Mittwoch, 11. Oktober 2017

LVR-LandesMuseum zeigt die Ausstellung „Im Meer versunken. Sizilien und die Unterwasserarchäologie“

Eine Sonderausstellung im LVR-LandesMuseum Bonn / Laufzeit: 12.10.2017 – 11.3.2018

Bonn - Unter dem Titel „Im Meer versunken. Sizilien und die Unterwasserarchäologie“ präsentiert das LVR-LandesMuseum Bonn vom 12.10.2017 bis 11.3.2018 etwa 180 Objekte, die in den letzten Jahren aus dem Meer vor Sizilien geborgen wurden. Dazu gehören drei originale Rammsporne römischer Kriegsschiffe, feines griechisches Tafelgeschirr, Statuetten aus Marmor und Bronze, Amphoren, Münzen, Teile einer Kirchenausstattung und Waffen. Die meisten dieser Funde sind erstmals in Deutschland zu sehen.

An den Handelsplätzen Siziliens trafen Phönizier, Griechen, Römer, Araber und Normannen über Jahrhunderte friedlich aufeinander und wechselten Waren und Gebräuche. Siziliens zentrale Lage machte die Insel aber stets auch zu einem Zentrum im Ringen um die Kontrolle über das Mittelmeer. Diese Kämpfe wurden häufig zur See ausgetragen, wie in dem ersten punischen Krieg, einer Seeschlacht zwischen den Karthagern und Römern im 3. Jahrhundert v. Chr., in der 200 Schiffe untergingen. Die Ausstellung folgt den im Meer versunkenen Spuren von Handelsfahrten und Seeschlachten.

Aufwändige, eigens für die Ausstellung entwickelte 3D-Animationen erklären zudem die Herstellung und Funktion von Rammspornen oder lassen ein lebhaftes Bild der Seeschlacht bei den Ägadischen Inseln entstehen.

Die Ausstellung ist ein Kooperationsprojekt der Soprintendenza Del Mare, Palermo und des COBBRA Museum Konsortiums, das sich aus folgenden Institutionen zusammengeschlossen hat: Ny Carlsberg Glyptoteket, Copenhagen, Ashmolean Museum, University of Oxford, LVR-LandesMuseum Bonn und Allard Pierson Museum Amsterdam.

Dienstag, 10. Oktober 2017

Mit „BlueFiction" in literarische Meereswelten eintauchen





















Copyright: Arena Verlag


Siegreiche Kurzgeschichten des Schreibwettbewerbs "BlueFiction" von LizzyNet im Wissenschaftsjahr Meere und Ozeane werden als E-Book veröffentlicht / Nachwuchsautorinnen und -autoren präsentieren ihre Texte am 14. Oktober auf der Frankfurter Buchmesse

Berlin - Vier Geschichten rund um das Meer, die berühren und nachdenklich stimmen: Sie sind das Ergebnis des Schreibwettbewerbs „BlueFiction", den das Onlineportal LizzyNet anlässlich des Wissenschaftsjahres 2016*17 – Meere und Ozeane im vergangenen Herbst ausgeschrieben hat. Jetzt erscheinen sie im Kurzgeschichtenband „BlueFiction – Tiefe Liebe und andere Geschichten" als E-Book bei digi:tales (E-Only-Imprint des Arena Verlags). Zur Buchpremiere am 14. Oktober auf der Frankfurter Buchmesse werden die vier Nachwuchsautorinnen und -autoren ihre Texte präsentieren.
150 Jugendliche und junge Erwachsene haben im Wettbewerb „BlueFiction" die Meere und Ozeane literarisch erkundet und Exposés für Kurzgeschichten eingereicht. Die besten vier – drei Autorinnen und ein junger Autor – wurden in einem dreimonatigen Mentoring durch die erfahrenen Schriftstellerinnen und Schriftsteller Katja Brandis, Ilona Einwohlt, Christoph Marzi und Jana Frey bis zur Druckreife ihrer Geschichten begleitet. Entstanden sind ganz unterschiedliche Texte, von denen jeder auf individuelle und poetische Weise die Bedeutung der Meere für die Menschheit beleuchtet.

Stine Volkmann verwebt in ihrer Geschichte „Tiefe Liebe" einen emotionalen Vater-Tochter-Konflikt mit der Faszination für das Meer und das Tauchen. In „Blaues Ada" beschert Özge Dogans Protagonistin mit ihrer Liebe zum Ozean echte Gänsehautmomente. Ramona Meyer entführt mit „Die Freundin der Inuit" in die Welt der kanadischen Ureinwohner und ihrer Götter. Alexander Karanikolas verfasste mit seinen Geschwistern Lena und Niko die spannende Geschichte „Der blaue Schwamm" um eine Ölkatastrophe und deren Folgen für einen Schwammtaucher auf der griechischen Insel Leros.

Das E-Book ist ab dem 14. Oktober unter www.arena-verlag.de erhältlich, und überall wo es E-Books gibt.

Lesung auf der Frankfurter Buchmesse
Wann: Samstag, den 14. Oktober, 14:00 – 14:30 Uhr

Wo: Arena-Stand, Halle 3.0, E107

Die Lesung wird begleitet von der Schriftstellerin Katja Brandis sowie weiteren Mitgliedern des Mentoren-Teams und der Jury des Wettbewerbs.

Alle Informationen zum Wettbewerb und zum Wissenschaftsjahr Meere und Ozeane gibt es unter: www.lizzynet.de/bluefiction und www.wissenschaftsjahr.de.

Wissenschaftsjahr 2016*17 – Meere und Ozeane
Die Meeresforschung ist Thema des Wissenschaftsjahres 2016*17. Zu 71 Prozent bedecken Ozeane und Meere unseren Planeten. Sie sind Klimamaschine, Nahrungsquelle, Wirtschaftsraum – und sie bieten für viele Pflanzen und Tiere Platz zum Leben. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler untersuchen die Ozeane seit Jahrhunderten; und doch sind sie noch immer geheimnisvoll und in weiten Teilen unerforscht. Im Wissenschaftsjahr 2016*17 – Meere und Ozeane geht es um die Ergründung der Gewässer, ihren Schutz und eine nachhaltige Nutzung. Die Wissenschaftsjahre sind eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) gemeinsam mit Wissenschaft im Dialog (WiD). Sie tragen als zentrales Instrument der Wissenschaftskommunikation Forschung in die Öffentlichkeit. Das Wissenschaftsjahr 2016*17 wird vom Konsortium Deutsche Meeresforschung (KDM) als fachlichem Partner begleitet.

Montag, 9. Oktober 2017

Verrückte Irrtümer zwischen Mann und Frau



Von Jane Uhlig, Hörbuchautorin von "So findet mich meine Traumfrau", "So findet mich mein Traummann" und Buchautorin von "Blondinen im Management" (Jane's Verlag)
Wenn man an Meerjungfrauen denkt, dann denkt man an weibliche Schönheiten, die hitzige Männer mit der magischen Kraft ihrer bezaubernden Stimmen in die Tiefe des Meeres locken. Ja, sie haben es geschafft. Sie sitzen, singen und locken jeden Mann, der vorbeifährt, in geheimnisvolle Tiefen, aus denen es kein Zurück gibt.
Vermutlich haben sie ihren Glauben an lebendige Beziehungen weggeschmissen und meinen die Tiefe im Meer erschaffen zu können. Vielleicht scheint es hier ja wenigstens etwas Tiefe zwischen Mann und Frau zu geben? Das ist nämlich die Frage, die sich immer mehr Menschen stellen, gerade dann, wenn es um die Tiefe von Beziehungen geht.
Viele Frauen und Männer, meist um die Vierzig, stellen sich die Frage, wie sie denn nun ihren Traumpartner fürs Leben noch finden können. Jahraus, jahrein ziehen sie Abend für Abend und Tag für Tag los, mit der Hoffnung den passenden Partner am besten heute noch anzulocken. Aber leider vielfach erfolglos. Zwischendurch gibt es dann so einige Ab- und Zu-Beziehungen. Manchmal auch längere. Und wie oft höre ich dann das Resultat „Aber ich fühle nichts. Er oder sie ist es nicht. Oder: Das ist doch nicht mein Typ." Und schon geht die Suche weiter. Meerjungfrauen haben's hier einfacher. Sie locken ohne Tiefe in die Tiefe.
Dennoch stehen die großartigen Kriterien bei Frau und Mann fest. Oft erzählen sie, fast schon ohne Luft zu holen, wie denn der passende Partner fürs Leben zu sein hat. Die meisten Männer wünschen sich eine Frau, die 10 bis 15 Jahre jünger sein sollte, sowie schön, klug und lustig; daneben sollte sie sich extrem gut in der Küche behaupten - und mittellos sollte sie auch nicht sein. Frauen hingegen sprechen von gestandenen, erfolgreichen Männern, die muskulös gebaut sein sollten – vor allem Arme und Schultern –, viele Reichtümer besitzen und immer für sie da sind. Und auch die Frauen haben ihre Kriterien und bevorzugen mittlerweile auch viel jüngere Männer, bloß nicht älter als sie selbst.
Beim Zuhören wird es einem manchmal schaurig zumute, da die Kriterien zur Partnersuche, ausschließlich aus äußerlichen Kriterien bestehen. Hinzu kommt, dass sich diese Kriterien ziemlich kontrovers zwischen Frau und Mann anhören. Wie sollen denn da noch tiefgreifende Beziehungen entstehen? Die Vorstellungen laufen also ziemlich auseinander.
Und wie steht es mit der Innerlichkeit? Für innerliche Kriterien scheint kein Platz zu sein. Und was sollte Frau oder Mann denn eigentlich in der Beziehung fühlen? Bei dieser Frage zuckt der Mund und es sprudelt nicht mehr so wortreich daher. Gefühle in der Innerlichkeit? Das ist schwierig. Für Meerjungfrauen ist das einfacher, sie singen und locken immer weiter. Nichts kann den Weg des Mannes in die Tiefe stören.
Aber warum gibt es überhaupt Kriterien? Braucht man die überhaupt? Denn letztlich geht es bei dieser Art von Suche nach äußerlichen Kriterien doch immer nur um die Bedienung des eigenen Egos und so lange das eigene Ego bedient werden soll, so lange ist auch keine reife und tiefe Partnerschaft möglich. Und der Traumpartner auch nicht in Aussicht. Für Meerjungfrauen ist das kein Problem. Sie brauchen keine Kriterien, denn sie locken jeden Fahrer auf der See.
Sollte es dennoch mit den Kriterien beim Partner klappen, verliebt man sich erst einmal in die reichhaltigen Kriterien. Und wenn man dann so richtig satt davon geworden ist, fehlen auf einmal die Gefühle. Wo sind sie nur hin? Vermutlich bei den Kriterien. Denn dort, wo keine Tiefe ist, ist Leere, Leblosigkeit und Abhängigkeit. Das kann den Meerjungfrauen nicht passieren. Leer sind sie niemals und der Tiefe immer so nah.
Und zum Schluss klingt alles ein bisschen verrückt. Deshalb einfach mal alle Kriterien und Glaubensmuster wegschmeißen und neue aufstellen! Aber nicht so wie die Meerjungfrauen!
Ein Gastbeitrag von Jane Uhlig (Publizistin, Hypnose Coach und Hörbuch Autorin von „So findet mich meine Traumfrau“)

Wie man den Glaubenssätzen bei der Partnerwahl entkommen kann
Wer den täglichen Glaubenssätzen bei der Partnerwahl entkommen möchte, ist bei Hypnose-Coach Jane Uhlig bestens aufgehoben. Frauen und Männer lernen in Mental Soul Coachings von und mit Jane Uhlig, wie Sie die Prinzipien des Unterbewusstseins anwenden können. Dazu Jane Uhlig "Wer sich immer wieder den falschen Partner sucht, braucht mentale Techniken, um den richtigen Partner für sich zu finden. Mit meinem Mental Soul Coaching wird jeder Teilnehmer eine neue Sicht des Lebens, ein besseres Selbstbild und passendere Glaubenssätze gewinnen. Denn: Was das Handeln als Mensch prägt, sind Glaubenssätze und emotionale Einstellungen. Mit Mental Soul Coaching können Gedanken im Unterbewusstsein gesteuert werden, um ein glücklicheres Leben zu führen." Jane Uhlig agiert in eigener Coaching-Praxis, daneben publiziert sie Management-Bücher, wie „Blondinen im Management“ (Jane’s Verlag), „Das agile Unternehmen“, "Mut zum Handeln" (Campus Verlag) oder "Die kleine Zukunftsfibel" (Wiley Verlag) u.a.Daneben ist Sie Hörbuch-Autorin von zahlreichen Hörbüchern zum Thema Selbst-Hypnose-Coaching (siehe Link). Ihre neuesten Hörbücher "So findet mich mein Traummann", "So findet mich meine Traumfrau", "So schlafe ich besser". Daneben erschienen im Buchhandel: "So werde und bleibe ich schlank", "So liebt mich mein Team", "So erhalte ich mehr Energie", "So erwerbe ich mehr Reichtum", "So erlange ich mehr Ausstrahlung", "So bekomme ich Anerkennung und Respekt" (Jane's Verlag).
Jane Uhlig (Hypnose-Coach, Publizistin) studierte Erziehungswissenschaften, Sozialpädagogik und Kommunikationspsychologie. Absolvierte die Erlaubnis zu berufsmäßigen Ausübung von Psychotherapie (HPG), Trainer- und Moderationsausbildung, Ausbildung als Hypnotiseurin (TMI), Ausbildung in Systemischer Beratung/Organisationsentwicklung/ Familientherapie, Ausbildung Autogenes Training und Entspannungstherapie.

Nächste Mental Soul Coachings für Manager, die dem Hamsterrad entkommen möchten:
14. 11. 2017, 19 bis 21 Uhr, Bettenrid Frankfurt (kostenlos)

Mental Soul Coaching für mehr Energie:
25.11. 2017 14 bis 19 Uhr, Frankfurt
16.12. 2017 14 bis 19 Uhr, Frankfurt
20.01. 2018 14 bis 19 Uhr, Frankfurt
17.02. 2018 14 bis 19 Uhr, Frankfurt
03.03. 2018 14 bis 19 Uhr, Frankfurt
19. 03. 2018 14 bis 19 Uhr, Frankfurt
Kosten: pro Person 290 Euro
Winner - Mental Soul Coaching:
26.11. 2017 14 bis 19 Uhr, Frankfurt
17.12. 2017 14 bis 19 Uhr, Frankfurt
21.01. 2018 14 bis 19 Uhr, Frankfurt
18.02. 2018 14 bis 19 Uhr, Frankfurt
04. 03 201814 bis 19 Uhr, Frankfurt
11.03. 2018 14 bis 19 Uhr, Frankfurt

Infos: jane.uhlig@janeuhlig.dewww.janeuhlig.de oder per Handy: 0151-11623025

Donnerstag, 5. Oktober 2017

Buchtipp: Die Goldbüste des Septimius Severus




Neue Publikation bei LIBRUM P&E:

Anne de Pury-Gysel:
Die Goldbüste des Septimius Severus
Gold- und Silberbüsten römischer Kaiser

Mit Beiträgen von Alessandra Giumlia-Mair und Fotografien von Thanos Kartsoglou.
With English summary. Résumé français.

Die intakt erhaltene Goldbüste des Kaisers Septimius Severus aus Nordgriechenland ist ein ausserordentliches Zeugnis der römischen kaiserlichen Porträtkunst. Sie gehört zu einer Gruppe von nur dreizehn Kaiserbildnissen aus Gold (6), aus Silber (6) und aus vergoldetem Silber (1), die wir aus der Antike kennen.

Zusammen mit der berühmten Goldbüste des Kaisers Marc Aurel von Avenches ist jene des Septimius Severus wohl die bedeutendste Vertreterin einer Gattung, die in der Antike sehr viel häufiger gewesen sein muss und gewissermassen als mobiler Stellvertreter des Kaisers im Kult, in der Armee und bei öffentlichen Amtshandlungen fungieren konnte.

Die Büste wurde vor über 50 Jahren durch Zufall entdeckt. Umso erstaunlicher ist es, dass sie bis heute so gut wie unpubliziert ist. Dass es Frau Dr. de Pury-Gysel gelungen ist, von der griechischen Antikenbehörde die Erlaubnis zu erwirken, die Goldbüste im Original studieren und monographisch veröffentlichen zu dürfen, kann ihr nicht hoch genug angerechnet werden, zeugt aber gleichzeitig von ihrem durch eine jahrelange Forschungstätigkeit erworbenen wissenschaftlichen Renommee.

In ihrer Studie nähert sich Anne de Pury-Gysel der Goldbüste aus unterschiedlicher Richtung an. Neben den primären Aspekten der Fund- und Forschungsgeschichte, dem historischen Kontext, der Herstellungstechnik und der stilistischen Einordnung steht die Frage nach der Bedeutung und Funktion der Kaiserbildnisse, die in dieser umfassenden Form bisher noch nie behandelt wurde.

Indem sie nicht nur das Einzelwerk aus Nordgriechenland, sondern die Gattung der bislang bekannten dreizehn Gold- und Silberbüsten als Ganzes in den Fokus nimmt, schafft die Autorin mit ihrer Studie ein Referenzwerk, das in der Forschung zweifelsohne eine breite Rezeption finden wird.

Die Autorin
Anne de Pury-Gysel ist klassische Archäologin. Ihre berufliche Laufbahn führte sie zu Ausgrabungen in Griechenland und Zypern. Später leitete sie ein grösseres Forschungsprojekt zum römerzeitlichen Chur. Während ihres zehnjährigen Aufenthalts in Frankreich widmete sie sich hauptsächlich dem Studium des antiken Glases. Von 1995 bis 2010 leitete die Autorin den Fundplatz der Römerstadt Aventicum (Avenches). Ihre Interessensgebiete reichen von hellenistischer und römischer Keramik über Glas, antikes Handwerk und römische Orgeln zum römischen Porträt.

Publiziert auf dem «Goldenen» Open Access Weg
Nebst der gedruckten und gebundenen Ausgabe, ist die Publikationen gleichzeitig auch Open Access kostenlos zugänglich. Damit unterstützt der Verlag den internationalen wissenschaftlichen Diskurs und die Forderung universitärer Einrichtungen nach freiem Zugang zu wissenschaftlicher Literatur. Die Publikation ist mit Creative Commons Attribution 4.0 International License geschützt.

Ein Buch für Historiker, Archäologen, Kunsthistoriker, Metallurgen,
Goldschmiede, Museen, Sammler, Kultur- und technikhistorisch interessierte.

Technische Informationen zur Sonderausgabe:
Format:                     245 × 305 mm, Hardcover
Anz. Seiten:              184, zahlreiche Abbildungen
Buchhandelspreis: € 65.—/CHF 65.—

ISBN/deutsche Ausgabe: 978-3-9524542-6-8
DOI/deutsche Ausgabe: 10.19218/3952454268

Bezugsadresse Printausgabe: www.librumstore.com

Kontakt:
Die Autorin steht für weiterführende Auskünfte, Interviews und Vorträge gerne zur Verfügung. Sie kann direkt kontaktiert werden über die E-Mailadresse:


Für weitere Auskünfte steht der Verlag zur Verfügung:
LIBRUM Publishers & Editors, Laufenstrasse 33, CH-4053 Basel
Tel.: +41(0)61 751 66 33

EU-Niederlassung:
Heddernheimer Landstraße 49
DE-60439 Frankfurt am Main
Tel.: 0049(0)69 9520 03 89

Verleger: Dominique-Charles R. Oppler

Donnerstag, 28. September 2017

Nahrungsergänzendes Vitamin D nicht für jeden sinnvoll

Zu wenig Sonnenlicht in der dunklen Jahreszeit kann zu Mangel führen

Hannover (apothekerkammer-niedersachsen) – In den Wintermonaten lässt die Kraft der Sonne nach und die Menschen verbringen nicht so viel Zeit draußen. Mit weniger Tageslicht bildet der Körper auch weniger Vitamin D aus. Präparate zur Nahrungsmittelergänzung versprechen Abhilfe. Ob sie für jeden sinnvoll sind und was bei der Einnahme zu beachten ist, weiß die Apothekerkammer Niedersachsen.
In Mittel- und Nordeuropa sind viele betroffen
Besonders gefährdet für einen Mangel an Vitamin D sind Jugendliche und junge Erwachsene, Frauen nach der Menopause, Sportler und Männer über 50. Dunkelhäutige und Pflegeheimbewohner sind ebenso häufig mit Vitamin D unterversorgt. Auch die tägliche Verwendung von recht niedrigen Lichtschutzfaktoren (über zehn) in Tagescremes oder anderen Pflegeprodukten kann zu einem erhöhten Vitamin-D-Bedarf führen.
Vitamin D-Mangel vorbeugen
Wer sich im Frühjahr und Sommer oft genug im Freien aufhält, kann über die Haut genug Vitamin D bilden. Von Oktober bis März ist die Sonnenlicht-Exposition geringer, die Tage sind kürzer, dunkler und die Intensität der Sonnenstrahlung geringer. Die UV-Strahlung reicht vielerorts zur Vitamin-D-Synthese nicht aus. Der Körper verbraucht dann allmählich das im Sommer gespeicherte Vitamin D. Vitamin-D-Nachschub liefert in der Zeit nur eine begrenzte Palette von Lebensmitteln. Dazu zählen fetter Fisch, Eigelb, rotes Fleisch, Leber und mit Vitamin D angereicherte Frühstücksflocken oder Milchprodukte. Die Apothekerkammer Niedersachsen empfiehlt, im Herbst und Winter auf eine gesunde, ausgewogene Ernährung zu achten und sich in den Sommermonaten regelmäßig mit einem adäquaten Sonnenschutz in der Sonne aufzuhalten. Wer meint, sich im Alltag nicht genug im Tageslicht aufhalten zu können und wer zu den Risikogruppen gehört, sollte regelmäßig seinen Vitamin-D-Spiegel beim Arzt kontrollieren lassen.
Vitamin D schützt vor Krankheiten
Ein Mangel an Vitamin D begünstigt Knochenabbau und kann so zu Osteoporose und Knochenbrüchen führen. Vitamin-D-Mangel kann ebenfalls eine Muskelschwäche begünstigen, die besonders bei älteren Personen zu Gangunsicherheit und Sturzneigung beitragen kann. Das Vitamin D fördert den Einbau von Calcium in die Knochen und hilft bei Rachitis, Osteomalazie, Malassimilation, Nierenerkrankungen und bei einer Unterfunktion der Nebenschilddrüsen. Üblich ist die Gabe des Vitamins in Kombination mit Calcium zur Osteoporose-Prophylaxe und -therapie. Aktuelle Erkenntnisse, nach denen ein Mangel auch die Entstehung chronischer Krankheiten, darunter Autoimmunerkrankungen, kardiovaskuläre Erkrankungen und Krebs begünstigen kann, sind allerdings umstritten.
Vorsicht vor Überdosierung
Wer Vitamin-D-Präparate einnehmen will, lässt sich am besten von seinem Arzt oder Apotheker beraten. Der Arzt kann den Vitamin-D-Status labormedizinisch kontrollieren. Zu viel Vitamin D kann Calciumablagerungen, Übelkeit, Erbrechen, gesteigertes Durstgefühl, erhöhten Harndrang, Schwäche und Nierenversagen auslösen. Bei Darreichungsformen wie zum Beispiel bei Weichgelantinekapseln mit 20.0000 I.E. Vitamin D3 darf das Präparat nur einmal die Woche eingenommen werden. Die Vitamin-D-Präparate sollten am besten in der Apotheke erworben werden, rät die Apothekerkammer Niedersachsen. Ökotest testete apothekenpflichtige Präparate und freiverkäufliche Nahrungsergänzungsmittel: Die Arzneimittel aus der Apotheke schnitten deutlich besser ab. Bei den Nahrungsergänzungsmitteln wurden im Test zum Teil erhebliche Abweichungen des tatsächlichen Vitamin-D-Gehalts festgestellt.
Der Apothekerkammer Niedersachsen gehören rund 7.000 Mitglieder an. Der Apotheker ist ein fachlich unabhängiger Heilberufler. Der Gesetzgeber hat den selbstständigen Apothekern die sichere und flächendeckende Versorgung der Bevölkerung mit Arzneimitteln übertragen. Der Beruf erfordert ein vierjähriges Pharmaziestudium an einer Universität und ein praktisches Jahr. Dabei erwirbt der Studierende Kenntnisse in pharmazeutischer Chemie und Biologie, Technologie, Pharmakologie, Toxikologie und Klinische Pharmazie. Nach dem Staatsexamen erhält er eine Approbation. Nur mit dieser staatlichen Zulassung kann er eine öffentliche Apotheke führen. Als Spezialist für Gesundheit und Prävention berät der Apotheker seriös und unabhängig. Er begleitet den Patienten fachlich, unterstützt ihn menschlich und hilft ihm so, seine Therapie im Alltag umzusetzen.

Dienstag, 26. September 2017

Baubeginn für Citybahn in Wiesbaden nicht vor 2024

Wiebaden (internet-zeitung – Bevor die ersten Bauarbeiten für die geplante Citybahn zwischen Wiesbaden und Mainz beginnen können, werden 7 bis 9 Jahre ins Land gehen. In ersterem Falle wäre dies nicht vor 2024, in letzterem nicht vor 2026. Dieses Fazit zieht die Bürgerinitiative „Mitbestimmung Citybahn“ in einem Beitrag bei „Facebook“.

Nach Angaben der Bürgerinitiative hatte der Wiesbadener Verkehrsdezernent Kowohl in der „Akteurswerkstatt“ am 20. Juni 2017 erklärt, er hoffe, dass die Citybahn bereits 2020 auf der Strecke fahre. Die Bürgerinitiative wirft die Frage auf, ob dies „nur“ Unkenntnis des Verkehrsdezernenten oder eine bewusste Verschleierung der tatsächlichen Abläufe sei.

Die Bürgerinitiative veranschlagt für
1. die Grobplanung nach Erteilung des Planungsauftrags mindestens 1 ½ bis 2 Jahre,
2. die Erstellung der Planfeststellungsunterlagen mindestens 1 Jahr,

3. Durchführung des Anhörungsverfahrens 1 ½ bis 2 Jahre,
4. Beschlussverfahren mindestens 1 bis 2 Jahre,
5. Rechtsstreitigkeiten mindestens 2 Jahre.

Wer ernsthafte Bedenken gegen die geplante Citybahn zwischen Wiesbaden und Mainz hat und eine Mitbestimmung der Bürger über dieses bisher auf 448 Millionen Euro veranschlagte Projekt fordert, kann kostenlos der Bürgerinitiative „Mitbestimmung Citybahn“ beitreten. Der Beitritt kann auf der Internetseite der Bürgerinitiative unter der Adresse http://bi-citybahn.de/?page_id=98 erfolgen. Auf dieser Internetseite findet man zahlreiche Argumente, die gegen den umstrittenen Bau der Citybahn sprechen. Die Bürgerinitiative ist bei Facebook unter der Internetadresse https://www.facebook.com/search/top/?q=B%C3%BCrgerinitiative%20Mitbestimmung%20Citybahn&init=mag_glass&tas=0.43634454982160875&search_first_focus=1505977242484
 aktiv. Dort findet eine lebhafte Diskussion über das Für und Wider einer Citybahn statt.

Dass die Stadt Wiesbaden finanziell nicht auf Rosen gebettet ist, erfährt man derzeit durch  Berichte über den Haushalt 2018/2019. Erschreckend viele Wünsche von Ortsbeiräten aus Wiesbadener Stadtteilen wurden abgelehnt oder mit Fragezeichen versehen. Ähnliches dürfte viele Jahre stattfinden, wenn die Stadt Wiesbaden ihren Anteil an den enormen Kosten für die Citybahn schultern müsste. Nur große Optimisten glauben vermutlich daran, dass es bei den veranschlagten 448 Millionen Euro Gesamtkosten bleibt. Erfahrungsgemäß kosten Großvorhaben am Ende immer mehr, als man ursprünglich berechnete.

Nach Ansicht der Bürgerinitiative „Mitbestimmung Citybahn“ kranken die bisherigen Stellungnahmen der für die Citybahn Verantwortlichen daran, dass keine Ausführungen zu den Wechselwirkungen der Bahn auf andere Nutzer gemacht werden. Es fehle ein integriertes Konzept, das aufzeige, wie sich eine 12 Kilometer lange Citybahn in ein funktionierendes, 650 Kilometer langes Busnetz einfüge.

Die Bürgerinitiative „Mitbestimmung Citybahn“ stellt wichtige Fragen


Welche Buslinien werden entfallen?

Welche Busse übernehmen nur noch Zubringerfunktion?

An welchen Haltestellen kann eine 60 Meter lange Bahn halten?

An welchen Haltestellen halten künftig noch die Busse?

Welche Auswirkungen hat die doppelte Gleisführung in der Innenstadt auf den Wegfall von Parkplätzen und auf die Erreichbarkeit der innerstädtischen Parkhäuser?

Wie verändern sich die Umsteigemöglichkeiten, wenn die Busse aus dem Osten nach wie vor in der Friedrichstraße halten, die Citybahn jedoch in der Luisenstraße?


Die Bürgerinitiative erklärt: „ESWE-Verkehr sagt bisher nur, die Citybahn solle die „am stärksten belasteten Buslinien ersetzen“. Aber welche? Es ist zu befürchten, dass viele Busse auf eine reine Zubringerfunktion zur Citybahn reduziert werden, mit der Folge häufigeren Umsteigens und längerer Wartezeiten.

Freitag, 22. September 2017

Der Weißstorch - Vom Vogel zum Kult

Der Weißstorch ist Kult - und das seit über 4000 Jahren: Vom heiligen Vogel der Antike und des christlichen Mittelalters über den Frühlingsboten und Kinderbringer bis zum Sexsymbol hat sich sein Image gewandelt. Geblieben ist seine unvergleichliche Beliebtheit.
Das neue Buch von Prof. Dr. Alfons Rolf Bense zeigt kenntnisreich und nicht selten humorvoll auf, dass wir diesem Vogel wohl kaum „rein objektiv“ begegnen können, sondern unsere Wahrnehmung von ihm immer durch seine Kulturgeschichte entscheidend mitbestimmt ist.
Über 130 meist farbige Abbildungen sorgen für zusätzliche Lesefreude dieser ersten umfassenden Abhandlung zum Kultvogel Storch. Das Buch stellt gleichzeitig 30 Jahre der erfolgreichen Arbeit des Aktionskomitee „Rettet die Weißstörche im Kreis Minden-Lübbecke“ e.V. vor.

Bestellen Sie „Der Weißstorch - Vom Vogel zum Kult“ hier:
https://westarp-bs.de/shop/texts/webs_n.php?titlnr=3-86617-139-0&wseite=1

oder in Ihrer Buchhandlung.

Alfons Rolf Bense
Der Weißstorch – Vom Vogel zum Kult
Westarp Verlag
1. Auflage 2017
122 Seiten, Softcover
über 130 meist farbige Abbildungen
ISBN: 978-3-86617-139-8
€ 19,95

Donnerstag, 21. September 2017

Mitbestimmung der Wiesbadener bei Citybahn

Wiesbaden (internet-zeitung) – Wer ernsthafte Bedenken gegen die geplante Citybahn zwischen Wiesbaden und Mainz hat und eine Mitbestimmung der Bürger über dieses bisher auf 448-Millionen-Euro veranschlagte Projekt fordert, kann kostenlos der Bürgerinitiative „Mitbestimmung Citybahn“ beitreten. Der Beitritt kann auf der Internetseite der Bürgerinitiative unter der Adresse http://bi-citybahn.de/?page_id=98 erfolgen. Auf dieser Internetseite findet man zahlreiche Argumente, die gegen den umstrittenen Bau der Citybahn sprechen. Die Bürgerinitiative ist bei Facebook unter der Internetadresse https://www.facebook.com/search/top/?q=B%C3%BCrgerinitiative%20Mitbestimmung%20Citybahn&init=mag_glass&tas=0.43634454982160875&search_first_focus=1505977242484
 aktiv. Dort findet eine lebhafte Diskussion über das Für und Wider einer Citybahn statt.

Dass die Stadt Wiesbaden finanziell nicht auf Rosen gebettet ist, erfährt man derzeit durch Zeitungsartikel über den Haushalt 2018/2019. Erschreckend viele Wünsche von Ortsbeiräten aus Wiesbadener Stadtteilen wurden abgelehnt oder mit Fragezeichen versehen. Ähnliches dürfte viele Jahre stattfinden, wenn die Stadt Wiesbaden ihren Anteil an den enormen Kosten für die Citybahn schultern müsste. Nur große Optimisten glauben vermutlich daran, dass es bei den veranschlagten 448 Millionen Euro Gesamtkosten bleibt. Erfahrungsgemäß kosten Großvorhaben am Ende immer mehr, als man ursprünglich berechnete.

Nach Ansicht der Bürgerinitiative „Mitbestimmung Citybahn“ kranken die bisherigen Stellungnahmen der für die Citybahn Verantwortlichen daran, dass keine Ausführungen zu den Wechselwirkungen der Bahn auf andere Nutzer gemacht werden. Es fehle ein integriertes Konzept, das aufzeige, wie sich eine 12 Kilometer lange Citybahn in ein funktionierendes, 650 Kilometer langes Busnetz einfüge.

Die Bürgerinitiative „Mitbestimmung Citybahn“ stellt wichtige Fragen:

Welche Buslinien werden entfallen?
Welche Busse übernehmen nur noch Zubringerfunktion?

An welchen Haltestellen kann eine 60 Meter lange Bahn halten?
An welchen Haltestellen halten künftig noch die Busse?
Welche Auswirkungen hat die doppelte Gleisführung in der Innenstadt auf den Wegfall von Parkplätzen und auf die Erreichbarkeit der innerstädtischen Parkhäuser?
 Wie verändern sich die Umsteigemöglichkeiten, wenn die Busse aus dem Osten nach wie vor in der Friedrichstraße halten, die Citybahn jedoch in der Luisenstraße?
Die Bürgerinitiative erklärt: „ESWE-Verkehr sagt bisher nur, die Citybahn solle die „am stärksten belasteten Buslinien ersetzen“. Aber welche? Es ist zu befürchten, dass viele Busse auf eine reine Zubringerfunktion zur Citybahn reduziert werden, mit der Folge häufigeren Umsteigens und längerer Wartezeiten.

Dienstag, 19. September 2017

Die Aussichts- und Informationsplattform an der Rabenlay in Bonn-Oberkassel ist eröffnet

Bonn-Oberkassel - Am 17. September 2017 wurde um 14 Uhr die Aussichts- und Informationsplattform an der Rabenlay in Bonn-Oberkassel feierlich eröffnet. Gefördert wurde das Projekt maßgeblich von der NRW-Stiftung Naturschutz, Heimat- und Kulturpflege, dem Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen und dem Landschaftsverband Rheinland.

Die 24 Quadratmeter große Aussichtsplattform hat eine Länge von etwa neun Metern und ermöglicht einen spektakulären Blick über das Rheintal. Insgesamt 16 Tafeln bieten neben Angaben zur steinzeitlichen Oberkasseler Doppelbestattung zahlreiche Informationen zum Naturschutzgebiet, zur Geologie und verschiedenen Themen der Baukultur. Der für die Region, aber auch ganz Deutschland und Europa bedeutsame Grabfund wird so als Teil der Kulturlandschaft und ihrer Entwicklung neu erlebbar.

Der Rheinische Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz e. V., der Heimatverein Bonn-Oberkassel e. V., der Denkmal- und Geschichtsverein Bonn-Rechtsrheinisch e. V., der Landesbetrieb Wald und Holz NRW, das LVR-LandesMuseum Bonn und das LVR-Amt für Bodendenkmalpflege im Rheinland haben die Plattform gemeinsam geplant. Für die Beteiligten haben Prof. Dr. Barbara Schock-Werner (Vorstand NRW-Stiftung), Prof. Dr. Christoph Zöpel (Vorsitzender Rheinischer Verein), Landesrat Detlef Althoff (Landschaftsverband Rheinland), Jochen Dodt (Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung NRW) und Guido Déus (Bezirksbürgermeister Bonn-Beuel) das neue Angebot für die Besucher freigeben.

Freitag, 15. September 2017

www.apotheker-beruf-mit-zukunft.de geht online


Wohin nach dem Studium? Neue Webseite der Apothekerkammer Niedersachsen und Experten geben Antworten
Hannover (apothekerkammer-niedersachsen) - Am Ende ihres Pharmaziestudiums stehen Absolventen vor der Frage, welchen Karriereweg sie einschlagen sollen. Die Tätigkeit in einer öffentlichen Apotheke bietet jungen Menschen eine gute Perspektive. Auf der neuen Webseite www.apotheker-beruf-mit-zukunft.de bietet die Apothekerkammer Niedersachsen Entscheidungshilfen an und wirbt gezielt um Nachwuchs für die öffentlichen Apotheken.
Filiale oder Einzelapotheke? Dorf oder City-Center? Mentoren helfen Berufsanfängern bei der Arbeitsplatzwahl
Die Apothekerkammer Niedersachsen vermittelt über die Webseite ausgewählte Mentoren, die den Pharmaziestudierenden individuell begleiten. Die Mentoren sind selbst Apotheker in öffentlichen Apotheken und verfügen über stabile Netzwerke. Mit großem Engagement geben sie eigene Erfahrungen aus ihrem „Traumberuf Apotheker“ weiter und unterstützen mit praktischem Know-how aus ihrer Tätigkeit in Stadt- oder Landapotheken.
In der Apotheke lassen sich Beruf und Familie gut vereinbaren
Die Webseite www.apotheker-beruf-mit-zukunft.de gibt Einblicke, wie der Alltag als Apotheken-Eigentümer, insbesondere für Apothekerinnen, mit dem Familienleben vereinbart werden kann. Selbstständige Apotheker können ihre Arbeitszeit zum Beispiel flexibel an Kita-Öffnungszeiten, Ferien und Arzttermine anpassen. Was Studierende für ihre Lebensplanung wissen sollten: Viele Apothekeninhaber erleichtern ihren Mitarbeitern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, indem sie beispielsweise flexible Arbeitszeitmodelle oder eine frühe Rückkehr aus der Elternzeit fördern.
Erfolgsmodell Apotheker
In den Apotheken wird ein besonderer Service angeboten – mit großem Erfolg. „Echte“ Menschen stehen den Patienten als Berater, Seelentröster, Manager, Therapiebegleiter, Organisations- und Improvisationstalente in fast allen Lebenslagen zur Seite. Als Spezialisten und Führungskräfte sind Apotheker zudem zuverlässige Ansprechpartner und Leitbilder für Vorgesetzte und Kollegen. Auf www.apotheker-beruf-mit-zukunft.de gibt es interessante Einblicke in die Arbeit als angestellter Apotheker. Selbständige Apotheker genießen das unabhängige Arbeiten ohne Vorgesetzte und die Gestaltungsspielräume als Chef.
Den Betrieb richtig aufbauen und führen
Betriebswirtschaftliche Kenntnisse werden im Pharmazie-Studium nicht vermittelt, sind aber im eigenen Betrieb unerlässlich. Anschaulich erklärt die Apothekerkammer Niedersachsen auf der neuen Webseite wichtiges Grundwissen zum Apothekenbetrieb von Apothekenfinanzierung über Arbeitsrecht und Buchführung bis zu Qualitätsmanagement und Standortanalyse. Ist die Entscheidung gefallen, eine eigene Apotheke zu übernehmen oder zu gründen, hilft die Rubrik „Offizin-Börse“ auf www.apotheker-beruf-mit-zukunft.de weiter, die Interessenten mit einem Experten bei der Treuhand Hannover verknüpft.
Der Apothekerkammer Niedersachsen gehören rund 7.000 Mitglieder an. Der Apotheker ist ein fachlich unabhängiger Heilberufler. Der Gesetzgeber hat den selbstständigen Apothekern die sichere und flächendeckende Versorgung der Bevölkerung mit Arzneimitteln übertragen. Der Beruf erfordert ein vierjähriges Pharmaziestudium an einer Universität und ein praktisches Jahr. Dabei erwirbt der Studierende Kenntnisse in pharmazeutischer Chemie und Biologie, Technologie, Pharmakologie, Toxikologie und Klinische Pharmazie. Nach dem Staatsexamen erhält er eine Approbation. Nur mit dieser staatlichen Zulassung kann er eine öffentliche Apotheke führen. Als Spezialist für Gesundheit und Prävention berät der Apotheker seriös und unabhängig. Er begleitet den Patienten fachlich, unterstützt ihn menschlich und hilft ihm so, seine Therapie im Alltag umzusetzen.

Montag, 11. September 2017

Bei Medikamenten kommt es auf die richtige Dosierung an

Hannover (apothekerkammer-niedersachen) – Wer Medikamente einnimmt, möchte entweder schnell wieder gesund werden, die Symptome einer bestehenden Krankheit lindern oder den Verlauf verzögern oder stoppen. Damit die Arzneimittel auch wirken und der Krankheitsverlauf nicht verschlimmert wird, ist die richtige Einnahme und Anwendung in der korrekten Dosierung wichtig. Auch Wechselwirkungen müssen für eine erfolgreiche Medikamententherapie möglichst ausgeschlossen werden. Hier hilft eine Beratung in der Apotheke weiter. Nimmt der Patient einen Arzneistoff durch eine falsche Handhabung nicht in der richtigen Konzentration auf, kann die Einnahme mit speziellen Hilfsmitteln oder kleinen Tricks vereinfacht werden, weiß die Apothekerkammer Niedersachen.

Fehldosierungen haben Konsequenzen
Die Gründe für eine fehlerhafte Medikamenteneinnahme sind vielfältig. Mal liegt es daran, dass es Probleme beim Öffnen der Verpackungen und mit der Handhabung gibt. Dies ist häufig bei älteren Patienten aufgrund mangelnder Beweglichkeit der Fall. Manchmal ist es schlicht Unwissenheit. Bei einer Unterdosierung wirkt das Medikament gar nicht oder nur unzureichend. Wird das Arzneimittel überdosiert, kann dies zu verstärkten Nebenwirkungen oder auch zu Folgeerkrankungen führen.  Um das Risiko einer Fehldosierung auf ein Minimum zu beschränken, sollten dem Patienten alle seine einzunehmenden Medikamente mit ihrer Wirkungsweise bekannt sein. Treten unerwartete Nebenwirkungen oder Komplikationen auf, sollten Patienten oder Angehörige sofort den Arzt informieren.
Stammapotheke kann helfen
Wer in einer Stammapotheke betreut wird, hat die Sicherheit, dass alle abgegebenen verschreibungspflichtigen Medikamente und die rezeptfreien Arzneimittel hinsichtlich ihrer Wechselwirkungen überprüft werden. Neue Tabletten oder eine geänderte Dosierung können so direkt mit dem Patienten besprochen und erklärt werden. Es werden zum Beispiel Doppelverordnungen durch mehrere Ärzte schneller erkannt und der Apotheker kann einschreiten, sodass es nicht zu einer Überdosierung kommt.
Apotheker können auch die Medikationspläne des Arztes erklären, auf Wunsch ergänzen oder selbst erstellen. Apotheker erklären alle Arzneimittel mit Wirkstoffen und Anwendungsgebieten in leicht verständlicher Sprache. Sie informieren über die korrekte Dosierung der Medikamente und ergänzen diese durch Einnahmehinweise. Hausapotheken können ebenfalls auf verfallene Medikamente oder Doppelverordnungen hin überprüft werden. Zur Absicherung hält der Apotheker auch Rücksprache mit dem Hausarzt.
Unterstützung bei der Handhabung
Apotheken können Patienten, die motorisch eingeschränkt sind, bei der Handhabung von Arzneimitteln unterstützen und so Fehldosierungen vermeiden. Es gibt in der Apotheke Hilfsmittel wie Entblisterer, Tablettenteiler, Augentropfhilfen oder Tubenausquetscher bis hin zu elektronischen Tropfenzählgeräten, die das genaue Abzählen der Tropfen erleichtern.
Patienten mit einer Sehbeeinträchtigung können die Tropfen in einen leeren Plastikbecher geben und die Tropfenzahl akustisch kontrollieren. Auch Beipackzettel in vergrößerter Schrift oder Unterstützung beim Öffnen von kindergesicherten Verschlüssen werden in der Apotheke angeboten. Wer dazu neigt, die Einnahme seiner Medikamente zu vergessen, dem ist ein Wochen- oder Tagesdispenser zu empfehlen. Eine solche Box gibt dem Patienten einen Überblick darüber, welche Medikamente bereits eingenommen wurden und welche noch eingenommen werden müssen.
Tabletten nicht eigenmächtig teilen
Häufige Fehlerquellen in der Anwendung von Medikamenten liegen bereits bei der Einnahme von Tabletten. So sollten diese niemals eigenmächtig geteilt werden, da eine Tablette immer als Einzeldosierung abgestimmt ist. Soll eine Dosis jedoch langsam gesteigert oder ausgeschlichen werden, gibt es dafür extra teilbare Tabletten, welche durch eine Bruchkerbe in definierte Stücke halbiert werden können. Dies ist je nach Arznei durch Fingerdruck oder nur mit einem Tablettenteiler möglich – das Zerschneiden mit einem Küchenmesser ist hingegen gefährlich und strikt zu unterlassen. Eine Kerbe in der Tablette bedeutet dabei jedoch nicht automatisch, dass eine Tablette auch geteilt werden darf – diese Information muss im Vorfeld unbedingt in der Apotheke eingeholt werden. Tabletten sollten zur weiteren Lagerung zudem nicht bereits im Voraus geteilt werden. Sind die Tabletten Licht und Feuchtigkeit ausgesetzt, kann dies die Wirkstoffqualität und -quantität beeinflussen. Stattdessen sollten die Reste einer bereits geteilten Tablette zurück in den Blister gedrückt oder in einem Tablettenteiler beziehungsweise Dispenser aufbewahrt werden. Hierbei ist es wichtig, das Dispenserfach gleich richtig zu beschriften, damit die Tablettenhälfte zugeordnet werden kann.
Die richtige Anwendung flüssiger Arzneien
Um flüssige Arzneien richtig einzunehmen, kann man Messlöffel mit gut sichtbarer Graduierung oder auch Kolbendosierpipetten verwenden. Kolbendosierpipetten werden mit passenden Steckvorrichtungen in die Flaschenöffnung gesteckt und durch Umdrehen der Flasche befüllt. Flüssige Medikamente sollten grundsätzlich zusammen mit einem Glas Wasser eingenommen werden. Suspensionen, zum Beispiel manche Nasensprays, Augentropfen oder Dosieraerosole müssen vor der Anwendung geschüttelt werden, damit sich die enthaltenen Partikel gleichmäßig verteilen können. Das Medikament muss dann sofort verwendet werden, damit sich die Wirkstoffe nicht wieder am Boden absetzen.
Die Anwendung von Augentropfen kann durch den Gebrauch einer Wimpernzange als Quetschhilfe erleichtert werden. Tropfenapplikationen mit Dosiersystemen, ähnlich der von Nasenspray, schaffen ebenfalls Erleichterung. Patienten sollten sich diese Dosiersysteme genau in der Apotheke erklären lassen und sie auch ausprobieren. Da sie leicht mit Nasensprays verwechselt werden, sollten sie nicht neben diesen aufbewahrt werden.
Der Apothekerkammer Niedersachsen gehören rund 7.000 Mitglieder an. Der Apotheker ist ein fachlich unabhängiger Heilberufler. Der Gesetzgeber hat den selbstständigen Apothekern die sichere und flächendeckende Versorgung der Bevölkerung mit Arzneimitteln übertragen. Der Beruf erfordert ein vierjähriges Pharmaziestudium an einer Universität und ein praktisches Jahr. Dabei erwirbt der Studierende Kenntnisse in pharmazeutischer Chemie und Biologie, Technologie, Pharmakologie, Toxikologie und Klinische Pharmazie. Nach dem Staatsexamen erhält er eine Approbation. Nur mit dieser staatlichen Zulassung kann er eine öffentliche Apotheke führen. Als Spezialist für Gesundheit und Prävention berät der Apotheker seriös und unabhängig. Er begleitet den Patienten fachlich, unterstützt ihn menschlich und hilft ihm so, seine Therapie im Alltag umzusetzen.

Donnerstag, 7. September 2017

Negative Auswirkungen der Citybahn in Wiesbaden


Wiesbaden (internet-zeitung) – Nach Ansicht der Bürgerinitiative „Mitbestimmung Citybahn“ kranken die bisherigen Stellungnahmen der für die Citybahn Verantwortlichen daran, dass keine Ausführungen zu den Wechselwirkungen der Bahn auf andere Nutzer gemacht werden. Es fehle ein integriertes Konzept, das aufzeige, wie sich eine 12 Kilometer lange Citybahn in ein funktionierendes, 650 Kilometer langes Busnetz einfüge.

Die Bürgerinitiative „Mitbestimmung Citybahn“ stellt auf der Internetseite http://bi-citybahn.de/?page_id=24 wichtige Fragen:

Welche Buslinien werden entfallen?
Welche Busse übernehmen nur noch Zubringerfunktion? 
An welchen Haltestellen kann eine 60 Meter lange Bahn halten?
An welchen Haltestellen halten künftig noch die Busse?

Welche Auswirkungen hat die doppelte Gleisführung in der Innenstadt auf den Wegfall von Parkplätzen und auf die Erreichbarkeit der innerstädtischen Parkhäuser?

Wie verändern sich die Umsteigemöglichkeiten, wenn die Busse aus dem Osten nach wie vor in der Friedrichstraße halten, die Citybahn jedoch in der Luisenstraße?
Die Bürgerinitiative erklärt: „ESWE-Verkehr sagt bisher nur, die Citybahn solle die „am stärksten belasteten Buslinien ersetzen“. Aber welche? Es ist zu befürchten, dass viele Busse auf eine reine Zubringerfunktion zur Citybahn reduziert werden, mit der Folge häufigeren Umsteigens und längerer Wartezeiten.
Laut Bürgerinitiative werden voraussichtlich die Schülerinnen und Schüler, die heute mit der Linie 33 von Kostheim zu den innerstädtischen Gymnasien fahren, künftig in Kastel und am Hauptbahnhof zweimal umsteigen müssen. Oder: Könne man heute von Klarenthal ohne Umsteigen nach Bierstadt oder Schierstein fahren, gehe es künftig vielleicht nur noch mit dem Bus zur Hochschule Rhein-Main. Gerade für ältere Menschen sei der Zwang zu häufigerem Umsteigen Gift. Sie würden wieder verstärkt auf das Auto zurückgreifen.
Allerdings verschlechtert sich – laut Bürgerinitiative auch die Situation für Pkw-Fahrer, wenn man bedenke, dass die Klarenthaler Straße, die Dotzheimer Straße, die Luisenstraße und die Bahnhofstraße mit zwei Gleissträngen belegt würden. Die Folge seien längere Staus und noch mehr Luftverschmutzung.
Der negative Umwelteffekt werde noch gesteigert, wenn man an die mehrjährige Bauphase denke mit dramatisch erhöhten Feinstaubwerten, aber auch an den Wegfall vieler innerstädtischer Bäume, etwa in der Klarenthaler Straße.


Eigener Gleiskörper der Citybahn in Wiesbaden hat Nachteil

Wiesbaden (internet-zeitung) – Auf einen wenig bekannten Nachteil der geplanten „Citybahn“ in Wiesbaden weist die Bürgerinitiative „Mitbestimmung Citybahn“ hin:  Diese Stadtbahn soll weitgehend auf einem eigenen Gleiskörper geführt werden. Ein solcher verhindert die Nutzung durch andere Verkehrsteilnehmer und schränkt das Überqueren der Straße durch Fußgänger stark ein.

Die Bürgerinitiative stellt fest: „Da laut Planung die Citybahn über 16 km der in Wiesbaden geplanten 17 km auf einem eigenen Gleiskörper geführt werden soll, handelt es sich um eine Stadtbahn, die für Busnutzer, Auto- und Radfahrer sowie Fußgänger erhebliche Beeinträchtigungen in dem ohnehin knappen Straßenraum bringt.“

Unter der Internetadresse http://bi-citybahn.de/?page_id=24 listet die Bürgerinitiative zahlreiche weitere Nachteile der geplanten „Citybahn“ in Wiesbaden auf. Zeitungsleser wundern sich, dass in der Lokalpresse bisher nur Hofberichterstattung über die „Citybahn“ erfolgt ist.

Bürgerinitiative informiert über Nachteile der Citybahn in Wiesbaden

Wiesbaden (internet-zeitung) – „Die Stadt Wiesbaden und ESWE Verkehr lassen eine offene und ehrliche Auseinandersetzung mit dem Für und Wider des Projekts „Citybahn“ vermissen.“ Dies stellt die Bürgerinitiative „Mitbestimmung Citybahn“ auf ihrer Internetseite fest. Unter anderem werde damit argumentiert, die „Citybahn“ sei ein modernes emissionsfreies Verkehrsmittel. Der ESWE-Busverkehr sei an seine Kapazitätsgrenzen gestoßen. Die Citybahn sei wirtschaftlich zu betreiben und der Bund sowie die Länder Hessen und Rheinland-Pfalz würden bis zu 85 Prozent der Investitionskosten übernehmen. Die Citybahn könne recht schnell bis zum Jahr 2022 realisiert werden.
Diese Aussagen überzeugen die Bürgerinitiative „Mitbestimmung Citybahn“ nicht. Sie hat gegen geplante Straßenbahn („Citybahn“) zwischen Wiesbaden und Mainz erhebliche Bedenken und stellt diese mutig zur Diskussion. Unter der Internetadresse http://bi-citybahn.de/?page_id=24 befasst sich die Bürgerinitiative mit folgenden Themen:
Stichwort Emissionen – Luftqualität, Stickoxide, Umrüstung ESWE-Busflotte, Feinstaub, Lärm und Erschütterungen WEITERLESEN
Stichwort Busse am Limit – Datengrundlage, Verkehrszellen, Nutzungsverhalten, Beförderungskapazität Citybahn, Zeittakt WEITERLESEN
Stichwort Schienensystem – Spurbreite, Gleiskörper, Trennungswirkung Gleiskörper, Bus- und Individualverkehr, Störanfälligkeit, Oberleitungen, Baumbestand, Parkplätze WEITERLESEN
Stichwort Zukunft des Verkehrs – Elektromobilität, Flexibilität, autonomes Fahren, Verkehr „on demand“, Vernetzung von Verkehrsträgern, Technologiebindung WEITERLESEN
Stichwort Kosten-Nutzen-Analyse – Prognose Nutzungsverhalten, Datenbasis, Vorab-Befragungen, Cashflow 30 Jahre, Entwicklung Energiepreise WEITERLESEN
Stichwort Belastung des städtischen Haushalts – Investitionszuschüsse Bund und Land, Erhöhung Baukosten, Kosten der Unterhaltung, Defizite ESWE Verkehr, Haushaltsentwicklung, andere Infrastrukturprojekte WEITERLESEN
Stichwort Zeitabläufe Planung und Realisierung – Vorplanung, Akteurswerkstatt, Bürgerbeteiligung, Entwurfsplanung, Planfeststellungsverfahren, Bauzeit/Inbetriebnahme WEITERLESEN
Stichwort Nadelöhr Theodor-Heuss-Brücke – Tragkraft, Verkehrsaufkommen Individualverkehr, neue Rheinquerung WEITERLESEN
Stichwort notwendige Kooperationspartner – Projektgesellschaft, Haushaltslage MZ-SWA-RÜD, Zustimmungserfordernis WEITERLESEN
Stichwort Alternativen zur Citybahn – E-Busse, Bustypen, Wallauer Spange, P+R Plätze, Autonomes Fahren/Sammeltaxis WEITERLESEN

Mittwoch, 6. September 2017

Alamannenmuseum Ellwangen zeigt neue Sonderausstellung



Wertvolle Goldblattkreuze wie diese alamannischen Grabfunde des 7. Jahrhunderts n. Chr. aus Lauchheim im Ostalbkreis werden ab 16. September in der neuen Sonderausstellung des Alamannenmuseums Ellwangen präsentiert (Foto: Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart, Yvonne Mühleis).


"Goldblattkreuze – Glaubenszeichen der Alamannen" startet am 16. September 2017

ELLWANGEN (pm) – Vom 16. September 2017 bis 8. April 2018 ist im Ellwanger Alamannenmuseum die Sonderausstellung "Goldblattkreuze – Glaubenszeichen der Alamannen" zu sehen. Schirmherr der vom Alamannenmuseum in Kooperation mit dem Archäologischen Landesmuseum Baden-Württemberg konzipierten Ausstellung ist der Bischof der Diözese Rottenburg-Stuttgart, Dr. Gebhard Fürst.

Die Goldblattkreuze des 6. bis 8. Jahrhunderts, von denen bisher mehr als 420 bekannt sind, stellen eine besonders interessante Fundgattung des frühen Mittelalters dar. Bei diesen in Gräbern angetroffenen Kreuzen aus dünner Goldfolie handelt es sich um Beigaben, die eigens für die Bestattung angefertigt wurden. Diese Folienkreuze wurden einst auf einem Leichentuch oder Schleier aufgenäht dem Toten mit ins Grab gegeben. Ihre Verbreitung beschränkt sich fast ausschließlich auf den Bereich der Alamannen und Baiuwaren in Süddeutschland sowie der Langobarden in Italien.

Aufbauend auf den neueren Forschungen zu diesem Thema an der Universität Tübingen beleuchtet die Ausstellung den Grabbrauch der Goldblattkreuze, die als die ersten christlichen Symbole in Süddeutschland zu werten sind, eingebunden in einen Überblick zur Christianisierung der Alamannen. Neu ist etwa die Antwort auf die Frage, wo der Brauch entstanden ist, ebenso die Tatsache, dass dieser offenbar nur in einzelnen Familien üblich war. Anders als bisher gedacht bilden die Goldblattkreuze auch keinen Gegensatz zu gleichzeitig bestehenden Kirchen.

Noch nie waren in einer Ausstellung so viele Goldblattkreuze versammelt, die aus zahlreichen namhaften Museen Süddeutschlands stammen. Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft von Bischof Dr. Gebhard Fürst, dem Bischof der Diözese Rottenburg-Stuttgart: In der von ihm als bischöfliches Würdezeichen getragenen Brustkette befindet sich die künstlerische Nachbildung des 1936 gefundenen Goldblattkreuzes von Tübingen-Derendingen, Grab 5.

Besondere Funde:
Die meisten Goldblattkreuze sind in der Form eines griechischen Kreuzes gestaltet. Dabei wurde entweder das gesamte Kreuz aus einem Stück Blech geschnitten oder das Stück aus zwei oder mehreren Blechstreifen gebildet. Erstaunlicherweise wurde bis heute kein einziges Goldblattkreuz im Siedelgebiet der Franken oder im frühmittelalterlichen Spanien entdeckt und nur einige wenige stammen aus dem ehemals angelsächsischen England und aus byzantinischen Gebieten am Mittelmeer.

Hotspot Lauchheim:
In Lauchheim im Ostalbkreis kamen insgesamt 14 Goldblattkreuze aus sechs Gräbern zutage, so viele wie nirgends nördlich der Alpen. Da zwei Goldblattkreuze aus verschiedenen Gräbern dieselben Modelabdrücke aufweisen, dürften sie vor Ort von derselben Hand angefertigt worden sein.

Neue Forschungen:
Die erneute Untersuchung und Neubewertung der über 400 Exemplare durch Martina Terp-Schunter, welche die Grundlage der Ausstellung bilden, erlauben tiefgreifende Rückschlüsse auf deren rituelle Funktion während des frühmittelalterlichen Bestattungsablaufs. In der Phase eines noch nicht institutionalisierten Christentums vom 6. bis 8. Jahrhundert wurde mit Hilfe der Goldblattkreuze die gesamte Trauergemeinschaft unter das Zeichen des christlichen Glaubens gestellt und die eigene religiöse Überzeugung für alle Anwesenden offensichtlich.

Zur Ausstellung erscheint eine Begleitpublikation. Für die Schulen, die mit dem neuen baden-württembergischen Bildungsplan 2016 verstärkt das Thema Christanisierung der Alamannen behandeln, werden eigene museumspädagogische Programme angeboten. Nähere Informationen sind beim Museum unter Tel. 07961/969747 sowie im Internet unter www.alamannenmuseum-ellwangen.de erhältlich.

Sonderausstellung "Goldblattkreuze – Glaubenszeichen der Alamannen"
16.9.2017-8.4.2018
Eine Ausstellung des Alamannenmuseums Ellwangen in Kooperation mit dem Archäologischen Landesmuseum Baden-Württemberg
Schirmherrschaft: Seine Exzellenz Bischof Dr. Gebhard Fürst, Diözese Rottenburg-Stuttgart

Alamannenmuseum Ellwangen
Haller Straße 9
73479 Ellwangen
Telefon +49 7961 969747
Telefax +49 7961 969749
alamannenmuseum @ ellwangen.de
Öffnungszeiten:
Dienstag bis Freitag 14-17 Uhr
Samstag, Sonntag 13-17 Uhr
sowie nach Vereinbarung
24., 25. und 31.12.2017 geschlossen
Eintritt: 3,00 €, ermäßigt 2,00 €, Familie 7,00 €

Begleitprogramm:

Führungen am
1.10. | 5.11. und 3.12.2017 sowie 7.1. | 4.2. | 4.3. und 1.4.2018
jeweils um 15 Uhr

Kuratorenführungen mit Martina Terp-Schunter M.A.
18.2.2018 und 8.4.2018
jeweils um 15 Uhr

Biographische Führungen zur Christianisierung der Alamannen
mit Jürgen Heinritz
22.10. und 26.11.2017 sowie 14.1. und 18.3.2018
jeweils um 15 Uhr

Aktionstag mit der Goldschmiedin Esther Schneller
Herstellung von Goldblattkreuzen
Goldschmiedevorführungen und Mitmachaktionen
17.9.2017 und 12.11.2017 sowie 28.1. und 25.3.2018
jeweils von 13-17 Uhr

Lichtbildervortrag
Martina Terp-Schunter M.A.
Goldblattkreuze – Zeichen des Glaubens im Frühmittelalter
29.11.2017, 19.30 Uhr

Jeningenheim Ellwangen