der Bronzezeit“ (1996) in der Fachwelt einen Namen gemacht. Die Tageszeitung „Die Welt“ bezeichnete „Deutschland in der Urzeit“ als „Glanzstück deutscher Wissenschaftspublizistik“.

Bestellung des Taschenbuches „Die ersten Bauern in Deutschland“ bei:
http://www.grin.com/de/e-book/202821/die-ersten-bauern-in-deutschland

Taschenbücher und E-Books von Ernst Probst über Affenmenschen



München / Wiesbaden (internet-zeitung) - Nach Ansicht von Kryptozoologen, die weltweit nach verborgenen Tierarten (Kryptiden) suchen, leben auf der Erde noch zahlreiche unbekannte Spezies, die ihrer Entdeckung harren. Bisher sind auf unserem „Blauen Planeten“ etwa 1,5 Millionen Tierarten bekannt. Manche Wissenschaftler vermuten, dass mehr als 15 Millionen Tierarten noch unentdeckt bzw. unbeschrieben sind.

Der verhältnismäßig junge Forschungszweig der Kryptozoologie wurde von dem belgischen Zoologen Bernard Heuvelmans (1916–2001) um 1950 benannt und gegründet. Er sammelte Tausende von Berichten, Legenden, Sagen, Geschichten und Indizien verborgener Tiere und prägte durch seine Fleißarbeit die Kryptozoologie nachhaltig. Als Zweige der Kryptozoologie gelten die Dracontologie, die sich mit den Wasserkryptiden befasst, die Hominologie, die sich mit Affenmenschen beschäftigt, und die Mythologische Kryptozoologie, welche die Entstehungsgeschichte von Fabelwesen erforscht.

Die Kryptozoologie bewegt sich teilweise zwischen seriöser Wissenschaft und Phantastik. Kryptozoologen wollen nicht glauben, dass unser Planet schon sämtliche zoologischen Geheimnisse preisgegeben hat, obwohl Satelliten regelmäßig die ganze Erdoberfläche überwachen. Nach ihrer Ansicht bleibt das, was unter dem Kronendach tropischer Regenwälder oder in den Tiefen der Ozeane existiert, selbst modernster Spionage-Technik verborgen.

Den Kryptozoologen zufolge gibt es auf der Erde noch erstaunlich viele bisher unbekannte Tierarten zu entdecken. Auf allen fünf Erdteilen – so glauben Kryptozoologen – leben beispielsweise große „Affenmenschen“. Die bekanntesten von ihnen sind „Yeti“ im Himalaja, „Bigfoot“ in Nordamerika, „Orang Pendek“ („kurzer Mensch“) auf Sumatra und „Alma“ in der Mongolei. Als Affenmenschen gelten auch „Chuchunaa“ in Ostsibirien, „Nguoi Rung“ in Vietnam, „De-Loys-Affe“ in Südamerika, „Skunk Ape“ in Florida, „Yeren“ in China und „Yowie“ in Australien.

Als Affenmenschen werden – laut „Wikipedia“ – „affenähnliche“, das heißt nicht mit allen Merkmalen der Art Homo sapiens ausgestattete Vertreter der „Echten Menschen“ (Hominiden), bezeichnet. Sie gehören zu den bekanntesten Landkryptiden.

Beim GRIN-Verlag sind zahlreiche Taschenbücher und E-Books des Wiesbadener Wissenschaftsautors Ernst Probst über Affenmenschen aus aller Welt erhältlich:

Affenmenschen. Von Bigfoot bis zum Yeti
Alma. Ein Affenmensch in Eurasien
Bigfoot. Der Affenmensch aus Nordamerika
Chuchunaa. Der sibirische Affenmensch
Der De-Loys-Affe. Ein Menschenaffe in der „Neuen Welt“?
Nguoi Rung. Der vietnamesische Affenmensch
Orang Pendek. Der kleine Affenmensch auf Sumatra
Skunk Ape. Der Affenmensch in Florida
Yeren. Der chinesische Affenmensch
Yeti. Der Schneemensch im Himalaja
Yowie. Der australische Affenmensch

Diese Titel kann man auf der Seite http://tinyurl.com/oyqhl8j im Internet kaufen.

Donnerstag, 15. September 2016

Erde enthält mehr Staub von "roten Riesen" als primitive Meteorite

"Wir werfen Erdentstehungs- und Entwicklungsmodelle über den Haufen"

Alle Objekte in unserem Sonnensystem bestehen aus Material früherer Sternengenerationen. Wissenschaftler aus Münster, Chicago und Livermore (USA) haben nun mittels hochpräziser Isotopen-Messungen herausgefunden, dass die Erde mehr Material von sogenannten roten Riesen-Sternen enthält als die primitiven Meteorite (Chondrite) aus dem Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter. Diese Meteorite sind seit ihrer Entstehung zu Beginn des Sonnensystems vor mehr als viereinhalb Milliarden Jahren bis heute unverändert geblieben und gelten als die Urbausteine der Erde. Die Analyse ihres Gesteins ermöglicht daher Rückschlüsse auf die Zusammensetzung des Erdinneren und die geologische Entwicklung der Erde. Die in der Fachzeitschrift "Nature" publizierte Studie beweist, dass chondritische Meteorite nicht – wie bisher angenommen – repräsentativ für die isotopische Zusammensetzung der Erde sind.

Erstautor Dr. Christoph Burkhardt vom Institut für Planetologie der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) sagt: "Die Studie zeigt, dass die Staub- und Gas-Scheibe, aus der die Planeten und Meteoriten-Mutterkörper entstanden, nicht überall die gleiche Zusammensetzung hatte." Die Beobachtungen sollen helfen, besser zu verstehen, wie Materie im frühen Sonnensystem transportiert und vermischt wurde, und erlauben Rückschlüsse auf die Entstehungsgeschichte planetarer Körper und die Verwandtschaftsbeziehungen zwischen ihnen. "Unsere Arbeit hat weitreichende Folgen für unser Verständnis der Entstehung, Zusammensetzung und geologischen Entwicklung der Erde", sagt Christoph Burkhardt.

Dies zeigt sich vor allem bei der Interpretation eines kleinen Unterschieds in der isotopischen Zusammensetzung des Elements Neodym in Gesteinen der Erde und in chondritischen Meteoriten. Basierend auf der Grundannahme, dass die isotopische Zusammensetzung der Erde und Chondriten identisch ist, wird der Unterschied nach geltender Lehrmeinung durch den radioaktiven Zerfall von 146-Samarium zu 142-Neodym erklärt. Samarium und Neodym müssten sich somit zu einem sehr frühen Zeitpunkt in der Entwicklungsgeschichte der Erde – noch vor Entstehung des Mondes – durch Aufschmelzen des Erdmantels ungleich verteilt haben. Der mit Neodym angereicherte Teil, eine Art frühe Erdkruste, ist dann entweder seit seiner Entstehung in der Erde "versteckt" oder wurde durch Meteoriteneinschläge ins Weltall geschleudert. Die neue Studie zeigt nun, dass der isotopische Unterschied nicht auf radioaktiven Zerfall und frühe Schmelzprozesse im Erdmantel zurückzuführen ist, sondern nur auf den unterschiedlichen Anteil von Material roter Riesen-Sterne bei Erde und chondritischen Meteoriten. "Damit werfen wir die in den letzten zehn Jahren aufgekommenen Erdentstehungs- und Entwicklungsmodelle mitsamt ihren 'versteckten' Reservoiren über den Haufen", unterstreicht Christoph Burkhardt.

Originalpublikation:

C. Burkhardt, L. E. Borg, G. A. Brennecka, Q. R. Shollenberger, N. Dauphas, T. Kleine (2016): A nucleosynthetic origin for the Earth's anomalous 142Nd composition. Nature; DOI: 10.1038/nature18956

Harte Schale, gesunder Kern

Bereits die Pharaonen schätzten Nüsse als Schönheits- und Genussmittel, als wertvolle Öllieferanten und heilsame Naturarznei. Heute weiß man: Walnuss, Haselnuss, Mandel & Co. sind - trotz ihres hohen Fettgehalts - ein echter Gewinn für die Gesundheit.


Regensburg (obx-medizindirekt) - Nüsse haben wegen ihres hohen Fettgehalts auch einen hohen Kaloriengehalt. Mit teilweise über 600 kcal entsprechen 100 Gramm Nüsse immerhin dem Energiegehalt einer Hauptmahlzeit. "Der Fettgehalt liegt - je nach Nusssorte - zwischen 42 und 73 Prozent", heißt es bei der Deutschen Gesellschaft für Ernährung. Was die Nüsse aber von ungesunden "Fettbomben" unterscheidet, ist die günstige Zusammensetzung der Fettsäuren: Nüsse enthalten besonders viele einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren, die unser Körper braucht, um das unerwünschte, "schlechte" Cholesterin (LDL) zu reduzieren.

Ein niedrigerer LDL-Cholesterinspiegel wiederum senkt das Risiko von koronaren Herzkrankheiten. Das haben mehrere Studien, unter anderem der Universität im britischen York, herausgefunden. Auch bei den für Herz und Gefäße besonders wertvollen Omega-3-Fettsäuren haben Nüsse die Nase vorn. Omega-3-Fettsäuren senken den Blutfettspiegel, wirken der Bildung von Blutgerinnseln entgegen und verringern das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Besonders reich an mehrfach ungesättigten und Omega-3-Fettsäuren sind Walnüsse, Haselnüsse, Paranüsse, Erdnüsse, Pekannüsse und auch Maronen.

Nüsse: Gut für Konzentration und Knochen

Unter der harten Schale stecken noch mehr gute Argumente für die Gesundheit: Der relativ hohe Gehalt an Nahrungsfasern in Nüssen hat einen positiven Einfluss auf die Darmtätigkeit und auch auf den Cholesterinspiegel. Nüsse sind aber auch wertvolle Eiweißlieferanten und können insbesondere bei Vegetariern zu einer ausreichenden Proteinversorgung beitragen. Viele Nüsse, wie Mandeln, Haselnüsse oder Baumnüsse, beinhalten alle neun lebenswichtigen Aminosäuren. Daraus baut unser Körper die Eiweiße, die beispielsweise zum Bau neuer Zellen, zur Wundheilung und zum Muskelaufbau lebensnotwendig sind.

Auch in anderer Hinsicht sind Nüsse echte "Power-Früchte": Sie wirken sich dank ihres hohen Gehaltes an B-Vitaminen auch positiv auf Gehirn und Nervensystem aus und helfen bei Konzentrationsschwäche. Calcium, Magnesium und Phosphor sorgen für gesunde Zähne und stabile Knochen und der relativ hohe Gehalt an Zink, Eisen und Vitamin B6 unterstützt das Immunsystem.

Sind alle Nüsse gleich gesund?

"Es gibt eine Ausnahme, was den Gesundheitswert der Nüsse betrifft: die Kokosnuss", heißt es bei der Schweizer Gesellschaft für Ernährung. Sie enthält im Gegensatz zu den anderen Nüssen einen hohen Anteil an gesättigten Fetten. Deshalb ist das Fett der Kokosnuss auch sehr hitzestabil und wird noch immer gerne zum Braten verwendet. Aus ernährungsphysiologischer Sicht sind zum hohen Erhitzen aber andere Fette wie Sonnenblumen- oder Rapsöl aber wesentlich besser geeignet. Eine Sonderrolle im positiven Sinn spielen auch die Baumnüsse. Sie weisen den höchsten Gehalt an den gesunden Omega-3-Fettsäuren auf. Am besten hält man sich also auch bei den Nüssen an die Abwechslung, denn so profitiert man am besten von den unterschiedlichen Vorzügen der einzelnen Nusssorten.

Der Schütteltest gibt Auskunft über die Frische der Nüsse: Wenn der Kern klappert, ist er eingetrocknet und alt. Frische Nüsse bewahrt man am besten in einem Netz oder einer Holzkiste auf; so können sie atmen und sind länger haltbar. Ernährungsgesellschaften empfehlen einen täglichen Verzehr einer Portion Nüsse (20 bis 30 Gramm). Dabei sollten Sie ungesalzene und ungezuckerte Nüsse bevorzugen. Aber, Achtung: Wenn Sie vor dem Fernseher eine Packung mit 125 g gerösteten Erdnüssen naschen, ist und bleibt dies mit über 700 kcal eine Kalorienbombe. Besser: Vor dem Fernseher Nüsse selber knacken, das dauert wesentlich länger. Mehr als eine Handvoll Nüsse sollte es aber nicht sein.
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Mittwoch, 14. September 2016

Wenn man eine Kündigung wagt

Empört rief mich heute ein Mitarbeiter meines bisherigen Erdgas- und Stromlieferanten an. Der Grund: ich hatte mich dazu entschlossen, Erdgas und Strom künftig bei einer anderen Firma wesentlich preiswerter zu beziehen. Ersparnis im ersten Jahr: etwa 1.000 Euro. Der Mitarbeiter warf mir vor, als langjähriger Kunde hätte ich doch erst bei seiner Firma anrufen und mitteilen sollen, dass ich ein günstigeres Angebot nützen könne. Dann hätte man mir ebenfalls ein günstigeres Angebot anbieten können. Die Ersparnis des anderen Anbieters stimme nicht, hieß es außerdem. Nach langem Hin und Her entschied ich, bei meiner Kündigung zu bleiben.

Meine Recherchen im Internet belegten, dass mein früherer Anbieter mit zu den teuersten Lieferanten von Erdgas und Strom gehört. Die von meinem neuen Anbieter erwähnten günstigeren Angebote waren korrekt. Ähnliche Angebote unterbreiten auch andere Firmen. Erst lange nach dem Telefongespräch fiel mir ein, dass ich dem Anrufer einen Kompromissvorschlag hätte machen können: Seine Firma hätte mir für die zurückliegenden Jahre eine Rückerstattung der zuviel von mir bezahlten Erdgas- und Stromlieferungen geben können. Dann wäre ich sicherlich weiterhin Kunde bei seiner Firma geblieben und hätte etliche tausend Euro auf meinem Bankkonto gehabt. Das Beste fällt einem im Leben leider oft viel zu spät ein.

Dienstag, 13. September 2016

Streichinstrumente als Wertanlage

Bedburg (violin assets)– Eine Stradivari zur Portfolio-Diversifikation? Wer meint, ein solches alternatives Investment sei nur für Millionäre interessant, die neben Aktien, Renten, Beteiligungen und Immobilien noch immer zu viel Bargeld auf dem Konto halten, der irrt. Auch „Normalverdiener“ können gewinnbringend in hochwertige Streichinstrumente investieren. Denn sie erwerben eine wertbeständige Sachanlage – und die Möglichkeit, Künstler mäzenatisch zu fördern.
Angesichts des anhaltenden Niedrigzinsumfelds, bei dem traditionell sichere Anlagen kaum mehr rentieren, sind alternative Wertobjekte gefragter denn je. Rotwein, Oldtimer, Ölgemälde gehören zu dieser Anlageklasse, und ebenso Streichinstrumente.
Wer denkt dabei nicht gleich an „Stradivari“, den berühmtesten Geigenbauer der Welt. Seine Instrumente sind in der Hand von Spitzenmusikern noch heute das Maß aller Dinge. Auf dem internationalen Instrumentenmarkt werden sie zu Millionenpreisen gehandelt. Nicht selten tragen sie exotische Namen – wie „Lady Inchiquin“ oder „Lady Blunt“ –, und ihre Eigentümer- und Spielhistorie ist meist über viele Jahre und Jahrzehnte dokumentiert.
„Solche prominenten Instrumente befinden sich gewöhnlich im Besitz von Stiftungen, Unternehmen oder sehr vermögenden Privatleuten“, sagt Christian Reister. Er ist Mitinhaber von VIOLIN ASSETS. Das junge Unternehmen ist auf Schloss Bedburg bei Köln beheimatet und hat sich auf den Handel mit hochwertigen Streichinstrumenten spezialisiert. Meistens sind sie nicht in Panzerschränken verschlossen, sondern erklingen als Leihgabe an junge oder etablierte Musiker in den Konzertsälen der Welt.

Doch man müsse nicht Millionär sein, um ein hochwertiges Streichinstrument sein eigen zu nennen. „Die Preise für moderne Instrumente, die investitionsfähig sind, beginnen bei etwa 30.000 Euro“, sagt Christian Reister, „historische Instrumente lohnen sich ab etwa 100.000 Euro als Kapitalanlage.“

Monetäre und ideelle Rendite
Einer seiner Kunden habe gerade seine zweite Geige erworben. Sie befindet sich in einem Preissegment bis 50.000 Euro. Mit den Instrumenten fördert er eine junge Taiwanesische und eine junge deutsche Musikerin. „Ich habe große Freunde an diesen Investments“, dürfen wir den Kunden zitieren, „denn jenseits der monetären Wertsteigerung bringen sie mir eine wunderbare ideelle Rendite.“ Der enge Kontakt zu den Stipendiatinnen erschließe ihm musikalische Darbietungen, wie sie nur einem exklusiven Kreis von Förderern offen stehen. „Darüber hinaus habe ich über mein Engagement auch zu einem neuen Verständnis von Musik, Kunst und Kultur gefunden“, sagt der Privatmäzen.

Historische und moderne Instrumente
Es muss nicht gleich eine Stradivari sein. Auch Instrumente anderer Geigenbauer und anderer Epochen eignen sich als Wertanlage. Ihre Kennzeichen: Sie fertigen lediglich sechs bis acht Instrumente pro Jahr. Die Geigen, Bratschen und Celli weisen eine individuelle und erkennbare Handschrift auf. Und diese Qualität schlägt sich auch in der Wertentwicklung nieder. „Beachten sollte man jedoch, dass der Instrumentenmarkt nicht jederzeit liquide ist“, sagt Christian Reister, „deshalb empfehlen wir diese Art der Sachanlage nur langfristig orientierten Investoren.“

Kontakt und mehr Informationen
Violin Assets GmbH
Schloss Bedburg
Graf-Salm-Straße 34
50181 Bedburg
www.violin-assets.com
info @ violin-assets.com

Montag, 12. September 2016

Taschenbücher über Großsteingräber und Menhire



München / Wiesbaden / Mainz (internet-zeitung) – Über Großsteingräber (Megalithgräber) und Menhire (Hinkelsteine)  informieren drei Taschenbücher des „GRIN Verlag“ (München). Dabei handelt es sich um die Titel „Das Rätsel der Großsteingräber“ und „Was ist ein Menhir?“ des Wiesbadener Wissenschaftsautors Ernst Probst sowie „Das Rätsel der Menhire“ des Mainzer Archäologen Dr. Detert Zylmann.

Inhalt des Taschenbuches „Das Rätsel der Großsteingräber. Die nordwestdeutsche Trichterbecher-Kultur“:
Geradezu schlagartig haben in der Jungsteinzeit vor rund 5.500 Jahren die Ackerbauern und Viehzüchter in Nordwestdeutschland eine völlig neue Bestattungssitte übernommen. Sie war mit dem mühseligen Bau von monumentalen Großsteingräbern verbunden. Die mit  tonnenschweren Steinblöcken errichteten riesigen Grabbauten aus jener Zeit wirken so eindrucksvoll, dass man sie früher Riesen (Hünen) statt Menschen zuschrieb. Mit den tüchtigen Erbauern der Dolmen, Ganggräber und Steinkistengräber in Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg befasst sich das Taschenbuch „Das Rätsel der Großsteingräber. Die nordwestdeutsche Trichterbecher-Kultur“. Es schildert ihre Anatomie, Krankheiten, Häuser, Siedlungen, Landwirtschaft, Verkehrswesen, Werkzeuge und Waffen, ihren Schmuck, ihre Kunst sowie ihre Religion. Das 136 Seiten umfassende Taschenbuch ist reich mit Zeichnungen und Fotos bebildert.

Inhalt des Taschenbuches „Was ist ein Menhir? Interview mit dem Mainzer Archäologen Dr. Detert Zylmann“:
Was ist ein Menhir? Warum werden Menhire im deutschen Volksmund auch „Hinkelsteine“ genannt? Aus welcher Zeit stammen die ältesten Menhire? Wie lang ist der größte Menhir und wo steht bzw. liegt er? Weiß man heute, welchen Zweck die Menhire hatten? Auf diese und andere Fragen gibt das Taschenbuch „Was ist ein Menhir? Interview mit dem Mainzer Archäologen Dr. Detert Zylmann“ eine Antwort. Es befasst sich mit rätselhaften Steinmalen bis zu 21 Meter Höhe, die in der Zeit von etwa 4500 bis vielleicht 2000 v. Chr. oder noch  länger in Europa errichtet wurden. In Deutschland kennt man unverzierte oder verzierte Menhire (auch „Hinkelsteine“ genannt) aus Baden-Württemberg, dem Saarland, Rheinland-Pfalz, Hessen, Thüringen, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Brandenburg. Der größte bekannte Menhir aus Deutschland befindet sich im Saarland, heißt Gollenstein und ist rund 6,50 Meter hoch. In Frankreich kennt man sogar einen ursprünglich ungefähr 21 Meter hohen Menhir. Das Taschenbuch „Was ist ein Menhir?“ umfasst 84 Seiten und enthält viele Abbildungen.
Der Wiesbadener Wissenschaftsautor Ernst Probst hat von 1986 bis heute rund 200 Bücher, Taschenbücher, Broschüren, Museumsführer und E-Books veröffentlicht. Er schrieb vor allem populärwissenschaftliche Werke aus den Themenbereichen Paläontologie und Archäologie sowie Biografien über berühmte Frauen und Männer.

Inhalt des Taschenbuches „Das Rätsel der Menhire“ von Dr. Detert Zylmann:
Was hat die Menschen der jüngeren Steinzeit ab Mitte des 5. Jahrtausends v.Chr. bewogen, tonnenschwere und bis zu 21 Meter hohe Steinmale, die Menhire oder „Hinkelsteine“, zu errichten? Wie schaffte man es, diese Kolosse zu transportieren und aufzustellen? Welchen Zweck hatten die meistens freistehend, einzeln, in Kreisen oder manchmal sogar zu Tausenden in Reihen angeordneten Kolosse? Mit solchen Fragen befasst sich der Mainzer Archäologe Dr. Detert Zylmann in seinem Taschenbuch „Das Rätsel der Menhire“.

Obwohl Wissenschaftler sie sorgfältig untersuchten und mancherlei Fantasten glaubten, das Rätsel um diese Steine gelöst zu haben, blieben die Menhire bis heute von Geheimnissen umwittert. Unbestritten ist nur, dass sie eine kultisch-religiöse Funktion hatten. Vielleicht dienten diese eindrucksvollen Steinmale einst als Götteridole, phallische Kultdenkmäler, Opferpfähle, Gerichtsstätten, Ahnenkultmale, Ruhesitze für umherschwebende Seelen oder als „Ersatzleiber“ Verstorbener, an denen die Hinterbliebenen Abschied nehmen konnten.

Über Jahrtausende hinweg - von der Steinzeit bis in die Gegenwart - zogen Menhire immer wieder Menschen in ihren Bann. Einige der mysteriösen Steinmale konnten sich angeblich zu hohen Feiertagen drehen oder sie gaben Weh- und Klagelaute von sich, wenn jemand sein Ohr an sie legte. Von anderen erhofften sich Abergläubische durch ihre Berührung einen segensreichen Einfluss auf die Liebe und den Kindersegen oder die Heilung von Krankheiten.

Menhire hat man zu unterschiedlichen Zeiten in Europa, Asien, Afrika und Amerika aufgestellt. Besonders eindrucksvoll wirken die Menhir-Alleen von Ménec, Kermario und Kerlescan im französischen Departement Morbihan auf Betrachter. In Deutschland können die letzten steinernen Zeugen eines unbekannten prähistorischen Kultes in Baden-Württemberg, im Saarland, in Rheinland-Pfalz, Hessen, Thüringen, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern bewundert werden. Das Taschenbuch „Das Rätsel der Menhire“ hat 124 Seiten und enthält zahlreiche Fotos und Zeichnungen.

Der Archäologe Detert Zylmann wurde 1944 in Hamburg geboren. Nach dem Studium der Vor- und Frühgeschichte, Ethnologie und Anthropologie in Hamburg und Mainz promovierte er 1980 in Mainz. Nach zweijähriger Tätigkeit am Institut für Denkmalpflege in Hannover, Dezernat Inventarisation, übernahm er 1983 die Stelle eines wissenschaftlichen Mitarbeiters bei der Archäologischen Denkmalpflege Mainz. Er ist verheiratet, hat zwei Kinder und ist  inzwischen im Ruhestand.

Freitag, 9. September 2016

Buchtipp: Archaeopteryx. Die Urvögel aus Bayern


Urvögel auf einer Zeichnung des Berliner Tiermalers Heinrich Harder (1858-1935)


Solnhofen / Eichstätt (internet-zeitung) - Die geologisch ältesten, meisten und schönsten Urvögel kamen im Gebiet von Solnhofen, Langenaltheim, Eichstätt, Jachenhausen bei Riedenburg und Daiting in Bayern zum Vorschein. Dort wurden bisher eine Feder und zwölf Skelette von Urvögeln der ungefähr tauben- oder krähengroßen Gattung Archaeopteryx entdeckt. Weitere solche Funde werden sicherlich folgen. Jene Vogelvorfahren aus der späten Jurazeit vor etwa 150 Millionen Jahren hatten Merkmale von Vögeln und von Reptilien. Kennzeichnend für Reptilien sind die bezahnten Kiefer, der saurierartige Bau von Schultergürtel und Becken, die Proportionen der Vorderbeine, die bekrallten Finger, einfach gebaute Rippen ohne Querfortsätze, Bauchrippen und der lange Wirbelschwanz. Mit diesen ältesten bekannten Vogelvorfahren aus der Zeit der Dinosaurier und Flugsaurier befasst sich das Taschenbuch „Archaeopteryx. Die Urvögel aus Bayern“ des Wiesbadener Autors Ernst Probst. Manche Laien können sich vermutlich nur schwer vorstellen, dass Vögel aus evolutionsbiologischer Sicht eine Gruppe von hochspezialisierten Dinosauriern und somit Reptilien sind. Archaeopteryx kann man heute als Urvogel, als Sauriervogel oder als gefiederten Dinosaurier bezeichnen.

Bestellung des Taschenbuches „Archaeopteryx. Die Urvögel aus Bayern“ bei:
https://www.amazon.de/Archaeopteryx-Die-Urv%C3%B6gel-aus-Bayern/dp/3656242372

„Botticelli Inferno“ – die faszinierende Kino-Dokumentation

Der Renaissance-Meister Botticelli begeistert und fasziniert die Menschen bis heute. Seine Werke sind berühmt und locken hunderttausende Fans in Ausstellungen. Eines seiner Werke allerdings – vielleicht sogar das wichtigste überhaupt – war über Jahrhunderte verschollen. Diese Zeichnung inspirierte Erfolgsschriftsteller Dan Brown zu einem Weltbestseller – die „Mappa del Inferno“, der Höllentrichter.
Die Originalzeichnung lag viele Jahrhunderte verschlossen in den Klimakammern des Vatikan. Für die Dokumentation „Botticelli Inferno“ haben sich die Klimatresore des Vatikan geöffnet. Die Autoren erzählen die atemberaubende Geschichte dieses Meisterwerks – spannend wie ein Thriller, tiefgründig und sehr emotional.
Botticelli, der florentinische Meister - bekannt für seine anmutigen Gemälde wie „Die Geburt der Venus“ oder „Primavera“ - hatte auch eine dunkle Seite. Er malte und zeichnete die Hölle wie der Dichter Dante sie beschrieben hatte und brauchte dafür mehr als ein Jahrzehnt. Warum, was ist das Geheimnis hinter diesem Werk?
Der Film entführt seine Zuschauer in eine andere Welt: die Hölle, wie sie der italienische Dichterfürst Dante Alighieri beschrieben und Botticelli sie gezeichnet hat. Die Idee der Meister:
Wir kommen alle in die Hölle!
Der Film nimmt uns mit auf eine Reise durch die Hölle mit spannenden und faszinierenden Einblicken in die Kunst Botticellis und ihre bisher verborgene Geschichte.
Der Weg ins Paradies führt zwangsläufig über neun Stufen durch die Hölle (italienisch „Inferno“) und das Fegefeuer. Nur wer alle diese Stufen durchsteht und alle Höllenqualen durchlebt, kommt ins Paradies – vielleicht! Die Beschreibungen der insgesamt neun Höllenkreise, die Dante beschrieben hat, erweckte Botticelli in insgesamt 102 detailreichen Zeichnungen zum Leben.
Das zentrale, aufwändig kolorierte Hauptwerk dieser Zeichnungen ist der „Höllentrichter“ – eine Art Wegweiser durch die Hölle, der die verschiedenen Stufen zeigt. Ein faszinierendes Werk, das den Betrachter mit seinen dargestellten Grausamkeiten schaudern lässt – gleichzeitig aber auch neugierig macht auf die Geheimnisse, die hier verborgen sind. Was sagt uns dieses Bild voller Geheimnisse noch heute? Es berührt die Seelen und blickt auf die geheimen Seiten des Menschen. Wer „Botticelli Inferno“ sieht, reist selbst in sein Inneres und entdeckt das eigene Wesen, die eigenen dunklen Seiten.
Mein Name ist Botticelli, Sandro Botticelli
Botticelli gilt als einer der bedeutendsten Renaissance-Künstler. Schon zu Lebzeiten wurden seine Werke sehr geschätzt, insbesondere die Medici waren Förderer seiner Kunst. Immer wieder brach Botticelli mit Konventionen und brachte zahlreiche Innovationen in die Malerei. Mehr als 400 Jahre nach seinem Tod beeinflusst er die heutige populäre Kultur noch immer – Künstler wie Lady Gaga oder Dan Brown lassen sich von ihm inspirieren. Ausstellungen mit seinen Werken ziehen Hunderttausende in ihren Bann, wie erst vor wenigen Monaten in Berlin und London.
„Botticelli Inferno“ wirft einen Blick auf die eher unbekannte, dunkle Seite des Genies. Der Mann, der mit der „Geburt der Venus“ (dem ersten, fast lebensgroßen Frauenakt seit der Antike) unser heutiges Bild von weiblicher Schönheit wesentlich mitprägte, befasste sich über eine Dekade ausführlich mit den zeitgenössischen Jenseitsvorstellungen des Mittelalters, die der Dichter Dante Alighieri in seiner „Göttlichen Komödie“ festgehalten hat.
High End-Bilder in 4K, gedreht an Originalschauplätzen
Regisseur und Drehbuchautor Ralph Loop schuf einen Film, der diese Geheimnisse auf einer aufwändigen Reise an Originalschauplätzen entschlüsselt – und uns gleichzeitig den Menschen Botticelli und sein Werk näherbringt. Gedreht wurde im Sommer 2016 im Vatikan in Rom, Florenz, London, Berlin und Schottland.
Für die Dokumentation „Botticelli Inferno“ wurde die „Mappa del Inferno“ in einem Hochleistungsscanner durchleuchtet. Dadurch werden Details sichtbar, die dem Auge bisher verborgen blieben. Botticelli hat Botschaften versteckt, die bisher nicht erkennbar waren. Alle Aufnahmen wurden mit Hochleistungskameras im 4K-Format gedreht. Auch dadurch werden für die Dokumentation völlig neue Perspektiven und Einsichten in die Bilder des Meisters möglich.
Die Erzählung ist dabei nicht nur klassisch – es kommen sowohl Dante wie auch Botticelli selbst zu Wort. Das Ergebnis: Gänsehaut beim Zuschauer und atemberaubende Spannung. Ist da mehr? Warum hat er so und nicht anders gemalt? Was hat ihn an der Beschreibung der Hölle von Dante so fasziniert?
Dante Alighieri selbst hat seinem Text über den Höllentrichter diese Worte vorangestellt:
„Ihr, die ihr hier eintretet, lasst alle Hoffnung fahren…“.
Die deutsch-italienische Koproduktion „Botticelli Inferno“ von TV Plus, Medea Film Irene Höfer und Nexo Digital startet am 03.11.2016 im Verleih von Schülke Cinema Consult in den Kinos. Die Produktion wurde gefördert mit Mitteln der nordmedia – Film und Mediengesellschaft Niedersachsen/Bremen.
Der Film markiert den Start der Reihe „Cinema4Arts“. Die Produzenten planen unter diesem Label künftig weitere hochklassige Kunst-Dokumentationen für die große Kinoleinwand zu erstellen.

LVR-LandesMuseum zeigt „bilderstrom. Der Rhein und die Fotografie 2016-1853“


Fotografie-Ausstellung vom 10.9.2016-22.1.2017
  
Bonn - Die Ausstellung versammelt rund 260 eindrucksvolle Fotografien von 62 bedeutenden europäischen Fotografen aus 163 Jahren. Ob als „Vater Rhein“, national umkämpfte Grenzlinie, Sehnsuchtslandschaft der (Post-)Romantik, ökologisch bedrohtes Biotop, tagestouristisches Ausflugsziel, ökonomische Lebensader, urbaner Alltagsraum, Sinnbild Europas oder als ewig mäanderndes Fließgewässer: Der Rhein erweist sich immer wieder als bildschöpfender Fluss. Damit eröffnet „bilderstrom“ facettenreich eine motivbezogene Geschichte der Fotografie.

Die Ausstellung erkundet die Wechselwirkungen zwischen Fluss und Bild anhand der Fotografie, einem Verfahren, das in einem besonderen Spannungsfeld zwischen Wirklichkeitstreue und der Sehnsucht nach Imagination steht. Die Schau vereint namhafte europäische Fotografen, insbesondere aus Deutschland und den Anrainerstaaten Schweiz, Frankreich und den Niederlanden. Das Spektrum reicht von freien dokumentarischen und bildjournalistischen Arbeiten bis zu fotokünstlerischen Positionen.

Die Ausstellung ist ein Kooperationsprojekt mit der Bundeskunsthalle, die zeitgleich die Ausstellung Der Rhein. Eine Europäische Flussbiografie präsentiert. Beide Ausstellungen können mit einem vergünstigen Kombi-Ticket besucht werden.

Dienstag, 6. September 2016

Die richtige Pflege der Baby- und Kinderhaut

Hannover (apothekerkammer-niedersachsen) – Baby- und Kinderhaut sind empfindlich und benötigen viel Zuwendung und Pflege. Die Kleinen leiden oft unter verschiedenen Hautproblemen wie Rötungen, Pusteln, Pickelchen oder Bläschen. Die Apothekerkammer Niedersachsen empfiehlt bei Hautproblemen eine individuelle Beratung in der Apotheke, welche Produkte sich zur Behandlung und Pflege der Baby- und Kinderhaut eignen.
Hautausschläge kommen bei Kindern häufig vor. Einige der typischen Kinderkrankheiten wie Masern und Röteln, Scharlach und Windpocken gehören dazu. Rund 13 Prozent der kleinen Patienten leiden unter einem atopischen Ekzem auch Neurodermitis genannt. Typische Zeichen sind trockene, rote und juckende Ekzeme.
Welche Ursachen Hautauschlägen zu Grunde liegen, lässt sich nicht immer gleich feststellen. Für die Behandlungen stehen auch nicht immer geeignete Fertigprodukte zur Verfügung. Verlässlichen Rat bei der Behandlung von kleinen Hautleiden finden Eltern in der Apotheke. Sind Allergien oder Unverträglichkeiten bekannt, können Arznei- und Pflegemittel mit geeigneten Inhaltsstoffen individuell für den kleinen Patienten angefertigt werden. Schwerwiegende Hautleiden sollten immer durch einen Kinder- oder Hautarzt abgeklärt werden. Ist die Diagnose gestellt, bietet eine weitere Beratung durch den Apotheker zu passenden Pflegeprodukten eine sinnvolle Ergänzung.
Individuelle Herstellung
Niedersächsische Apotheker stellen regelmäßig Medikamente selbst her. Dazu gehören Individualrezepturen wie Salben, Cremes, oder Lotionen, die speziell für die gereizte, trockene oder gerötete Kinderhaut angefertigt und individuell auf das Krankheitsbild sowie das Alter des Kindes abgestimmt werden. Damit die kleinen Patienten ihre Rezeptur in bester Qualität erhalten, gelten hohe Standards. Bereits bei der Auswahl der Rohstoffe, den sogenannten Wirk- und Hilfsstoffen, und der Primärpackmittel wie der richtigen Tube, Kruke oder Emulsionsflasche achten Apotheker auf hohe Qualität. Gemäß der GMP-Vorschriften (Good Manufacturing Practice), die zu einer guten Herstellungspraxis für Arzneimittel verpflichten, ist die Wahl verlässlicher Lieferanten, die die Güte und Herkunft der Produkte garantieren können, unerlässlich. Erst wenn alle Bestandteile geprüft wurden und den gesetzlichen Vorschriften standhalten, werden sie zur Verarbeitung von Individualrezepturen eingesetzt. Wer individuell angefertigte Rezepturen oder Hautpflegeprodukte aus der Apotheke erhält, sollte diese generell trocken und dunkel bei Raumtemperatur lagern. Die Haltbarkeits- bzw. Aufbrauchfrist der angefertigten Mittel ist begrenzt und wird vom Apotheker auf der Verpackung vermerkt.
Windeldermatitis
Viele Eltern von Wickelkindern kennen Windeldermatitis zur Genüge. Durch das feuchtwarme Milieu an Babys Po wird die empfindliche Haut schnell wund. Zusätzlich wird die Haut durch die Zersetzungsprodukte des Stuhls strapaziert. Damit es nicht zu weiteren Reizungen kommt, sollte die Windel rechtzeitig gewechselt und die Haut auf jeden Fall schonend gereinigt und anschließend sorgsam getrocknet werden. Wundschutzpasten können sinnvoll sein, um die gereizte Babyhaut zu schützen. So unterstützen Präparate mit Zink, Lebertran oder Panthenol die Haut bei einer raschen Erholung.
Richtiges Baden
Sobald die Nabelschnur abgefallen ist, kann mit dem Baden begonnen werden. Die Wassertemperatur sollte 37 bis 38°C betragen und der Raum circa 22°C warm sein. Nach einem fünf- bis zehnminütigen Bad sollten Eltern ihre Babys und Kleinkinder sorgsam trockentupfen. Bei gereizter Haut sollten Eltern zur Pflege nach dem Bad zu Zubereitungen mit geringem Fettanteil greifen, während bei Kälte oder längeren Aufenthalten im Freien fetthaltigere Varianten zu bevorzugen sind.
Besondere Hautpflege
Die Schutzfunktion und Wärmeregulierung der Haut ist beim Baby noch nicht ausgereift, die Haut reagiert daher empfindlicher auf äußere Einflüsse wie Temperaturschwankungen, chemische Duft- oder Konservierungsstoffe oder aggressive Tenside. Eine gesunde Babyhaut sollte deshalb nur mit Wasser gereinigt und maximal zwei Mal in der Woche ohne Seife und Shampoo gebadet werden. Sie muss nicht eingecremt werden.
Erst mit circa sechs Jahren ist die Kinderhaut so funktionstüchtig wie die der Erwachsenen. Dementsprechend ist bei der Pflege der Kinderhaut auf eine schonende Reinigung zu achten. Anschließend sollte sie möglichst mit Produkten gepflegt werden, die keine aggressiven Substanzen und überflüssige chemische Komponenten wie Duft-, Farb- und Konservierungsstoffe enthalten. Der Apotheker berät bei der Auswahl der richtigen Pflege.
Der Apothekerkammer Niedersachsen gehören rund 7.000 Mitglieder an. Der Apotheker ist ein fachlich unabhängiger Heilberufler. Der Gesetzgeber hat den selbstständigen Apothekern die sichere und flächendeckende Versorgung der Bevölkerung mit Arzneimitteln übertragen. Der Beruf erfordert ein vierjähriges Pharmaziestudium an einer Universität und ein praktisches Jahr. Dabei erwirbt der Studierende Kenntnisse in pharmazeutischer Chemie und Biologie, Technologie, Pharmakologie, Toxikologie und Klinische Pharmazie. Nach dem Staatsexamen erhält er eine Approbation. Nur mit dieser staatlichen Zulassung kann er eine öffentliche Apotheke führen. Als Spezialist für Gesundheit und Prävention berät der Apotheker seriös und unabhängig. Er begleitet den Patienten fachlich, unterstützt ihn menschlich und hilft ihm so, seine Therapie im Alltag umzusetzen.

Donnerstag, 1. September 2016

Arzneimittelsicherheit wird durch Apotheker erhöht

Frankfurt am Main (landesapothekerkammer-hessen – Jeden Tag werden 3,6 Millionen Patienten in den 20.249 bundesdeutschen öffentlichen Apotheken, davon 1.518 Apotheken in Hessen, mit Medikamenten versorgt. Alle in der Apotheke abgegebenen Fertigarzneimittel werden auf einem hohen Qualitätsniveau von der pharmazeutischen Industrie hergestellt. Jede produzierte Menge eines Herstellungsganges, die sogenannte Charge, wird vor der Freigabe und der Belieferung der Apotheken vom jeweiligen pharmazeutischen Hersteller überprüft. Dennoch können unsachgemäße Bedingungen in der Lieferkette oder auftretende Mängel zwischen Herstellung und Abgabe die Qualität der Arzneimittel beeinträchtigen. Damit Patienten mit qualitativ einwandfreien Medikamenten versorgt werden, fungieren in Deutschland die öffentlichen Apotheken als letzte Kontrollinstanz. Jede Apotheke nimmt täglich mindestens eine Stichprobe vor. Damit werden in Deutschland jeden Tag über 20.000 Fertigarzneimittel bzw. apothekenpflichtige Medizinprodukte auf ihre Qualität hin kontrolliert, erläutert Ursula Funke, Präsidentin der Landesapothekerkammer Hessen.

Prüfmechanismus zum Wohle des Patienten
100.498 Fertigarzneimittel sind in Deutschland behördlich zugelassen, rund die Hälfte davon ist rezeptpflichtig. Ob vom Arzt verordnet oder frei verkäuflich: Gemäß der Apothekenbetriebsordnung wird von den Apothekern täglich und nach dem Zufallsprinzip ein Fertigarzneimittel zur Prüfung herangezogen. Kontrollmerkmale sind die Kennzeichnung des Arzneimittels, die Packungsbeilage sowie das Packmittel auf Auffälligkeiten. Qualitätsmängel wie beispielsweise Verpackungsfehler, galenische oder mechanische Defekte, Deklarationsfehler werden von den Apothekern an die für die Arzneimittelüberwachung zuständige Behörde und die Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker (AMK) gemeldet. Innerhalb kurzer Zeit kann durch eine behördliche Warnmeldung ein mangelhaftes Medikament in ganz Deutschland zurückgerufen werden. Mit diesem abgestimmten Prüfmechanismus sorgen die Apotheken für einen wirksamen Schutz der Patienten.
Qualitätskontrolle durch hessische Apotheker
In den letzten Jahren wurden in Hessen zwischen 500 und 600 Fälle von Arzneimittelmängeln jährlich an die Behörden bzw. die Arzneimittelkommission gemeldet. Dadurch konnten Medikamente aus dem Umlauf genommen werden, die nicht den Anforderungen entsprachen. In der Praxis sorgt diese kontinuierliche Qualitätskontrolle durch konkrete Anforderungen an die Prüfung, Lagerung und Herstellung der Medikamente für eine hohe Arzneimittelsicherheit.
Transport und Lagerung empfindlicher Medikamente
Werden Arzneimittel nicht richtig gelagert oder transportiert, können sie ihre Wirksamkeit einbüßen. Bestimmte Präparate sind hochempfindlich gegenüber Licht oder schwankenden Temperaturen, sie müssen mit äußerster Präzision behandelt werden: So werden Impfstoffe beispielsweise in Kühlboxen angeliefert und bei Ankunft in der Apotheke sofort in einen Arzneikühlschrank einsortiert. Holen Patienten Impfstoffe ab oder nehmen andere temperatursensitive Medikamente mit nach Hause, erhalten sie in der Apotheke Kühltaschen für den Transport. Andere Präparate hingegen sind lichtempfindlich und müssen daher durchgehend lichtgeschützt verpackt bzw. gelagert werden. Im Beratungsgespräch sensibilisiert der Apotheker den Patienten für den sachgemäßen Transport und die richtige Lagerung zu Hause, so dass die Qualität bis zur Einnahme des Medikamentes erhalten bleiben kann.
Der Landesapothekerkammer Hessen gehören rund 5.950 Apothekerinnen und Apotheker an. Der Heilberuf des Apothekers unterliegt einem gesetzlichen Auftrag. Zu den Aufgaben der Landesapothekerkammer gehören die Förderung der Fort- und Weiterbildung und die Überwachung der Einhaltung der Berufspflichten durch ihre Mitglieder. Die Landesapothekerkammer stellt ebenso eine flächendeckende Versorgung der Bevölkerung in ganz Hessen mit Medikamenten sicher

Der weisse Orca taucht wieder auf

Wädenswil (OzeanCare) - Die Sichtungen eines prächtigen, adulten, völlig weissen Schwertwals, in der Folge „Iceberg“ genannt, lösten im Frühjahr 2012 weltweit grosses Medieninteresse aus. Gerade bei Walen und Delphinen sind weisse Tiere extrem selten. Trotz regelmässiger Beobachtung der Orca-Gruppen in den Gewässern im Osten Russlands dauerte es Jahre, bis Iceberg wieder gesichtet wurde.
„Er ist gesund und nach wie vor im Verband seiner 13-köpfigen Familie“, erklärt Erich Hoyt, Wissenschaftler von Whale and Dolphin Conservation (WDC) und Co-Direktor des Far East Russia Orca Project (FEROP). „Wir nehmen an, dass er jetzt mindestens 22 Jahre alt ist – für einen männlichen Orca also in der Mitte des Lebens steht.“
Aber Iceberg blieb nicht der einzige völlig weisse Orca, den das FEROP-Team sichtete. In der heute erscheinenden Ausgabe der FachzeitschriftAquatic Mammals wird ein wissenschaftlicher Bericht veröffentlicht, in dem das FEROP-Team Sichtungen von mindestens fünf und höchstens acht weissen Orcas im Nordpazifik (Kamtschatka und vorgelagerte Inseln) beschreibt. Diese Orcas, Männchen, Weibchen und Kälber, gehören verschiedenen Gruppen an – abgesehen von einer weissen Orca-Mutter, die mit einem weissen Kalb unterwegs war.
Die russischen Gewässer beherbergen damit die höchste bekannte Dichte von weissen Schwertwalen weltweit: Statistisch betrachtet ist hier jeder tausendste Orca völlig weiss. Im Gegensatz dazu wurde in den Gewässern der Antarktis, wo die grösste Orca-Population der Welt lebt, noch nie ein weisser Schwertwal gesichtet. Für Säugetiere gilt generell ein Verhältnis von 1:10‘000 für weisse Individuen, bei Menschen in Westeuropa liegt das Phänomen des Albinismus bei 1:20‘000.
„Weltweit sind die Schwertwal-Populationen relativ klein und haben eine geringe genetische Vielfalt“, sagt Hoyt. „Daher ist eine erhöhte Rate an weissen, albinotischen oder leuzistischen Tieren nicht überraschend. Es ergibt sich daraus jedoch auch eine Verwundbarkeit der Orcas nicht nur gegenüber äusseren Bedrohungen, sondern auch gegenüber Mutationen, die in kleinen Populationen mit erhöhter Inzucht zu einer beträchtlichen Gefahr werden kann.“
„Iceberg und seine sehr speziellen weissen Artgenossen sind seltene und aussergewöhnliche Botschafter dieser Gewässer, die gesteigerter Schutzbemühungen bedürfen“, betont Nicolas Entrup, Konsulent der internationalen Meeresschutzorganisation OceanCare. „Das Team junger, russischer Wissenschaftler bei FEROP leistet hervorragende Arbeit unter sehr schwierigen Bedingungen und unterstützt die Bemühungen, Schutzgebiete in russischen Gewässern einzurichten. Wir dürfen nicht vergessen, dass dies die letzte Region weltweit ist, in der Orcas für Vergnügungsparks gefangen werden.“
Seit 2012 wurden in russischen Gewässern mindestens 16 Orcas gefangen und ihren Familienverbänden entrissen.
FEROP arbeitet seit 2000 entlang der Küste von Kamtschatka sowie um die nördlichen Kurilen und die Kommandeurinseln. Es wurden bis dato mehr als 1‘500 Orcas individuell identifiziert und ihr Leben über die Jahre beobachtet. Das Team konnte wichtige Erkenntnisse gewinnen über die Entwicklung von Schwertwal-Dialekten und über die Nutzung unterschiedlicher Laute für die Kommunikation über kurze oder weite Distanzen. Ausserdem wurden seltene Sichtungen des Nordpazifischen Glattwals verzeichnet und ein Beitrag zur Entdeckung einer neuen Schnabelwal-Art geleistet.
Das Far East Russia Orca Project (FEROP) wird von OceanCare, Whale and Dolphin Conservation (WDC), Animal Welfare Institute (AWI) und Humane Society International (HSI) unterstützt.

Dienstag, 16. August 2016

So beeinflussen Medikamente die Fahrtauglichkeit

Hamburg (apothekerkammer-hamburg) – Nehmen Patienten dauerhaft oder übergangsweise Medikamente zu sich, kann das die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen. Unter dem Einfluss bestimmter Arzneimittel wird man schneller benommen, müde oder unaufmerksam. Im Straßenverkehr gefährden Patienten dann sich und andere Verkehrsteilnehmer. Damit es nicht so weit kommt, sollten sich Patienten ausgiebig vom Arzt oder Apotheker zur Wirkung ihrer Medikamente beraten lassen. Die Apothekerkammer Hamburg klärt auf, welche Arzneimittel die Fahrtauglichkeit vermindern und wann Patienten das Auto besser stehen lassen sollten.

Nicht ans Steuer bei Schwindel und Benommenheit
Es gibt zahlreiche Medikamente, die Schwindel und Benommenheit hervorrufen oder die Reaktionsfähigkeit und Reaktionsgeschwindigkeit des Patienten mindern. Insbesondere Arzneimittel, die auf das Herz-Kreislauf-System oder das zentrale Nervensystem wirken, können die Fahrtüchtigkeit negativ beeinflussen. Auch Aufmerksamkeit, Konzentration und sogar die Sehkraft können nachlassen. Allerdings gibt es auch Medikamente, die dauerhaft eingenommen, die Fahrtauglichkeit von Patienten positiv beeinflussen können, beispielsweise bei Diabetikern.
Vorsicht bei diesen Medikamenten
Die Bandbreite der Arzneimittel, die die Verkehrsfähigkeit beeinflussen, ist lang: Augenarzneimittel und Psychopharmaka zählen ebenso dazu wie Präparate gegen Bluthochdruck oder Blutzucker. Besondere Aufmerksamkeit müssen Patienten scheinbar harmlosen Arzneien widmen, die gern in der Selbstmedikation angewendet werden, beispielsweise Erkältungs- oder Grippemittel, Antiallergika oder Schmerzmittel. Vorsicht ist bei Schlafmitteln geboten, denn die wirken in den kommenden Tag hinein. Daher sollten Patienten, die Schlafmittel verordnet bekommen, das Thema Fahrtüchtigkeit unbedingt mit dem Arzt oder Apotheker besprechen. Gleiches gilt für die Anwendung starker Schmerzmittel. Wichtig: Nach einer Narkose – auch bei einer ambulanten Operation – gilt innerhalb der ersten 24 Stunden ein generelles Fahrverbot, ebenso nach Augenuntersuchungen mit pupillenerweiternden Mitteln. Wer trotz Medikation sicher am Straßenverkehr teilnehmen will, sollte folgende Regeln beherzigen:
  1. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker über das Thema Fahrtüchtigkeit. Dabei sollten alle, auch die rezeptfreien Arzneimittel, in Betracht gezogen werden.
  2. Achten Sie auf körperliche Warnzeichen wie Schwindel, Müdigkeit oder Benommenheit.
  3. Halten Sie sich an die Dosierung bzw. den Einnahmerhythmus, der von Arzt und Apotheker vorgegeben wurde.
  4. Vermeiden Sie unbedingt die Kombination von Arzneimitteln mit Alkohol bzw. alkoholhaltigen Arzneimitteln wie bestimmten Säften oder Tropfen.
Nicht immer gibt es Alternativen
Bei einer ärztlich verordneten Langzeitbehandlung ist es schwierig, Alternativen zu finden, die die Fahrtüchtigkeit nicht beeinträchtigen. Wer unter Schlafstörungen leidet, sollte beim Arzt erfragen, ob auch pflanzliche Präparate anstelle von Benzodiazepine verwendet werden können. Generell ist es ratsam, Schlaf- oder Beruhigungsmittel mit einer kurzen Wirkdauer  einzusetzen. Auch bei Antiallergika gibt es Alternativen, die weniger müde machen und deshalb von Autofahrern vorgezogen werden sollten. Wer sich unsicher ist, kann sich in der Apotheke zum Thema Fahrtüchtigkeit beraten lassen.
Die Apothekerkammer Hamburg ist als Körperschaft des öffentlichen Rechts die Institution der apothekerlichen Selbstverwaltung für die ca. 2.400 Apotheker und Apothekerinnen, sowie Pharmazeuten im Praktikum in Hamburg. Der Apotheker ist ein fachlich unabhängiger Heilberuf. Er ist laut Gesetz für die sichere und flächendeckende Versorgung der Bevölkerung mit Arzneimitteln zuständig. Wer Apotheker werden will, muss ein vierjähriges Pharmaziestudium an einer Universität und ein praktisches Jahr absolvieren. Der Apotheker berät die Patienten hinsichtlich ihrer Medikation und unterstützt sie, ihre Therapie im Alltag umzusetzen. Als Fachmann für Arzneimittel und Prävention ist der Apotheker neben dem Arzt der erste Ansprechpartner in gesundheitlichen Problemen.

Sonderausstellung zum Messeler Urpferd Fund

Zum ersten Mal in der Öffentlichkeit präsentiert: Urpferd-Skelett Eurohippus messelensis
Grube Messel 16082016

Messel, 16. August 2016. Gemeinsam mit der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung stellte die Welterbe Grube Messel gGmbH ein 2013 entdecktes Urpferd-Skelett der Art Eurohippus messelensis in der Sonderausstellung zum Messeler Urpferd vor. Dieser Fund ist, wie auch die übrigen, von immenser wissenschaftlicher Bedeutung.

Die Experten Dr. Stephan Schaal (Leiter der Abteilung Messelforschung, Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung), PD Dr. Irina Ruf (Leiterin der Sektion Säugetiere, Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung) und Dr. Marie-Luise Frey (Geschäftsleitung der Welterbe Grube Messel gGmbH) enthüllten gemeinsam die Sondervitrine in der Schatzkammer des Besucherzentrums.
Vor dem Einbetten des Fundes in Kunstharz (Transfermethode) konnte die linke Seite des Schädels isoliert und für sich präpariert werden. Auf diese Weise blieb das Gebiss mit den Weisheitszähnen frei zugänglich. Die geschlossenen Wachstumsfugen an den Knochen zeigen, dass es sich um ein ausgewachsenes Tier handelt. Aufgrund des fehlenden Beckens lässt sich das Geschlecht jedoch nicht mehr bestimmen. Mit einer Schulterhöhe von rund 30 cm entspricht das Urpferd, der Vorfahre unserer heutigen Pferde, eher einem Foxterrier.
In den vergangenen 100 Jahren konnten in der Grube Messel mehr als 60 annähernd vollständige Urpferdexemplare aus unterschiedlichen Gattungen geborgen werden. Unter den mehr als 48 Millionen Jahre alten Fundstücken, befinden sich spektakuläre von unschätzbarem Wert. Die Fossilien zeichnen sich weltweit durch ihre einzigartige Qualität der Erhaltung aus. Die Sonderausstellung dieses Messeler Urpferd Fundes bietet Interessierten die einzigartige Möglichkeit, sich mit der Pferdeevolution auf Basis der weltweit anerkannten Urpferdfundstelle auseinander zu setzen. Weitere einzigartige Funde sind in den Ausstellungen des Naturmuseum Senckenberg, des Hessischem Landesmuseum sowie dem Fossilien- und Heimatmuseum Messel zu sehen.
Weitere Informationen zu attraktiven Angeboten und Hinweise zur Anfahrt erhalten sie unter: www.grube-messel.de

Wir Menschen denken und leben in etwa 100-Jahres-Zeiträumen. Die Erdgeschichte im See der Grube Messel zeigt etwa 1.500.000 Millionen Jahre! Jeder Meter steht für etwa 10.000 Jahre Zeit, die der Messelsee und seine Bewohner uns ermöglichen in die Zeit zurück zu sehen. Das Fenster der Urzeit, die Grube Messel, birgt einen Schatz, der eine Vielfalt an Lebewesen, insbesondere Säugetieren von vor 48 Millionen Jahren zeigt, deren Erhaltungszustand und Menge an Fossilien weltweit einzigartig ist! Anmeldungen und weitere Informationen unter www.grube-messel.de. Das Besucherzentrum ist täglich von 10 Uhr bis 17 Uhr geöffnet (letzter Einlass um 16 Uhr).

Freitag, 12. August 2016

Apotheker als Wächter hoher Qualität

Täglich prüfen Apotheker die Medikamentensicherheit
                                                         
Hannover (apothekerkammer-niedersachsen) – Jeder Patient soll sicher sein, dass das Medikament aus seiner Apotheke von einwandfreier Qualität ist. Um eine möglichst hohe Produktsicherheit zu erreichen, kontrollieren Apotheker während ihres Arbeitsalltages die Arzneimittelpackungen und das Apothekenpersonal wird regelmäßig geschult.
Fertigarzneimittel werden streng geprüft
Industriell hergestellte Fertigarzneimittel werden vom Hersteller umfassend geprüft. Zusätzlich untersuchen Apotheker die angelieferten Arzneimittelpackungen stichprobenartig auf ihre Unversehrtheit und auf die korrekte Kennzeichnung: Die Verpackung wird geöffnet oder bei Bedarf das Siegel aufgebrochen, der Blister und Beipackzettel auf Fälschung hin geprüft. Parallel fertigen Apotheker ein Prüfprotokoll an. Zum Schutz der Patienten wird so in jeder deutschen Apotheke in der Regel eine Packung am Tag kontrolliert. Das summiert sich auf rund 6,5 Mio. geprüfte Packungen im Jahr. Treten Mängel oder unerwünschte Wirkungen auf, melden Apotheker diese an die zuständigen Behörden und das Medikament wird notfalls binnen Stunden deutschlandweit vom Markt genommen.
Selbst hergestellte Rezepturen aus der Apotheke
Viele Arzneimittel werden noch von Hand in der Apotheke hergestellt. Damit Patienten Individual- und Spezialrezepturen erhalten, die von bester Qualität sind, gibt es hohe Standards. Bereits bei der Auswahl der Rohstoffe (Wirk- und Hilfsstoffe) und der Primärpackmittel (zum Beispiel Flaschen, Tuben oder Kapseln) achten Apotheker darauf, dass sie mit Lieferanten zusammenarbeiten, die die Güte und Herkunft der Produkte garantieren können. In der Apotheke angekommen, prüfen Apotheker jede Substanz auf ihre Identität. Erst wenn alle Bestandteile der Prüfung und den gesetzlichen Vorschriften standhalten, werden sie zur Verarbeitung von Individual- und Spezialrezepturen freigegeben.
Sichere Lieferkette, sichere Arzneimittel
Zulieferer, Hersteller und Großhändler müssen seriös und verlässlich sein, damit Präparate ohne Mängel an den Patienten abgegeben werden können und die gewünschte Wirkung eintritt. Bei kühlkettenpflichtigen Arzneimitteln wie Impfstoffen müssen der fachgerechte Transport und die Lagerung lückenlos sichergestellt werden. Schließlich verlieren Medikamente ihre Wirkung, wenn sie nicht sachgemäß behandelt werden. Daher muss die gesamte Lieferkette zwischen Hersteller, Großhandel, Apotheke und Patient stets nachvollziehbar sein.
Hygiene als Gradmesser für Qualität
Bei der Herstellung und Lagerung von Medikamenten müssen hygienische Standards eingehalten werden. Dazu werden Hygienemaßnahmen wie die Säuberung und Desinfektion der Arbeitsplätze und Geräte in einem Plan festgeschrieben. Nur speziell ausgebildetes Fachpersonal darf Rezepturen in der Apotheke herstellen. Die Apothekenmitarbeiter, die Medikamente anfertigen, haben Schulungen zum hygienischen Verhalten am Arbeitsplatz, zur Schutzkleidung sowie zum sicheren Umgang mit Medikamenten und Gefahrstoffen absolviert und frischen ihr Wissen in Fortbildungen auf.
Auf die Mithilfe der Patienten kommt es an
Auch Patienten tragen zur Qualitätssicherung von Arzneimitteln bei. Sie sind diejenigen, die regelmäßig Medikamente einnehmen und mit ihren Erfahrungswerten die Eigenschaften der Präparate, insbesondere ihre Wirkungen und Nebenwirkungen, einschätzen können. Wenn Medikamente nicht wie gewohnt wirken oder andere Unstimmigkeiten auftreten, sollten Betroffene die Vorkommnisse unbedingt den Arzneimittelfachleuten berichten. Bei neuen Medikamenten sind eventuell nicht sämtliche Nebenwirkungen erfasst worden oder es liegen Dosierungsschwankungen bei der Herstellung vor. Apotheker geben dann die Verdachtsfälle an die zuständigen staatlichen Behörden weiter. So wurden allein im Jahr 2014 in Niedersachsen 1.079 Warnungen gemeldet und damit ein wichtiger Beitrag zum Patientenschutz geleistet.
Der Apothekerkammer Niedersachsen gehören rund 7.000 Mitglieder an. Der Apotheker ist ein fachlich unabhängiger Heilberufler. Der Gesetzgeber hat den selbstständigen Apothekern die sichere und flächendeckende Versorgung der Bevölkerung mit Arzneimitteln übertragen. Der Beruf erfordert ein vierjähriges Pharmaziestudium an einer Universität und ein praktisches Jahr. Dabei erwirbt der Studierende Kenntnisse in pharmazeutischer Chemie und Biologie, Technologie, Pharmakologie, Toxikologie und Klinische Pharmazie. Nach dem Staatsexamen erhält er eine Approbation. Nur mit dieser staatlichen Zulassung kann er eine öffentliche Apotheke führen. Als Spezialist für Gesundheit und Prävention berät der Apotheker seriös und unabhängig. Er begleitet den Patienten fachlich, unterstützt ihn menschlich und hilft ihm so, seine Therapie im Alltag umzusetzen.

Die besten DSL-Angebote finden



Große Kostenunterschiede können den Wechsel zu einem anderen Anbieter verlockend machen. Doch ehe sich Kunden für einen Anbieterwechsel entscheiden, sollten sie auch die Leistungsmerkmale der Internetanbieter überprüfen und gründlich die vorhandenen DSL-Angebote miteinander vergleichen.

Empfehlenswerte Tarife

Geschwindigkeit dürfte für die meisten Internetbenutzer bei einem Vergleich verschiedener Anbieter die größte Rolle spielen. Nur mit einer ausreichenden Geschwindigkeit können Datentransfers früher abgeschlossen werden und Videos lassen sich auch in hoher Auflösung ruckelfrei anschauen. Ehe man einen Vertrag abschließt, sollte man zunächst prüfen, ob die gewünschte Geschwindigkeit am Zielort überhaupt erreicht werden kann. Auf den Vergleichsportalen findet man hierzu hilfreiche Tools, die einem sofort anzeigen können, welche Anschlüsse vor Ort zu haben sind. Angebote für DSL sollten zudem darauf überprüft werden, wie zufrieden die Kunden des jeweiligen Anbieter sind. Treten häufig Störungen auf, die zu Verbindungsabbrüchen führen, so nutzt einem auch die höchste Geschwindigkeit wenig.

Die besten DSL-Angebote

Vergleichsportale bieten für Verbraucher die beste Möglichkeit, um Angebote zu vergleichen. Ehe man sich für einen Anbieter entscheidet, sollte man prüfen, wie hoch die monatliche Grundgebühr liegt und ob es sich um ein zeitlich begrenztes Angebot handelt. So kann die Vertragsdauer schon einmal 24 Monate betragen, aber der Rabatt gilt nur das erste Jahr. Es empfiehlt sich hier gegenzurechnen, ob der Vertrag in seiner Gesamtdauer immer noch ein günstiges Angebot darstellt. Provider werben gerne mit Sonderaktionen, bei denen Kunden zum Beispiel einmalig 50 Euro erhalten. Ein weiteres Kriterium ist die mitgelieferte Hardware. Im Kostenvergleich sollte die einmalige Bereitstellungsgebühr eingerechnet werden. Auf der Seite http://www.breitbandprofis.com/ erfährt man mehr zum Thema DSL und was man gegen einen langsamen Internetanschluss tun kann.