Dienstag, 16. August 2016

So beeinflussen Medikamente die Fahrtauglichkeit

Hamburg (apothekerkammer-hamburg) – Nehmen Patienten dauerhaft oder übergangsweise Medikamente zu sich, kann das die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen. Unter dem Einfluss bestimmter Arzneimittel wird man schneller benommen, müde oder unaufmerksam. Im Straßenverkehr gefährden Patienten dann sich und andere Verkehrsteilnehmer. Damit es nicht so weit kommt, sollten sich Patienten ausgiebig vom Arzt oder Apotheker zur Wirkung ihrer Medikamente beraten lassen. Die Apothekerkammer Hamburg klärt auf, welche Arzneimittel die Fahrtauglichkeit vermindern und wann Patienten das Auto besser stehen lassen sollten.

Nicht ans Steuer bei Schwindel und Benommenheit
Es gibt zahlreiche Medikamente, die Schwindel und Benommenheit hervorrufen oder die Reaktionsfähigkeit und Reaktionsgeschwindigkeit des Patienten mindern. Insbesondere Arzneimittel, die auf das Herz-Kreislauf-System oder das zentrale Nervensystem wirken, können die Fahrtüchtigkeit negativ beeinflussen. Auch Aufmerksamkeit, Konzentration und sogar die Sehkraft können nachlassen. Allerdings gibt es auch Medikamente, die dauerhaft eingenommen, die Fahrtauglichkeit von Patienten positiv beeinflussen können, beispielsweise bei Diabetikern.
Vorsicht bei diesen Medikamenten
Die Bandbreite der Arzneimittel, die die Verkehrsfähigkeit beeinflussen, ist lang: Augenarzneimittel und Psychopharmaka zählen ebenso dazu wie Präparate gegen Bluthochdruck oder Blutzucker. Besondere Aufmerksamkeit müssen Patienten scheinbar harmlosen Arzneien widmen, die gern in der Selbstmedikation angewendet werden, beispielsweise Erkältungs- oder Grippemittel, Antiallergika oder Schmerzmittel. Vorsicht ist bei Schlafmitteln geboten, denn die wirken in den kommenden Tag hinein. Daher sollten Patienten, die Schlafmittel verordnet bekommen, das Thema Fahrtüchtigkeit unbedingt mit dem Arzt oder Apotheker besprechen. Gleiches gilt für die Anwendung starker Schmerzmittel. Wichtig: Nach einer Narkose – auch bei einer ambulanten Operation – gilt innerhalb der ersten 24 Stunden ein generelles Fahrverbot, ebenso nach Augenuntersuchungen mit pupillenerweiternden Mitteln. Wer trotz Medikation sicher am Straßenverkehr teilnehmen will, sollte folgende Regeln beherzigen:
  1. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker über das Thema Fahrtüchtigkeit. Dabei sollten alle, auch die rezeptfreien Arzneimittel, in Betracht gezogen werden.
  2. Achten Sie auf körperliche Warnzeichen wie Schwindel, Müdigkeit oder Benommenheit.
  3. Halten Sie sich an die Dosierung bzw. den Einnahmerhythmus, der von Arzt und Apotheker vorgegeben wurde.
  4. Vermeiden Sie unbedingt die Kombination von Arzneimitteln mit Alkohol bzw. alkoholhaltigen Arzneimitteln wie bestimmten Säften oder Tropfen.
Nicht immer gibt es Alternativen
Bei einer ärztlich verordneten Langzeitbehandlung ist es schwierig, Alternativen zu finden, die die Fahrtüchtigkeit nicht beeinträchtigen. Wer unter Schlafstörungen leidet, sollte beim Arzt erfragen, ob auch pflanzliche Präparate anstelle von Benzodiazepine verwendet werden können. Generell ist es ratsam, Schlaf- oder Beruhigungsmittel mit einer kurzen Wirkdauer  einzusetzen. Auch bei Antiallergika gibt es Alternativen, die weniger müde machen und deshalb von Autofahrern vorgezogen werden sollten. Wer sich unsicher ist, kann sich in der Apotheke zum Thema Fahrtüchtigkeit beraten lassen.
Die Apothekerkammer Hamburg ist als Körperschaft des öffentlichen Rechts die Institution der apothekerlichen Selbstverwaltung für die ca. 2.400 Apotheker und Apothekerinnen, sowie Pharmazeuten im Praktikum in Hamburg. Der Apotheker ist ein fachlich unabhängiger Heilberuf. Er ist laut Gesetz für die sichere und flächendeckende Versorgung der Bevölkerung mit Arzneimitteln zuständig. Wer Apotheker werden will, muss ein vierjähriges Pharmaziestudium an einer Universität und ein praktisches Jahr absolvieren. Der Apotheker berät die Patienten hinsichtlich ihrer Medikation und unterstützt sie, ihre Therapie im Alltag umzusetzen. Als Fachmann für Arzneimittel und Prävention ist der Apotheker neben dem Arzt der erste Ansprechpartner in gesundheitlichen Problemen.

Sonderausstellung zum Messeler Urpferd Fund

Zum ersten Mal in der Öffentlichkeit präsentiert: Urpferd-Skelett Eurohippus messelensis
Grube Messel 16082016

Messel, 16. August 2016. Gemeinsam mit der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung stellte die Welterbe Grube Messel gGmbH ein 2013 entdecktes Urpferd-Skelett der Art Eurohippus messelensis in der Sonderausstellung zum Messeler Urpferd vor. Dieser Fund ist, wie auch die übrigen, von immenser wissenschaftlicher Bedeutung.

Die Experten Dr. Stephan Schaal (Leiter der Abteilung Messelforschung, Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung), PD Dr. Irina Ruf (Leiterin der Sektion Säugetiere, Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung) und Dr. Marie-Luise Frey (Geschäftsleitung der Welterbe Grube Messel gGmbH) enthüllten gemeinsam die Sondervitrine in der Schatzkammer des Besucherzentrums.
Vor dem Einbetten des Fundes in Kunstharz (Transfermethode) konnte die linke Seite des Schädels isoliert und für sich präpariert werden. Auf diese Weise blieb das Gebiss mit den Weisheitszähnen frei zugänglich. Die geschlossenen Wachstumsfugen an den Knochen zeigen, dass es sich um ein ausgewachsenes Tier handelt. Aufgrund des fehlenden Beckens lässt sich das Geschlecht jedoch nicht mehr bestimmen. Mit einer Schulterhöhe von rund 30 cm entspricht das Urpferd, der Vorfahre unserer heutigen Pferde, eher einem Foxterrier.
In den vergangenen 100 Jahren konnten in der Grube Messel mehr als 60 annähernd vollständige Urpferdexemplare aus unterschiedlichen Gattungen geborgen werden. Unter den mehr als 48 Millionen Jahre alten Fundstücken, befinden sich spektakuläre von unschätzbarem Wert. Die Fossilien zeichnen sich weltweit durch ihre einzigartige Qualität der Erhaltung aus. Die Sonderausstellung dieses Messeler Urpferd Fundes bietet Interessierten die einzigartige Möglichkeit, sich mit der Pferdeevolution auf Basis der weltweit anerkannten Urpferdfundstelle auseinander zu setzen. Weitere einzigartige Funde sind in den Ausstellungen des Naturmuseum Senckenberg, des Hessischem Landesmuseum sowie dem Fossilien- und Heimatmuseum Messel zu sehen.
Weitere Informationen zu attraktiven Angeboten und Hinweise zur Anfahrt erhalten sie unter: www.grube-messel.de

Wir Menschen denken und leben in etwa 100-Jahres-Zeiträumen. Die Erdgeschichte im See der Grube Messel zeigt etwa 1.500.000 Millionen Jahre! Jeder Meter steht für etwa 10.000 Jahre Zeit, die der Messelsee und seine Bewohner uns ermöglichen in die Zeit zurück zu sehen. Das Fenster der Urzeit, die Grube Messel, birgt einen Schatz, der eine Vielfalt an Lebewesen, insbesondere Säugetieren von vor 48 Millionen Jahren zeigt, deren Erhaltungszustand und Menge an Fossilien weltweit einzigartig ist! Anmeldungen und weitere Informationen unter www.grube-messel.de. Das Besucherzentrum ist täglich von 10 Uhr bis 17 Uhr geöffnet (letzter Einlass um 16 Uhr).

Freitag, 12. August 2016

Apotheker als Wächter hoher Qualität

Täglich prüfen Apotheker die Medikamentensicherheit
                                                         
Hannover (apothekerkammer-niedersachsen) – Jeder Patient soll sicher sein, dass das Medikament aus seiner Apotheke von einwandfreier Qualität ist. Um eine möglichst hohe Produktsicherheit zu erreichen, kontrollieren Apotheker während ihres Arbeitsalltages die Arzneimittelpackungen und das Apothekenpersonal wird regelmäßig geschult.
Fertigarzneimittel werden streng geprüft
Industriell hergestellte Fertigarzneimittel werden vom Hersteller umfassend geprüft. Zusätzlich untersuchen Apotheker die angelieferten Arzneimittelpackungen stichprobenartig auf ihre Unversehrtheit und auf die korrekte Kennzeichnung: Die Verpackung wird geöffnet oder bei Bedarf das Siegel aufgebrochen, der Blister und Beipackzettel auf Fälschung hin geprüft. Parallel fertigen Apotheker ein Prüfprotokoll an. Zum Schutz der Patienten wird so in jeder deutschen Apotheke in der Regel eine Packung am Tag kontrolliert. Das summiert sich auf rund 6,5 Mio. geprüfte Packungen im Jahr. Treten Mängel oder unerwünschte Wirkungen auf, melden Apotheker diese an die zuständigen Behörden und das Medikament wird notfalls binnen Stunden deutschlandweit vom Markt genommen.
Selbst hergestellte Rezepturen aus der Apotheke
Viele Arzneimittel werden noch von Hand in der Apotheke hergestellt. Damit Patienten Individual- und Spezialrezepturen erhalten, die von bester Qualität sind, gibt es hohe Standards. Bereits bei der Auswahl der Rohstoffe (Wirk- und Hilfsstoffe) und der Primärpackmittel (zum Beispiel Flaschen, Tuben oder Kapseln) achten Apotheker darauf, dass sie mit Lieferanten zusammenarbeiten, die die Güte und Herkunft der Produkte garantieren können. In der Apotheke angekommen, prüfen Apotheker jede Substanz auf ihre Identität. Erst wenn alle Bestandteile der Prüfung und den gesetzlichen Vorschriften standhalten, werden sie zur Verarbeitung von Individual- und Spezialrezepturen freigegeben.
Sichere Lieferkette, sichere Arzneimittel
Zulieferer, Hersteller und Großhändler müssen seriös und verlässlich sein, damit Präparate ohne Mängel an den Patienten abgegeben werden können und die gewünschte Wirkung eintritt. Bei kühlkettenpflichtigen Arzneimitteln wie Impfstoffen müssen der fachgerechte Transport und die Lagerung lückenlos sichergestellt werden. Schließlich verlieren Medikamente ihre Wirkung, wenn sie nicht sachgemäß behandelt werden. Daher muss die gesamte Lieferkette zwischen Hersteller, Großhandel, Apotheke und Patient stets nachvollziehbar sein.
Hygiene als Gradmesser für Qualität
Bei der Herstellung und Lagerung von Medikamenten müssen hygienische Standards eingehalten werden. Dazu werden Hygienemaßnahmen wie die Säuberung und Desinfektion der Arbeitsplätze und Geräte in einem Plan festgeschrieben. Nur speziell ausgebildetes Fachpersonal darf Rezepturen in der Apotheke herstellen. Die Apothekenmitarbeiter, die Medikamente anfertigen, haben Schulungen zum hygienischen Verhalten am Arbeitsplatz, zur Schutzkleidung sowie zum sicheren Umgang mit Medikamenten und Gefahrstoffen absolviert und frischen ihr Wissen in Fortbildungen auf.
Auf die Mithilfe der Patienten kommt es an
Auch Patienten tragen zur Qualitätssicherung von Arzneimitteln bei. Sie sind diejenigen, die regelmäßig Medikamente einnehmen und mit ihren Erfahrungswerten die Eigenschaften der Präparate, insbesondere ihre Wirkungen und Nebenwirkungen, einschätzen können. Wenn Medikamente nicht wie gewohnt wirken oder andere Unstimmigkeiten auftreten, sollten Betroffene die Vorkommnisse unbedingt den Arzneimittelfachleuten berichten. Bei neuen Medikamenten sind eventuell nicht sämtliche Nebenwirkungen erfasst worden oder es liegen Dosierungsschwankungen bei der Herstellung vor. Apotheker geben dann die Verdachtsfälle an die zuständigen staatlichen Behörden weiter. So wurden allein im Jahr 2014 in Niedersachsen 1.079 Warnungen gemeldet und damit ein wichtiger Beitrag zum Patientenschutz geleistet.
Der Apothekerkammer Niedersachsen gehören rund 7.000 Mitglieder an. Der Apotheker ist ein fachlich unabhängiger Heilberufler. Der Gesetzgeber hat den selbstständigen Apothekern die sichere und flächendeckende Versorgung der Bevölkerung mit Arzneimitteln übertragen. Der Beruf erfordert ein vierjähriges Pharmaziestudium an einer Universität und ein praktisches Jahr. Dabei erwirbt der Studierende Kenntnisse in pharmazeutischer Chemie und Biologie, Technologie, Pharmakologie, Toxikologie und Klinische Pharmazie. Nach dem Staatsexamen erhält er eine Approbation. Nur mit dieser staatlichen Zulassung kann er eine öffentliche Apotheke führen. Als Spezialist für Gesundheit und Prävention berät der Apotheker seriös und unabhängig. Er begleitet den Patienten fachlich, unterstützt ihn menschlich und hilft ihm so, seine Therapie im Alltag umzusetzen.

Die besten DSL-Angebote finden



Große Kostenunterschiede können den Wechsel zu einem anderen Anbieter verlockend machen. Doch ehe sich Kunden für einen Anbieterwechsel entscheiden, sollten sie auch die Leistungsmerkmale der Internetanbieter überprüfen und gründlich die vorhandenen DSL-Angebote miteinander vergleichen.

Empfehlenswerte Tarife

Geschwindigkeit dürfte für die meisten Internetbenutzer bei einem Vergleich verschiedener Anbieter die größte Rolle spielen. Nur mit einer ausreichenden Geschwindigkeit können Datentransfers früher abgeschlossen werden und Videos lassen sich auch in hoher Auflösung ruckelfrei anschauen. Ehe man einen Vertrag abschließt, sollte man zunächst prüfen, ob die gewünschte Geschwindigkeit am Zielort überhaupt erreicht werden kann. Auf den Vergleichsportalen findet man hierzu hilfreiche Tools, die einem sofort anzeigen können, welche Anschlüsse vor Ort zu haben sind. Angebote für DSL sollten zudem darauf überprüft werden, wie zufrieden die Kunden des jeweiligen Anbieter sind. Treten häufig Störungen auf, die zu Verbindungsabbrüchen führen, so nutzt einem auch die höchste Geschwindigkeit wenig.

Die besten DSL-Angebote

Vergleichsportale bieten für Verbraucher die beste Möglichkeit, um Angebote zu vergleichen. Ehe man sich für einen Anbieter entscheidet, sollte man prüfen, wie hoch die monatliche Grundgebühr liegt und ob es sich um ein zeitlich begrenztes Angebot handelt. So kann die Vertragsdauer schon einmal 24 Monate betragen, aber der Rabatt gilt nur das erste Jahr. Es empfiehlt sich hier gegenzurechnen, ob der Vertrag in seiner Gesamtdauer immer noch ein günstiges Angebot darstellt. Provider werben gerne mit Sonderaktionen, bei denen Kunden zum Beispiel einmalig 50 Euro erhalten. Ein weiteres Kriterium ist die mitgelieferte Hardware. Im Kostenvergleich sollte die einmalige Bereitstellungsgebühr eingerechnet werden. Auf der Seite http://www.breitbandprofis.com/ erfährt man mehr zum Thema DSL und was man gegen einen langsamen Internetanschluss tun kann.

Dienstag, 2. August 2016

Plastikpiraten erforschen Flüsse und Küsten


Bundesweite Citizen-Science-Aktion für Jugendliche/ Das Wissenschaftsjahr 2016*17 – Meere und Ozeane stellt Materialien kostenfrei zur Verfügung

Berlin - Um die Belastung deutscher Küsten und Flüsse durch Kunststoffe und Plastikmüll zu erforschen, schickt das Wissenschaftsjahr 2016*17 – Meere und Ozeane Jugendliche im Alter von 10 bis 16 Jahren auf wissenschaftliche Expedition. Die Belastung von Fließgewässern durch Plastikmüll ist weitgehend unerforscht. Erkenntnisse darüber sind auch wichtig, um die Meere und Ozeane besser vor der Belastung mit Plastikmüll zu schützen. Bei der Citizen-Science-Aktion werden die Jugendlichen zwischen dem 16. September und dem 18. November 2016 deutschlandweit relevante Forschungsdaten erheben, die in Zusammenarbeit mit der Kieler Forschungswerkstatt ausgewertet werden. Die „Plastikpiraten" leisten nicht nur einen wertvollen Beitrag zur Forschung, ihr Einsatz wird neben Wissenszuwachs auch mit attraktiven Preisen belohnt.

Aufgerufen zu der Aktion sind Schulklassen und Jugendgruppen. Ab sofort können Lehrerinnen und Lehrer oder Leiterinnen und Leiter von Jugendgruppen oder Vereinen das kostenlose Lern- und Arbeitsmaterial sowie Aktionshefte bestellen. Auf der Website www.wissenschaftsjahr.de/jugendaktion finden sich alle Informationen zur Teilnahme, zum unterrichtsbegleitenden Material und zum wissenschaftlichen Hintergrund. Die Materialien wurden mit wissenschaftlicher und pädagogischer Expertise im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung konzipiert. Sie eignen sich für jede Schulform und für alle Arten der außerschulischen Bildungsarbeit.

Bei der Aktion werden die „Plastikpiraten" die Anzahl und Art der Kunststoffabfälle in oder an ihrem Flussufer oder Küstenabschnitt ermitteln. Mit den gewonnenen Daten arbeitet anschließend die Kieler Forschungswerkstatt weiter. Dort wird zum Beispiel festgestellt, welche Flussabschnitte besonders stark verschmutzt sind und wie sich die Belastung von der Quelle bis zur Mündung eines Flusses entwickelt.

Bis zu 12,7 Millionen Tonnen Kunststoff landen jährlich im Meer, manche Schätzungen gehen von mehr als dem Doppelten aus. Mit Folgen nicht nur für die Umwelt: Strände werden vermüllt, der Plastikmüll wird von Fischen und Seevögeln verschluckt und zahlreiche Tiere verheddern sich darin und verenden. Die Kunststoffe zersetzen sich im Laufe von Jahrhunderten in sogenanntes Mikroplastik und gelangen damit noch einfacher in marine Nahrungsketten. Mikroplastik ist auch Bestandteil vieler Kosmetik-Produkte. Die Auswirkungen von Mikroplastikpartikeln auf die Ökologie im Meer sind noch weitgehend unbekannt, ebenso die möglichen gesundheitlichen Risiken für den Menschen.


„Plastikpiraten – Das Meer beginnt hier!" ermöglicht als Citizen-Science-Projekt wissenschaftlich Interessierten, sich direkt in den Forschungsprozess einzubringen. Die Ergebnisse werden zur Erforschung über die Verbreitung von Makro- und Mikroplastik in und an deutschen Flüssen beitragen. Dies ist auch ein Baustein dafür, die Zusammenhänge zwischen Plastikbelastung von Fließgewässern und den Meeren und Ozeanen besser zu verstehen und dieser entgegen wirken zu können.

Freitag, 29. Juli 2016

Kinderhaut braucht individuellen Sonnenschutz - So hat Sonnenbrand keine Chance



Hamburg (apothekerkammer-hamburg) – Kinder benötigen beim Aufenthalt in der Sommersonne den richtigen Schutz. Oftmals sind Eltern nicht ausreichend informiert über die passende Pflege der empfindlichen Kinderhaut, greifen zu ungeeigneten Produkten oder frischen den Schutz nicht regelmäßig auf. Dadurch können die Kleinen schnell einen gefährlichen Sonnenbrand erleiden. Die Apothekerkammer Hamburg kennt die Fragen vieler Eltern und hat die wichtigsten Grundregeln zusammengefasst. 
Sonnenbrand sollte nie auf die leichte Schulter genommen werden. Gerade die Haut von Kindern kann noch keinen ausreichenden Eigenschutz gegen die Sonnenstrahlung aufbauen, daher ist für sie die Gefahr eines Sonnenbrands besonders hoch. Neben den akuten Beschwerden wie Rötungen und Schmerzen schädigt jeder einzelne Sonnenbrand die Haut dauerhaft. Zu den Langzeitfolgen zählen vorzeitige Hautalterung sowie Veränderungen in der DNA, die das Hautkrebsrisiko erhöhen.
Textiler Schutz ist das A und O
Kinder sollten luftige, die Haut bedeckende Kleidung tragen, um die gefährliche Strahlung abzuwehren. Besonders wichtig ist eine Kopfbedeckung, die auch den Nacken, die Ohren und einen Teil des Gesichts vor der Sonne schützt und idealerweise durch eine Sonnenbrille ergänzt wird. Alle noch freiliegenden Hautpartien müssen eingecremt werden. Vor allem die sogenannten Sonnenterassen wie Nase, Ohrmuscheln, Schultern und Nackenbereich dürfen nicht vernachlässigt werden.
Richtiges Auftragen
Es ist ratsam, die Sonnenschutzmittel circa 20 Minuten vor der Sonnenbelastung aufzutragen. Zudem müssen Eltern ihre Kinder wiederholt eincremen, um die UV-Strahlen verlässlich abzuwehren. Trotz dieser Vorsichtsmaßnahmen sollten sich Kinder nicht in der prallen Mittagssonne aufhalten.
Beratung zum individuellen Eigenschutz
In den Apotheken gibt es ein breites Angebot an Sonnenschutzmitteln, zu denen Apotheker individuell beraten. Babys und Kleinkinder brauchen beispielsweise immer einen hohen Lichtschutzfaktor, denn ihre Haut ist sehr dünn. Die Sonnenschutzmittel müssen auch auf die geplanten Aktivitäten abgestimmt werden: Wer Strandurlaub mit seinen Kindern macht, benötigt andere Mittel als bei einem längeren Aufenthalt in der Stadt. Für die Kleinen gibt es spezielle Produkte, die in den meisten Fällen eine hohe Abriebfestigkeit und Wasserfestigkeit aufweisen. Diese Sonnenschutzmittel legen sich wie ein Film über die Haut, können in manchen Fällen aber auch zu ungefährlichen Hitzepickeln führen. Trotzdem sind sie neben dem textilen Schutz ein unverzichtbarer Helfer.
SOS bei Sonnenbrand
Sollten Kinder dennoch einen Sonnenbrand bekommen, müssen die betroffenen Stellen unbedingt gekühlt und mit Feuchtigkeit versorgt werden. Dazu eigenen sich Apres-Lotionen, insbesondere Produkte mit Photolyase, einem Enzym aus Algen. Angenehm lindernd wirken Schäume mit Panthenol. Wenn der Sonnenbrand so ausgeprägt ist, dass Brandblasen entstehen, muss unbedingt ein Arzt aufgesucht werden. Leiden Kinder nach einem Tag an der Sonne unter Fieber, Kreislaufproblemen oder Schüttelfrost, deutet das auf einen Sonnenstich hin, der schnellstmöglich von einem Arzt zu behandeln ist.
Die Apothekerkammer Hamburg ist als Körperschaft des öffentlichen Rechts die Institution der apothekerlichen Selbstverwaltung für die ca. 2.400 Apotheker und Apothekerinnen, sowie Pharmazeuten im Praktikum in Hamburg. Der Apotheker ist ein fachlich unabhängiger Heilberuf. Er ist laut Gesetz für die sichere und flächendeckende Versorgung der Bevölkerung mit Arzneimitteln zuständig. Wer Apotheker werden will, muss ein vierjähriges Pharmaziestudium an einer Universität und ein praktisches Jahr absolvieren. Der Apotheker berät die Patienten hinsichtlich ihrer Medikation und unterstützt sie, ihre Therapie im Alltag umzusetzen. Als Fachmann für Arzneimittel und Prävention ist der Apotheker neben dem Arzt der erste Ansprechpartner in gesundheitlichen Problemen.

Donnerstag, 14. Juli 2016

Leibniz Universität vergibt bis zu 120 Deutschland–Stipendien


Anträge sind ab dem 15. Juli freigeschaltet
Hannover - Zum sechsten Mal vergibt die Leibniz Universität Hannover die im Jahr 2011 eingeführten Deutschland-Stipendien. Es werden voraussichtlich bis zu 120 Deutschlandstipendien vergeben. Stipendiatinnen und Stipendiaten können sich über eine Förderung von je 300 Euro im Monat über den Zeitraum von einem Jahr freuen und kommen damit auf insgesamt 3.600 Euro.
Die Anträge auf das Deutschland-Stipendium sind vom 15. Juli bis zum 30. September 2016 online unter der Adresse http://www.uni-hannover.de/de/studium/stipendien/stipendienvergabe/ freigeschaltet. Die ausgefüllten und unterschriebenen Anträge können mit der Post geschickt oder direkt im ServiceCenter abgegeben oder auch in den Briefkasten vor dem ServiceCenter im Hauptgebäude der Leibniz Universität (Welfengarten 1) eingeworfen werden.
Das Deutschlandstipendium wird von zwei Seiten gefördert: Die eine Hälfte des Betrages pro Studierenden, also je 1.800 Euro, stellt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) nach einer festgelegten Quote zur Verfügung. Die Hochschule wirbt die andere Hälfte der Förderung von Unternehmen, Stiftungen oder Privatpersonen ein. Während der Vergabe der diesjährigen Deutschlandstipendien am 6. Dezember 2016 treffen die geförderten Studierenden und die Vertreterinnen und Vertreter der Firmen und Institutionen erstmalig aufeinander, um sich kennenzulernen.
Der Leibniz Universität ist es gelungen, viele Unternehmen, aber auch Institutionen und Privatpersonen für die Stipendienvergabe zu begeistern. Unterstützende Firmen können ihren Anteil zielgerichtet vergeben, also etwa Studierende einschlägiger Fachrichtungen unterstützen und so frühzeitig Kontakte zu potenziellen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern knüpfen. Für die Vergabe eines Stipendiums sind die Leistungen der Studierenden entscheidend, daneben können aber auch Kriterien wie soziales oder hochschulpolitisches Engagement, BAföG-Bezug oder besondere persönliche oder familiäre Umstände berücksichtigt werden.

Mittwoch, 13. Juli 2016

Roman über das Leben des Ötzi





















Buch „Die Rivalen von Breitental – vom Leben des Ötzi“



„Die Rivalen von Breitental – vom Leben des Ötzi“
von Christian Ausmünster
Roman

324 Seiten, 9,99 Euro (D) - 10,27 Euro (A)
ISBN 978-3-7418-3053-2
Verlag: epubli / Neopubli


Klappentext:
Narado ist der Sohn des Herrn von Breitental und soll einmal sein Nachfolger werden – dies ist ein Dorn im Auge seiner Stiefmutter, die ihren eigenen Sohn dazu machen möchte. Und welche Interessen hat der Priester Misto? Die Schlinge zieht sich immer enger um Narado…

Vor mehr als 5200 Jahren: Auf einem hohen Alpen­pass wird der Mann ermordet, den wir heute »Ötzi« nennen. Wie durch ein Wunder wurde er so gut mumifiziert, dass Forscher vieles rekonstruieren konnten.

Jedoch bleiben die wichtigsten Fragen ungeklärt:
Was suchte er auf dem hohen Pass?
War er ein Priester, ein Häuptling oder ein Räuber auf der Flucht?
Was war er für ein Mensch?

25 Jahre nach der Entdeckung des Ötzi
liegt endlich ein wissenschaftlich fundierter Roman vor, der da weitermacht, wo die Forschung nicht weiterkommt. 

Ausmünster über seinen Roman:

»Als ich zum ersten Mal vom Ötzi las, hatte ich das Gefühl, nichts passe zusammen: Alle Theorien, wer der Ötzi war und was er auf dem Pass machte, führten für mich irgendwie ins Leere. Ganz offenbar hatte er kein einfaches, gradliniges Leben geführt.
Das beflügelte meine Fantasie, und ich suchte nach einer Geschichte, die alle bekannten Tatsachen aufgriff und logisch miteinander verband. Je mehr ich las und nachforschte, umso mehr wuchs in mir der Wunsch, ein Panorama jener Zeit zu entwerfen und alle wichtigen Fundorte einzubinden.
Ich wollte es spannend machen und doch wissen­schaftlich fundiert. Manches dabei scheint auf den ersten Blick frei erfunden; doch lassen Sie sich überraschen, was es damit auf sich hat. Es gibt viel zu entdecken, die Geschichte führt geographisch weit über das Vinschgau hinaus …«























Autor Christian Ausmünster


Der Autor:

Christian Ausmünster ist Biologe und arbeitet in der klinischen Forschung. Er lebt mit Frau und Kindern in der Nähe von München. In seiner Freizeit schreibt er, wandert und malt. Am wichtigsten ist es ihm, viel Zeit mit seiner Familie zu verbringen. Seit mehr als 30 Jahren interessiert er sich für Vor­geschichte, alte Gräber und verfallene Königreiche.


II. Band:
„Die Verschwörung von Breitental – vom Leben des Ötzi ~ Teil II.“
Über den Beginn der Kupfernutzung im Vinschgau bis zum Tod des Ötzi
Erscheinung voraussichtlich September 2016


Bestellung bei:

https://www.amazon.de/%C3%96tzi-endenden-Steinzeit-Rivalen-Breitental/dp/3741830534/ref=sr_1_2?ie=UTF8&qid=1468431423&sr=8-2&keywords=Christian+Ausm%C3%BCnster

Tausche Liebesroman gegen Krimi


5. Büchertausch-Aktion im LVR-LandesMuseum Bonn

Bonn (LVR) - Ferienzeit heißt auch: endlich Zeit zum Lesen. Das LVR-LandesMuseum Bonn veranstaltet wieder während der Sommerferien ab dem 13.7. eine Büchertausch-Aktion im Foyer des Museums. Es geht auch diesmal um Bücher, die man im Urlaub gerne liest: Ob nun Liebesroman, Krimi oder Reiseführer, was immer ins Handgepäck passt, darf mitgenommen und getauscht werden.

Wer möchte, kann ab sofort seine entbehrlichen oder gelesenen Bücher im Museum vorbeibringen und sie gegen andere Bücher tauschen. Stöbern erwünscht und erlaubt! Die Regeln sind einfach: Wer ein Buch bringt, darf eines mitnehmen. Wer sich von zwei seiner Urlaubslektüren trennt, darf zwei neue in seine Strandtasche packen.

Die Aktion läuft bis zum 23. August. Der Tisch mit der Tauschliteratur befindet sich gegenüber dem Kassenbereich.

Dienstag, 12. Juli 2016

Apotheker beraten diskret bei Blasenschwäche



Frankfurt am Main (landesapothekerkammer-hessen) – Vielen Betroffenen ist es unangenehm über ihre Blasenschwäche zu reden; der längst fällige Besuch beim Arzt wird immer wieder aufgeschoben. Doch Patienten können schnell wieder an Lebensqualität gewinnen, wenn sie sich den Fachleuten früh genug anvertrauen. Ist die Inkontinenz nur leicht ausgeprägt, kann ein gezieltes Beckenbodentraining die Beschwerden lindern, sagt Ursula Funke, Präsidentin der Landesapothekerkammer Hessen. Es gilt: Je weniger die Inkontinenz fortgeschritten ist, desto leichter lassen sich die Beschwerden behandeln.
 Auslöser für Inkontinenz sind vielseitig
Ein untrügliches Zeichen für eine Harninkontinenz ist der unfreiwillige Abgang von Urin zum Beispiel beim Niesen oder beim Sport. Meist ist ein nicht ausreichend trainierter Beckenboden Grund für das unkontrollierbare Wasserlassen. Oftmals sind ältere Menschen von Blasenschwäche betroffen. Aber auch nach einer Schwangerschaft kann eine vorübergehende Inkontinenz auftreten, wenn es beispielsweise bei der Geburt zu Verletzungen gekommen ist. Auch Übergewicht belastet den Beckenboden. Um den Druck auf die Muskulatur zu minimieren und die Inkontinenz zu verringern, sollten übergewichtige Patienten möglichst das Gewicht reduzieren. Weitere auslösende Faktoren sind Stress oder speziell bei Männern Störungen der Prostata und damit einhergehende Operationen. Wichtig ist, dass Patienten ihre Beschwerden beim Arzt abklären lassen. Danach kann eine Behandlung durch ein gezieltes Beckenbodentraining oder mit Medikamenten erfolgen.
Auf das richtige Training kommt es an
Eine große Hilfe für alle, die unter Inkontinenz leiden, sind regelmäßige Beckenbodenübungen und leichte sportliche Betätigung. Frauenärzte, Urologen,   Physiotherapeuten und Apotheker können hilfreiche Ratschläge geben und haben oft auch die passenden Broschüren mit Übungsanleitungen parat. Generell gilt, dass nicht jede sportliche Aktivität für das Training des Beckenbodens geeignet ist: Aerobic oder Joggen belasten durch ruckartige, schnelle Bewegungen oft unnötig. Ideal sind dagegen muskel- und konditionsstärkende Sportarten wie Schwimmen, Yoga oder Gymnastik. Zudem sollten Patienten für einen leichten Stuhlgang sorgen und während des Toilettengangs nicht zu fest pressen. Manche Betroffene wollen den Harndrang verringern indem sie weniger trinken. Doch das tut dem Körper nicht immer gut. Die bessere Variante ist, auf harntreibende Getränke wie Kaffee, Tee oder Alkohol zu verzichten. Patienten können zusätzlich milde Medikamente aus Kürbiskernen oder Sägepalmfruchtextrakt anwenden, um den Blasenmuskel zu stärken. Gern beraten Apotheker zu diesen sanften Methoden.
Manche Medikamente erhöhen den Druck
Es gibt Arzneimittel, die die Flüssigkeitsausscheidung erhöhen und dadurch die Inkontinenz verstärken können. Einige Beruhigungsmittel sorgen für Entspannung der Blasenmuskulatur und fördern so ebenfalls die Inkontinenz. Auch bei der Einnahme bestimmter Gruppen von Herz-Kreislauf-Medikamenten kann die Blasenschwäche zunehmen. „Ihr Apotheker vor Ort berät Sie jederzeit über mögliche Auswirkungen von Medikamenten auf die Blase. Nutzen Sie diese Informationsmöglichkeit“, empfiehlt Ursula Funke. In der Apotheke erhalten Patienten zudem eine ausführliche und diskrete Beratung zur Anwendung von Vorlagen, Windeln und anderen Inkontinenzprodukten.
Der Landesapothekerkammer Hessen gehören rund 5.950 Apothekerinnen und Apotheker an. Der Heilberuf des Apothekers unterliegt einem gesetzlichen Auftrag. Zu den Aufgaben der Landesapothekerkammer gehören die Förderung der Fort- und Weiterbildung und die Überwachung der Einhaltung der Berufspflichten durch ihre Mitglieder. Die Landesapothekerkammer stellt ebenso eine flächendeckende Versorgung der Bevölkerung in ganz Hessen mit Medikamenten sicher.

Montag, 11. Juli 2016

Reine Haut: Wie der Apotheker bei Akne helfen kann



Hannover (apothekerkammer-niedersachsen) – Für viele Jugendliche und junge Erwachsene ist Akne ein dauerhaftes und unangenehmes Problem. Die Hautkrankheit trifft meist Teenager, kann jedoch bis in das Erwachsenenalter anhalten oder schon bei Säuglingen auftreten. In der Apotheke erhalten Betroffene verlässliche und wirksame Unterstützung. Nach einer eingehenden Beratung stellen Apotheker individuelle und für den Patienten passende Wirkstoffe zur Heilung und Pflege zusammen, weiß die Apothekerkammer Niedersachsen.

Fast alle Jugendlichen sind in unterschiedlichem Ausmaß von Akne betroffen. Typisch sind Pusteln und gerötete Papeln, die sich häufig im Gesicht, auf Stirn, Wangen oder Kinn befinden. Allerdings können sie auch auf der Brust oder am Rücken auftreten. Die unangenehmen Hautirritationen entstehen, wenn sich die Ausführungsgänge der Talgdrüsen verschließen und sich sogenannte Komedonen bilden. In der Pubertät ist Akne besonders ausgeprägt, da durch die zunehmende Wirkung der Hormone die Talgbildung angeregt wird. Dadurch kommt es leichter zur Verhornung und Verstopfung der Talgdrüsenausgänge. Der Talg, der oft von Bakterien besiedelt wird, verfärbt die Talgdrüsenausgänge. Es entstehen Entzündungsreaktionen, die sich mit den typischen roten Papeln auf der Haut zeigen. Falsche Pflegeprodukte können allerdings auch der Auslöser für eine unreine Haut sein und Akne auslösen.
Hautpflege optimieren
Bei Akne spielt die Fachberatung in der Apotheke eine große Rolle. Der Apotheker kann je nach Ausprägung unterschiedliche, für den Patienten passende Reinigungs- und Pflegeprodukte empfehlen. Reicht diese Hautpflege nicht aus, sind Medikamente zum Auftragen auf die Haut geeignet, die auf das Aknestadium abgestimmt sind. Wichtig ist es, die Behandlung durchzuhalten und nicht die Geduld zu verlieren, auch wenn einige Präparate zuerst das Hautbild verschlechtern können oder die Wirkung nicht sofort eintritt. Patienten sollten sich für ihre Akne-Toilette ausreichend Zeit nehmen, denn die Haut muss gründlich gereinigt werden. Zum Entfernen von Make-up eignet sich Reinigungsmilch, anschließend sollte die Haut mit einem milden Tensid gewaschen und mit einem Tonic geklärt werden. Danach kommen Produkte zur Basis- oder zur Akutpflege zum Einsatz, die entweder austrocknend, entzündungshemmend oder antibakteriell wirken. Vorsicht: Pickel sollten nie in Eigenregie ausgedrückt werden, denn so können Narben oder sogar Furunkel entstehen. Betroffene sollten sich stattdessen in die Obhut einer kosmetisch geschulten Fachkraft begeben. In die Hände eines Facharztes gehört Akne, wenn mit den nicht verschreibungspflichtigen Medikamenten und Reinigungsprodukten aus der Apotheke nicht der nötige Erfolg erzielt wurde, die entzündlichen Papeln sehr groß und zahlreich sind oder es bereits zu Abszessen, Furunkeln oder Narbenbildung gekommen ist. Dann wird der Facharzt Arzneimittel zum Auftragen auf die Haut oder zum Einnehmen verordnen. Zum Einsatz kommen Zubereitungen mit Benzoylperoxid, Salicylsäure, Azelainsäure, Retinoide oder Antibiotika.
Ernährungsumstellung kann Akne lindern
Einige Wissenschaftler vertreten die These, dass Akne durch die Ernährung beeinflusst werden kann. Auslöser sollen Nahrungsmittel mit hohem glykämischen Wert sein, beispielsweise Zucker, Kartoffeln oder Getreide. Durch die Zufuhr zu vieler Kohlenhydrate, sollen vermehrt Hormone ausgebildet werden, die die Aknebildung anregen. Als Ergänzung zur Hautpflege und Behandlung mit Medikamenten, können Patienten daher bei Bedarf eine Nahrungsumstellung ausprobieren.
Baby-Akne ist kein Grund zur Sorge
Etwa 20 Prozent der Säuglinge bilden eine Baby-Akne aus. Der Unterschied zur Akne in späteren Jahren: Die Talgdrüsen der Kleinen sind zwar verschlossen, allerdings nicht entzündlich. Baby-Akne verläuft in der Regel mild und heilt innerhalb von drei bis sechs Monaten aus, ohne Narben zu hinterlassen. Eltern können die betroffenen Hautstellen regelmäßig mit warmem Wasser reinigen.
Der Apothekerkammer Niedersachsen gehören rund 7.000 Mitglieder an. Der Apotheker ist ein fachlich unabhängiger Heilberufler. Der Gesetzgeber hat den selbstständigen Apothekern die sichere und flächendeckende Versorgung der Bevölkerung mit Arzneimitteln übertragen. Der Beruf erfordert ein vierjähriges Pharmaziestudium an einer Universität und ein praktisches Jahr. Dabei erwirbt der Studierende Kenntnisse in pharmazeutischer Chemie und Biologie, Technologie, Pharmakologie, Toxikologie und Klinische Pharmazie. Nach dem Staatsexamen erhält er eine Approbation. Nur mit dieser staatlichen Zulassung kann er eine öffentliche Apotheke führen. Als Spezialist für Gesundheit und Prävention berät der Apotheker seriös und unabhängig. Er begleitet den Patienten fachlich, unterstützt ihn menschlich und hilft ihm so, seine Therapie im Alltag umzusetzen.

Donnerstag, 30. Juni 2016

Neue Methode gibt ‚lebensnahe‘ Einblicke in zelluläre Prozesse

Veröffentlichung in „Angewandte Chemie“

Düsseldorf / Jülich – Proteine sind die Grundbausteine allen Lebens auf der Erde und spielen eine entscheidende Rolle bei fast allen Prozessen, die in den Zellen von Organismen stattfinden. Ein internationales Forscherteam unter Leitung von Dr. Manuel Etzkorn am Institut für Physikalische Biologie der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) hat nun ein Verfahren entwickelt, mit denen die Strukturen und Interaktionen der Bio-Moleküle unter wesentlich natürlicheren Bedingungen als bisher sichtbar gemacht werden können. Damit ermöglicht die Methode neuartige Einblicke in biologische Systeme. Die Forscher nutzten hierfür ein neuartiges NMR-Spektrometer des Biomolekularen NMR-Zentrums auf dem Campus des Forschungszentrums Jülich. Die Ergebnisse wurden in der aktuellen Ausgabe der renommierten Fachzeitschrift Angewandte Chemie (International Edition) veröffentlicht und durch Erscheinen auf der innenliegenden Titelseite hervorgehoben.

Winzige Proteinmoleküle verrichten so gut wie alle Aufgaben in unseren Zellen, können bei Fehlfunktionen aber auch schwere Krankheiten wie die Alzheimer-Demenz oder Krebs auslösen. Um die komplexen dreidimensionalen Strukturen dieser Moleküle in atomarem Detail aufzuklären, nutzen Forscher Verfahren wie die Nuklearmagnetische Resonanzspektroskopie (NMR). Dabei werden die Atomkerne in einem starken Magnetfeld so angeregt, dass sie ein schwach messbares Signal aussenden, aus denen sich die Position jedes einzelnen Atoms im Molekül ableiten lässt.

Das Verfahren ist eigentlich prädestiniert dazu, das Verhalten von Proteinen unter natürlichen Bedingungen zu beobachten. Eine Limitierung führte bis jetzt allerdings dazu, dass NMR-Messungen so ganz „lebensnah“ dann doch nicht waren: Denn im Plasma lebender Zellen sind Proteine von zahllosen anderen Molekülen umgeben. Im Spektrometer erzeugen diese jedoch ein Hintergrundrauschen, in dem die feinen Signale des Zielproteins untergehen. Bisher benötigen NMR-Forscher deshalb möglichst pure Proben aus künstlich gereinigtem und hochkonzentriertem Protein.

„Die Proteine werden in aller Regel aus ihrer natürlichen Umgebung herausgenommen, was nicht nur ein aufwendiger Prozess ist, sondern auch zu verfälschten Einblicken führen kann“, sagt Dr. Manuel Etzkorn. Der Leiter einer Emmy-Noether-Nachwuchsgruppe am Düsseldorfer Institut für Physikalische Biologie arbeitet mit seinem Team an neuen Möglichkeiten, um das Potenzial der NMR-Methode für die biologische Forschung noch besser nutzbar zu machen. Gemeinsam mit Kollegen des Max-Planck-Instituts für Molekulare Physiologie in Dortmund sowie der Universitäten Amsterdam und Sofia haben die Forscher nun ein neues Verfahren entwickelt, das das Problem der verrauschten Signale elegant löst. Es gelang ihnen, das NMR-Signal eines Zielproteins in einer direkt aus einer Bakterienzellkultur gewonnenen Lösung um ein Vielfaches und dazu noch sehr selektiv zu verstärken.

Der Großteil der Forschung fand dabei am Biomolekularen NMR-Zentrum auf dem Gelände des Forschungszentrums Jülich statt, einem der führenden NMR-Zentren in Deutschland. Es wird gemeinsam durch das Düsseldorfer Institut für Physikalische Biologie und das Jülicher Institute of Complex Systems (ICS-6) betrieben. Die Wissenschaftler konnten dort ein neuartiges DNP-verstärktes NMR-Spektrometer einsetzen, bei dem das Spektrometer mit einem Mikrowellengenerator verbunden ist. Dieser regt Elektronen von speziellen, von den Forschern zu diesem Zweck modifizierten Molekülen in der Probe an, die ausschließlich an das Zielprotein binden. Die Anregung der Elektronen überträgt sich dabei auf die Atomkerne des Proteins und führt zu einer enormen Verstärkung des Signals.

Damit lassen sich Daten selbst aus Proben gewinnen, in denen nur geringe Konzentrationen des Proteins in Mischung mit anderen Molekülen vorliegen. Ausgewählte Proteine können also unter Bedingungen, die denen in lebenden Zellen deutlich besser entsprechen, mit atomarer Auflösung untersucht werden. Das vereinfacht nicht nur die Probenherstellung, da aufwändige Schritte zur Protein-Aufreinigung entfallen, sondern ermöglicht auch, die Einflüsse der natürlichen Umgebung besser zu verstehen. „Die zielgerichtete Verstärkung von Proteinsignalen bietet eine Vielzahl spannender Anwendungen im Bereich der zellulären Strukturbiologie und hat das Potenzial, neuartige Einblicke in komplexe biologische Prozesse zu ermöglich“, sagt Dr. Etzkorn.

„Die Entwicklung neuer Methoden für die Strukturbiologie ist Schwerpunkt der Forschung des Biomolekularen NMR-Zentrums“, erklärt Prof. Dr. Dieter Willbold, Leiter des Zentrums und Direktor des Düsseldorfer Instituts für Physikalische Biologie und des Jülicher ICS-6. „Das neue Verfahren ist hierzu ein wichtiger Beitrag, der viele neue Möglichkeiten eröffnet.“


Originalpublikation

Thibault Viennet, Aldino Viegas, Arne Kuepper, Sabine Arens, Vladimir Gelev, Ognyan Petrov, Tom N. Grossmann, Henrike Heise, Manuel EtzkornSelective Protein Hyperpolarization in Cell Lysates Using Targeted Dynamic Nuclear Polarization, Angew Chem Int Ed 2016 June 28

Mittwoch, 29. Juni 2016

LVR-LandesMuseum zeigt „Ole Fischer - Expressionen“


Eine Sonderausstellung in der Reihe „Szene Rheinland“ vom 30.6.-28.8.2016

Ole Fischer (1943­-2005) kann zu den eigenwilligsten, interessantesten und vielseitigsten Künstlern der Nachkriegszeit in Westdeutschland gezählt werden. Dabei sind sein Wirken und sein Werk in den letzten Jahren scheinbar in Vergessenheit geraten. Seine Werke beweisen jedoch eine künstlerische Qualität, die in Deutschland in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts eine völlig eigenständige Position besetzt. Die Ausstellung zeigt erstmals in Bonn eine Auswahl aus dem reichhaltigen Werk von Ole Fischer.

Die Bildwelten, die Ole Fischer mit seiner ihm eigenen Bildkonzeption entwickelt, erweisen sich als eine ungebrochene Dokumentation seiner Beobachtung über Welt, Philosophie und Kunst. Seine Bildsprache, mit der er seine Gemälde in einem unermüdlichen Prozess des Verwerfens, erneuten Überarbeitens und Aufeinanderschichtens aufbaut, bewegt sich zwischen abstrakt-expressionistischen und realistischen Farb- und Formsequenzen. Dabei entstehen jedoch keine Bildgeschichten, die einer inhaltlichen Verlaufsform folgen würden, sondern eine Stratigraphie der Assoziationen.

In der Reihe „Szene Rheinland“ zeigt das LVR-LandesMuseum Bonn regelmäßig zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler, deren Positionen in ihrer Eigenständigkeit und Konsequenz eine Wirkkraft vom Rheinland aus weit über Nordrhein-Westfalen hinaus in die nationale und oft auch internationale Kunstszene hinein entfalten.

Donnerstag, 23. Juni 2016

„forscher – Das Magazin für Neugierige" nimmt die Meere und Ozeane in den Fokus


Berlin - Das Magazin „forscher ahoi!" (www.forscher-online.de) nimmt Kinder und Jugendliche mit auf eine Expedition in unbekannte Welten. Die erste Ausgabe „Räuber am Riff" im Wissenschaftsjahr 2016*17 – Meere und Ozeane stellt jungen Leserinnen und Lesern im Alter von acht bis zwölf Jahren nicht nur Haie und ihren Lebensraum vor, es verrät auch, wie die Profis große Fischschwärme zählen. Das Heft ist jetzt kostenlos erhältlich.

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler forschen zu vielen Aspekten der Nachhaltigkeit rund um den Globus. Das „forscher"-Magazin stellt neben tollen Forscherpersönlichkeiten auch die deutsche Forschungsflotte vor: Tauchende Roboter, Eisbrecher und Satelliten im All gehören zum Equipment.
Deutschlands berühmteste Meeresforscherin Dr. Antje Boetius berichtet von ihrer Expedition auf dem Forschungsschiff „Sonne" in den Pazifik. Dort spürt sie wertvollen Bodenschätzen nach. Sie erzählt, wie ein Tiefseepflug zum Einsatz kommt und warum Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler so gerne Tiefsee-Fernsehen schauen. In weiteren Nachrichten und Stories geht es um „Alleskönner Algen" oder auch um zarte Schönheiten – um Quallen. Ob die hirnlosen Glibbertiere Schmerzen spüren, wenn sie am Strand herumgeworfen werden, wird in der Rubrik „Die freche Frage" beantwortet.

Wer Lust auf mehr bekommt und seine Forscherleidenschaft noch an weiteren Themen aus Wissenschaft und Forschung erproben möchte, findet im Magazin zahlreiche Veranstaltungstipps des Wissenschaftsjahres 2016*17, die sich besonders für junge Neugierige eignen.

Die Meere und Ozeane sind von zentraler Bedeutung für die Zukunft. Mehr als ein Drittel sensibler Lebensräume sind bereits zu stark benutzt oder zerstört. Es ist höchste Zeit, sie zu retten und verantwortungsvoll zu nutzen, signalisiert das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) herausgegebene Kindermagazin „forscher". Denn wir beeinflussen, wie viel Mikroplastik aus Duschgels und Waschmittel über die Flüsse in die Weltmeere fließen. Wir entscheiden, wie viel CO2 wir den Weltmeeren zumuten und ob wir damit eine Versauerung der Meere und den Klimawandel in Kauf nehmen. Denn um Gewohnheiten zu ändern und die Trendwende einleiten zu können, braucht es Mut und Wissen.

Hier gibt es das Heft:

Per Post: Publikationsversand der Bundesregierung, Postfach 48 10 09, 18132 Rostock

Per Telefon: 030 18 272 272 1, per Fax: 030 18 10 272 272 1


Per E-Mail: publikationen@bundesregierung.de, Internet: www.bmbf.de


Als E-Paper im Internet: www.forscher-online.de

Wissenschaftsjahr 2016*17 – Meere und Ozeane


Die Meeresforschung ist Thema des Wissenschaftsjahres 2016*17. Zu 71 Prozent bedecken Ozeane und Meere unseren Planeten. Sie sind Klimamaschine, Nahrungsquelle, Wirtschaftsraum – und sie bieten für viele Pflanzen und Tiere Platz zum Leben. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler untersuchen die Ozeane seit Jahrhunderten; und doch sind sie noch immer geheimnisvoll und in weiten Teilen unerforscht. Im Wissenschaftsjahr 2016*17 – Meere und Ozeane geht es um die Ergründung der Gewässer, ihren Schutz und eine nachhaltige Nutzung. Die Wissenschaftsjahre sind eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) gemeinsam mit Wissenschaft im Dialog (WiD). Sie tragen als zentrales Instrument der Wissenschaftskommunikation Forschung in die Öffentlichkeit. Das Wissenschaftsjahr 2016*17 wird vom Konsortium Deutsche Meeresforschung (KDM) als fachlichem Partner begleitet.

Mittwoch, 22. Juni 2016

Grube Messel gGmbH stellt breites Programmspektrum in neuer Broschüre vor


Angebotsvielfalt bezieht Gäste aller Altersgruppen in die naturwissenschaftliche Erforschung des UNESCO Welterbes ein
_DSC5303Messel, 21. Juni 2016 – Mit Beginn der Hauptsaison präsentiert die Grube Messel gGmbH ihre vielfältigen Attraktionen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, einschließlich eines historischen Überblicks zur hessischen Fossilienlagerstätte, in einer farbenfrohen Broschüre auf mehr als 50 Seiten, zuzüglich einer Übersichtskarte des Geländes. Die bunte Programmvielfalt führt Interessierte spielerisch an die naturwissenschaftliche Forschung heran und lädt zum entdecken und erforschen ein.

Einst ein unerschlossener Tagebau in der Landschaft Hessens, wird die geowissenschaftliche Vielfalt der Fossilienlagerstätte aus dem Eozän den Gästen, Jung und Alt, mittels diverser sinnlicher und informativer Aktivitäten zugänglich gemacht – Ein abwechslungsreiches Programm lädt Gruppen, Familien und Schulklassen zum gemeinsamen entdecken der Grube ein; stets im Beisein eines fachkundigen Begleiters auf einer geführten Tour. Eine rechtzeitige Anmeldung zu allen Touren ist notwendig, da die Teilnehmerplätze jeweils limitiert sind. Von Montag - Freitag ist eine Reservierung möglich unter 06159 - 71 75 90. Gegen einen Aufpreis von 20 € pro Gruppe können Führungen in englischer oder französischer Sprache abgehalten werden.


Programmvielfalt – Erwachsene
_DSC5152Erwachsene erleben das Weltnaturerbe beispielsweise innerhalb einer Grubenwanderung, einer Geologischen Exkursion oder einer Panoramatour. Spielerisch kann der Besucher hier unter anderem Ölschieferstücke aus der Halde in die Hand nehmen und die Geschichte der Erde aktiv erfahren. Besonderes Highlight: Die Spezialtouren wie Grabungsimpression und Fledermausführung. Beide werden an ausgewählten Terminen durchgeführt. Während der Besuch beim Grabungsteam den Abenteuergeist weckt – bei der Freilegung und späteren Präparation von Fossilien wird die Vergangenheit wieder lebendig und man ist hautnah dabei – erschließt sich die Fledermausführung für Nachtaktive: Eine Fledermaus-Expertin bringt den Besucher auf die Spur der fliegenden Säugetiere. Sie stellen mit jährlich fünf Entdeckungen den größten Anteil der Säugetierfunde in der Grube Messel dar.

Programmvielfalt – Kinder
_DSC5284Das Team der Welterbe Grube Messel lädt Schulklassen, Kinder mit ihren Familien und Kindergeburtstage dazu ein, den inneren Forscher in sich zu ergründen. Schulklassen erforschen bei „Geo-Detektive unterwegs - Tatort: Messelsee“ die Entstehungsgeschichte der Fossilienlagerstätte innerhalb eines „Kriminalfalls“. Das Erlebnis wird dem Alter und dem Kenntnisstand der Kinder angepasst.


_A5B1066Für Abenteuerlustige mit Spaß am Rätselraten ist das Geburtstagsprogramm „Die Jagd nach dem verlorenen Schlüssel“ das Richtige – Hinweise müssen gefunden, knifflige Aufgaben gelöst werden. Spielerisch erfährt man die Historie des Weltnaturerbes, findet einen Schlüssel und öffnet eine geheimnisvolle Schatztruhe. Das Besucherzentrum mit seinen Themenräumen zeigt Exponate und Informationen in Kombination mit Medienstationen. In der Schatzkammer können Kinder eine Vielfalt an Arten der Säugetiere bewundern, welche die Grube Messel zu wissenschaftlichem Ansehen führte.

Auf geht´s in die Grube zum Welterbe! Weitere Informationen zu attraktiven Angeboten, das vollständige GMMagazin und Hinweise zur Anfahrt erhalten sie unter: www.grube-messel.de.


Wir Menschen denken und leben in etwa 100-Jahres-Zeiträumen. Die Erdgeschichte im See der Grube Messel zeigt etwa 1.500.000 Millionen Jahre! Jeder Meter steht für etwa 10.000 Jahre Zeit, die der Messelsee und seine Bewohner uns ermöglichen in die Zeit zurück zu sehen. Das Fenster der Urzeit, die Grube Messel, birgt einen Schatz, der eine Vielfalt an Lebewesen, insbesondere Säugetieren von vor 48 Millionen Jahren zeigt, deren Erhaltungszustand und Menge an Fossilien weltweit einzigartig ist! Anmeldungen und weitere Informationen unter www.grube-messel.de. Das Besucherzentrum ist täglich von 10 Uhr bis 17 Uhr geöffnet (letzter Einlass um 16 Uhr.

Dienstag, 21. Juni 2016

My Ocean Sampling Day: Die Suche nach dem Leben im Wasser


1.000 Bürgerinnen und Bürger werden am heutigen My Ocean Sampling Day Teil eines bundesweiten Bürgerwissenschaftsprojektes

Berlin - Beim My Ocean Sampling Day (MyOSD) am heutigen Tag der Sommersonnenwende geht es darum, den mikrobiellen Lebensraum der Meere und ihrer Zuflüsse zu entdecken und zum besseren Verständnis der marinen Welt beizutragen. Bei der Aktion im Rahmen des Wissenschaftsjahres 2016*17 – Meere und Ozeane werden heute bundesweit zahlreiche Bürgerinnen und Bürger sowie Schulklassen Wasserproben an deutschen Küsten und Mündungsflüssen nehmen.

Unter den Teilnehmenden ist auch die elfte Klasse des Andreas-Gymnasiums Berlin Friedrichshain. Gemeinsam mit dem MyOSD-Team des Max-Planck-Instituts für Marine Mikrobiologie und der Jacobs University in Bremen werden die Jugendlichen heute am Berliner Spreeufer (14:00 bis 15:00 Uhr, Stralauer Allee 1) nahe der Oberbaumbrücke eine Wasserprobe nehmen. „Entdecken. Nutzen. Schützen. – unter diesem Motto steht das aktuelle Wissenschaftsjahr", so Eva Nourney, Referatsleiterin Strategische Vorausschau, Wissenschaftskommunikation im Bundesministerium für Bildung und Forschung, die auch bei dem Termin anwesend sein wird. „Der MyOSD ist ein gutes Beispiel dafür, wie diese Botschaft schon jetzt in die Öffentlichkeit getragen und umgesetzt wird."
Bei dem Projekt soll untersucht werden, wie der Mensch die Vielfalt der Kleinstlebewesen im Meer beeinflusst, welche Aufgaben diese Artengemeinschaften im Ökosystem haben und wie sich die Gemeinschaft der mikroskopisch kleinen Arten von der Flussquelle bis zur Mündung verändert. Für die Probennahme wurden seit Ende April insgesamt 1.000 Sampling Kits mit den erforderlichen Filtern und Materialien verteilt.

Am Berliner Spreeufer werden heute die Elftklässler den Prozess von der Probennahme über das Filtrieren der Probe bis hin zur Datenerhebung durchlaufen; unter Anleitung von Prof. Frank Oliver Glöckner, Gründer des internationalen OSD- und des bundesweiten MyOSD-Projektes, sowie der beiden MyOSD-Mitarbeiterinnen Dr. Julia Busch und Dr. Julia Schnetzer.

„Ich bin dankbar für die vielen Jugendlichen, die am heutigen Tag in ganz Deutschland bei dieser Aktion dabei sind! Ich bin gespannt auf die zahlreichen Proben, die uns in den nächsten Wochen aus ganz Deutschland erreichen werden", sagt Prof. Frank Oliver Glöckner: „Die mikrobiellen Ökosysteme der Küsten sind unglaublich spannend – trotzdem sind sie noch weitestgehend unerforscht. Wir möchten herausfinden, wie sich die mikrobiellen Gemeinschaften von der Quelle bis zum Meer verändern und gleichzeitig wollen wir das Bewusstsein für diese, mit dem bloßen Auge unsichtbare, Artenvielfalt in die Bevölkerung tragen."

Seit 2014 untersuchen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zum internationalen Ocean Sampling Day (OSD) am 21. Juni Wasserproben weltweit. Als integriertes Bürgerwissenschaftsprojekt will der My Ocean Sampling Day eine Momentaufnahme der Kleinstlebewesen an deutschen Küsten vornehmen. Dabei untersucht er erstmalig auch Mündungsflüsse und deren zuführende Flüsse und Kanäle. Die Aktion im Rahmen des Wissenschaftsjahres 2016*17 – Meere und Ozeane ist ein Gemeinschaftsprojekt der Jacobs University und des Max-Planck-Instituts für Marine Mikrobiologie in Bremen. Angestrebt wird eine umfassende Datensammlung, mit der Forscherinnen und Forscher die Vielfalt der Mikroorganismen an der Nord- und Ostseeküste hochaufgelöst erfassen können.


Welche Mikroorganismen in den Proben schwimmen und ob vielleicht eine bislang unbekannte Art dabei ist, können alle Teilnehmenden ab Mitte 2017 durch die Eingabe der im Kit enthaltenen MyOSD-Nummer auf my-osd.org/status selbst herausfinden.